
Wenn Schweizer Zugbegleiter die bittere Wahrheit aussprechen: Deutsche Bahn als Sinnbild des deutschen Niedergangs
Was als augenzwinkernde Durchsage eines SBB-Zugbegleiters begann, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als schonungslose Diagnose des deutschen Zustands. „Viel Glück mit der Deutschen Bahn" – diese vier Worte, kurz vor der Einfahrt in den Basler Bahnhof gesprochen, lösten nicht nur schallendes Gelächter bei den Fahrgästen aus. Sie trafen einen wunden Punkt, der symptomatisch für den Verfall deutscher Infrastruktur und Verlässlichkeit steht.
Die Schweizer Präzision trifft auf deutsches Chaos
Während die Schweizerischen Bundesbahnen ihre Durchsage offiziell als „Augenzwinkern" abtun und die Deutsche Bahn diplomatisch als „wichtige Partnerin" bezeichnen, sprechen die Fakten eine andere Sprache. Auf der Strecke Stuttgart-Zürich müssen regelmäßig Schweizer Ersatzzüge einspringen, wenn die deutschen Züge wieder einmal ihre Verspätungen vor sich herschieben wie eine Bugwelle der Inkompetenz.
Die Reaktion der Deutschen Bahn auf diesen verbalen Nadelstich? Schweigen. Ein beredtes Schweigen, das mehr sagt als tausend Pressemitteilungen. Man hat sich offenbar damit abgefunden, zur Lachnummer des europäischen Schienenverkehrs geworden zu sein.
Millionenboni für Versagen – die perverse Logik der DB-Führung
Besonders pikant wird die Situation, wenn man sich die Vergütungsstruktur der Bahnvorstände ansieht. Der Vorstandsvorsitzende Richard Lutz kassierte 2022 satte 2,229 Millionen Euro – trotz verfehlter Ziele bei Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit. Die Begründung für diese fürstliche Entlohnung des Versagens? Man habe schließlich die Quoten für „Frauen in Führung" und die „Mitarbeitenden-Zufriedenheit" erfüllt. Eine Logik, die nur in einem Land funktioniert, in dem Ideologie wichtiger geworden ist als Leistung.
Diese Prioritätensetzung spiegelt den Zustand eines Landes wider, in dem Gender-Gerechtigkeit offenbar wichtiger ist als funktionierende Züge. Während die Fahrgäste auf überfüllten Bahnsteigen frieren und auf verspätete oder ausgefallene Züge warten, feiert sich die Führungsetage für ihre Diversitätserfolge.
Der Gotthardtunnel-Skandal: Wenn deutsche Schlamperei Schweizer Steuerzahler teuer zu stehen kommt
Die maroden Güterzüge der Deutschen Bahn, die lärmend durch die Schweiz rattern, sind nicht nur eine akustische Zumutung. Der Materialbruch im Gotthardtunnel, verursacht durch deutsche Züge und bezahlt von Schweizer Steuerzahlern, steht exemplarisch für eine Mentalität, die eigene Probleme gerne auf Kosten anderer löst. Ein Verhalten, das man auch in der deutschen Politik der letzten Jahre nur allzu oft beobachten konnte.
Das tägliche Chaos als Normalzustand
Die Erfahrungsberichte deutscher Bahnreisender lesen sich wie Kriegsberichte von der Mobilitätsfront. Gestrandete Fahrgäste an Hauptbahnhöfen, falsche oder fehlende Informationen, überfüllte Schienenersatzverkehre und niemand, der Verantwortung übernimmt. Das ist keine Ausnahme mehr, sondern die neue deutsche Normalität.
Ein Land, das einst für seine Ingenieurskunst und Zuverlässigkeit bekannt war, schafft es nicht mehr, einen funktionierenden Bahnverkehr zu organisieren. Stattdessen werden die Bürger mit überteuerten Tickets für einen Service zur Kasse gebeten, der diesen Namen nicht verdient.
Die Bahn als Spiegelbild der deutschen Politik
Die Deutsche Bahn ist längst mehr als nur ein Transportunternehmen – sie ist zum Symbol für den Niedergang deutscher Staatsunternehmen geworden. Während die politische Führung in Berlin von Klimaneutralität träumt und 500 Milliarden Euro Sondervermögen für fragwürdige Projekte plant, verfällt die bestehende Infrastruktur zusehends.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Doch was nützen solche Versprechen, wenn das Land bereits jetzt seine grundlegenden Aufgaben nicht mehr erfüllen kann? Die Prioritäten sind verschoben: Statt funktionierende Züge zu gewährleisten, diskutiert man lieber über Genderquoten und Diversitätsziele.
Ein Weckruf, der ungehört verhallt
Die augenzwinkernde SBB-Durchsage sollte eigentlich ein Weckruf sein. Ein freundschaftlicher Hinweis des Nachbarn, dass etwas gewaltig schiefläuft. Doch in einem Land, in dem Kritik schnell als „rechts" abgestempelt wird und unbequeme Wahrheiten lieber totgeschwiegen werden, wird auch dieser Hinweis wohl ungehört verhallen.
Die Deutschen haben sich offenbar damit abgefunden, dass nichts mehr richtig funktioniert. Dass Züge zu spät kommen, schmutzig sind und ausfallen, wird achselzuckend hingenommen. Man hat sich eingerichtet im Mittelmaß, in der Dysfunktionalität, im kollektiven Versagen.
Die Schweizer wünschen „viel Glück" – sie werden wissen, warum. Denn wer mit der Deutschen Bahn fährt, braucht tatsächlich vor allem eines: sehr, sehr viel Glück.
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