
Wenn Religionsfreiheit zum Freibrief wird: Wie bei Markus Lanz das Kinderkopftuch verharmlost wurde
Es gibt Diskussionen, bei denen man als Zuschauer ungläubig den Kopf schüttelt. Die Sendung von Markus Lanz am vergangenen Dienstagabend gehörte zweifellos dazu. Im Mittelpunkt stand das brisante Thema Islamismus – und mit der muslimischen Journalistin Khola Maryam Hübsch saß eine Frau am Tisch, die selbst klarste Missstände kleinredete, als handele es sich um Nebensächlichkeiten. Wer geglaubt hatte, dass im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wenigstens das Thema Kinderkopftuch noch klar benannt wird, sah sich getäuscht.
Ein „schräger Vergleich“ – sogar Lanz wurde es zu bunt
Hübsch, die der Ahmadiyya-Gemeinde angehört und unter anderem für die FAZ schreibt, wollte das Kopftuch für kleine Mädchen partout nicht verboten wissen. Theologisch sei es ohnehin nicht vorgeschrieben, räumte sie ein – um dann doch jede Konsequenz daraus zu verweigern. Auf die direkte Nachfrage der Autorin Güner Balci, ob sie ein Kinderkopftuch verbieten würde, entgegnete sie mit einem bemerkenswerten Satz: Wenn man das Betteln verbiete, schaffe man die Armut nicht ab.
Selbst Markus Lanz, gewiss kein Hardliner, bezeichnete dies als einen „schrägen Vergleich“. Doch statt einer überzeugenden Antwort folgte ein Ablenkungsmanöver. Plötzlich war von der Kippa die Rede: Wer das Kinderkopftuch verbiete, müsse auch die Kippa verbieten. Ein rhetorischer Taschenspielertrick, der die eigentliche Frage – nämlich die Verschleierung kleiner, noch nicht religionsmündiger Mädchen – elegant unter den Teppich kehrt.
Fasten in der Schule – „Druck gibt es immer“
Noch bezeichnender wurde es beim Thema Ramadan. Hübsch sprach sich gegen ein Fastenverbot für Kinder an Schulen aus. Ihre eigenen Kinder fasteten ebenfalls, sofern keine Klausur anstehe. Und als Lanz auf den massiven Gruppendruck unter Kindern hinwies, sich gegenseitig zum Fasten zu nötigen, fiel der entlarvende Satz:
„Druck gibt es immer.“
Man müsse die Kinder eben so stärken, dass sie sich dem Gruppenzwang nicht beugten. Eine bemerkenswerte Logik. Stundenlanges Hungern bei kleinen Kindern, das die Konzentration zerstört und die Gesundheit gefährdet – abgetan mit einer Schulterzucken-Floskel. Hier zeigt sich, wie weit sich Teile dieser Debatte vom Kindeswohl entfernt haben.
Islamismus als „Randnotiz“?
Geradezu alarmierend war Hübschs Einschätzung, dass Islamismus und Paralleljustiz lediglich eine „Randnotiz“ seien. Wer die Realität in deutschen Großstädten kennt, weiß, wie verharmlosend diese Wortwahl ist. Lanz selbst verwies auf die englische Stadt Luton, wo muslimische Männer die Vollverschleierung ihrer Frauen mit der Religionsfreiheit rechtfertigten. Genau hier liegt der wunde Punkt: Wenn Grundrechte, die unsere freiheitliche Verfassung gewähren, von Islamisten gezielt instrumentalisiert werden, um Unfreiheit durchzusetzen, dann wird aus dem Schutzschild ein Einfallstor.
Bezeichnend auch Hübschs Reaktion auf die Berichterstattung über die Unterwanderung islamischer Vereine durch Gruppen wie die Muslimbruderschaft: Solche kritischen Berichte nährten lediglich eine „Verdachtskultur“. Mit anderen Worten: Wer aufklärt, ist das eigentliche Problem. Eine perfide Umkehrung, die jede ehrliche Debatte im Keim ersticken soll.
Der Verfassungsschutz warnt – und wird ausgebremst
Dabei waren die Warnungen zuletzt deutlich. Verfassungsschutzchef Sinan Selen warnte Anfang Juni davor, dass Islamisten deutsche Parteien und Institutionen unterwandern – besonders anfällig seien ausgerechnet die linken Parteien. Eine Erkenntnis, die niemanden überraschen dürfte, der die jahrelange Anbiederungspolitik dieser Kreise verfolgt hat.
Noch brisanter waren die Schilderungen des Journalisten Sascha Adamek in der Sendung. Demnach habe der frühere Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller, den Verfassungsschutz angewiesen, bestimmte Vereine und Personen aus dem Verfassungsschutzbericht zu streichen. Der Hintergrund: Ein im Bericht erwähnter Imam hatte kurz zuvor den Landesverdienstorden erhalten. Man möchte es kaum glauben – doch genau so funktioniert offenbar das Wegschauen, das unser Land seit Jahren prägt.
Eine Politik, die sich selbst entwaffnet
Was bleibt von diesem Fernsehabend? Vor allem die Erkenntnis, dass wesentliche Teile unserer gesellschaftlichen Elite den Ernst der Lage entweder nicht erkennen wollen oder bewusst relativieren. Wenn das Verschleiern kleiner Mädchen, das Fasten erschöpfter Kinder und die schleichende Etablierung einer Paralleljustiz als Bagatellen behandelt werden, dann läuft etwas grundlegend falsch in diesem Land.
Es ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines wachsenden Teils der deutschen Bevölkerung, dass hier endlich Klartext gesprochen werden muss. Der Schutz unserer Kinder, die Verteidigung der individuellen Freiheit – gerade von Frauen und Mädchen – und die kompromisslose Verteidigung unserer Werteordnung dürfen nicht der falsch verstandenen Toleranz zum Opfer fallen. Was wir brauchen, sind Politiker, die für die Menschen in diesem Land einstehen, statt vor Konflikten zurückzuschrecken.
In unsicheren Zeiten zählt Beständigkeit
Gesellschaftliche Verwerfungen, politische Orientierungslosigkeit und der schleichende Vertrauensverlust in staatliche Institutionen hinterlassen Spuren – auch wirtschaftlich. Wer in solchen Zeiten nach Stabilität sucht, blickt nicht selten auf das, was über Jahrtausende Bestand hatte: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie sind kein Versprechen von Politikern, sondern ein realer, greifbarer Wert, der sich nicht per Federstrich entwerten lässt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten, durchdachten Vermögensportfolio können sie ein solider Anker zur langfristigen Vermögenssicherung sein.
Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlageberatung dar. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen.
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