
Wirtschaftsweise schlägt Alarm: Deutschland steuert auf den finanziellen Abgrund zu
Die Kritik an der Bundesregierung unter Friedrich Merz wird lauter – und sie kommt aus berufenem Munde. BDA-Präsident Rainer Dulger und die renommierte Wirtschaftsweise Veronika Grimm haben der Großen Koalition ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Ihre Botschaft ist unmissverständlich: Deutschland droht der finanzielle Kollaps, wenn nicht umgehend gehandelt wird.
Populismus statt Reformen: Die Regierung duckt sich weg
Was Dulger der Bundesregierung vorwirft, dürfte vielen Bürgern bekannt vorkommen. „Aktuell wird fast alles in einem populistischen Reflex mit Blick auf die Landtagswahlen zurückgewiesen", polterte der Arbeitgeberpräsident gegenüber der Bild-Zeitung. Statt mutige Entscheidungen zu treffen, verstecke sich die Politik hinter wahltaktischen Überlegungen. Ein Verhalten, das Deutschland teuer zu stehen kommen könnte.
Dabei hatte Friedrich Merz im Wahlkampf noch vollmundig versprochen, das Land wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen. Von einer echten Reformagenda ist bislang jedoch wenig zu spüren. Stattdessen wurde ein gigantisches Sondervermögen von 500 Milliarden Euro aufgelegt – finanziert durch neue Schulden, die kommende Generationen belasten werden.
Der „Nettoklau" muss ein Ende haben
Besonders deutlich wird Dulger beim Thema Steuern und Abgaben. Seine Forderung ist so simpel wie einleuchtend: Der Staat müsse den Bürgern endlich mehr von ihrem hart erarbeiteten Lohn lassen. „Der Anstieg beim Nettoklau muss endlich ein Ende haben", so der BDA-Chef. Menschen würden deutlich motivierter arbeiten, wenn sie mehr von ihrem Verdienst behalten dürften.
Diese Erkenntnis ist keineswegs neu, doch die Politik ignoriert sie beharrlich. Deutschland hat eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten weltweit. Wer fleißig arbeitet und Überstunden macht, wird vom Fiskus bestraft statt belohnt. Ein System, das jeden Leistungsanreiz im Keim erstickt.
Reformstau bei Teilzeit und Bürokratie
Neben steuerlichen Entlastungen fordert der Arbeitgeberpräsident eine grundlegende Überarbeitung des Teilzeitrechts. Die seit 2001 geltenden Regelungen seien schlicht nicht mehr zeitgemäß. Auch die ausufernde Bürokratie müsse endlich eingedämmt werden. „Deutschland braucht weniger Bürokratie und weniger Bürokraten", bringt es Dulger auf den Punkt.
Wirtschaftsweise Grimm warnt: Ab 2029 nur noch Schulden
Die Prognosen der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm sind noch alarmierender. Die an der TU Nürnberg tätige Ökonomin zeichnet ein düsteres Bild der deutschen Zukunft. Ohne tiefgreifende Reformen, die den Anstieg der Staatsausgaben begrenzen und nachhaltiges Wachstum auslösen, werde es „unangenehm".
Konkret prognostiziert Grimm, dass bereits 2029 die gesamten Staatseinnahmen nur noch für drei Bereiche ausreichen werden: Verteidigung, Zinszahlungen und Sozialleistungen. Alles andere – von Bildung über Infrastruktur bis hin zu Investitionen – müsste dann vollständig über neue Schulden finanziert werden. Ein Szenario, das an griechische Verhältnisse erinnert.
„Die Bundesregierung verweigert sich mit dem Hinausschieben von Reformen der Realität."
Mit diesen deutlichen Worten wirft Grimm der Merz-Regierung vor, die Augen vor den drängenden Problemen zu verschließen. Nach 2029 dürften die Sozialausgaben und Zinskosten sogar noch weiter ansteigen – ein Teufelskreis, aus dem es dann kaum noch ein Entkommen geben wird.
Die Zeche zahlen die Bürger
Was bedeutet das für den einfachen Bürger? Höhere Steuern, steigende Sozialabgaben und eine schleichende Entwertung der Ersparnisse durch Inflation. Wer heute für sein Alter vorsorgt, muss damit rechnen, dass der Staat ihm morgen noch tiefer in die Tasche greift. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit gewinnen daher sichere Anlageformen wie physische Edelmetalle zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Schutz vor staatlicher Misswirtschaft und Währungsverfall bewährt – eine Beimischung im Portfolio kann gerade jetzt sinnvoll sein.
Die Warnungen von Dulger und Grimm sollten als Weckruf verstanden werden. Deutschland braucht keine weiteren Schulden und keine Wahlkampfgeschenke, sondern echte Reformen. Ob die Große Koalition den Mut dazu aufbringt, darf bezweifelt werden.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte sich vor einer Anlageentscheidung umfassend informieren sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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