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Kettner Edelmetalle
22.01.2026
07:58 Uhr

Wasserstoff-Lkws: Wenn grüne Versprechen an der Realität zerschellen

Wasserstoff-Lkws: Wenn grüne Versprechen an der Realität zerschellen

Die Energiewende im Schwerlastverkehr gleicht einem Minenfeld voller wohlklingender Phrasen und bitterer Enttäuschungen. Eine aktuelle Studie der renommierten Chalmers University of Technology räumt nun gründlich mit den rosaroten Träumereien der Wasserstoff-Enthusiasten auf – und offenbart, dass der vermeintliche Klimaretter unter bestimmten Bedingungen kaum besser abschneidet als der gute alte Diesel.

Der Schwerlastverkehr als Klimasünder Nummer eins

Die Zahlen sind ernüchternd: Lastkraftwagen verschlingen weltweit rund ein Fünftel des gesamten Erdöls. In der Europäischen Union verursacht der Schwerlastverkehr einen erheblichen Anteil der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen. Kein Wunder also, dass Politiker und Industrievertreter händeringend nach Alternativen suchen. Wasserstoff-Lkws galten lange als das Allheilmittel schlechthin – sauber, zukunftsweisend, klimaneutral. Doch wie so oft bei den großen Versprechen der Energiewende lohnt sich ein genauerer Blick hinter die Kulissen.

Die unbequeme Wahrheit über die Klimabilanz

Die in der Fachzeitschrift iScience veröffentlichte Analyse nimmt kein Blatt vor den Mund. Hauptautor Jorge Enrique Velandia Vargas bringt das Dilemma auf den Punkt:

„Wasserstoff erzeugt bei der Verwendung in Brennstoffzellen kein Kohlendioxid, aber wir müssen sicherstellen, dass wir die Emissionen nicht von einem Teil des Lebenszyklus auf einen anderen verlagern."
Mit anderen Worten: Was am Auspuff sauber aussieht, kann in der Gesamtbilanz eine Katastrophe sein.

Die Studie modelliert verschiedene Zukunftsszenarien und kommt zu einem differenzierten Ergebnis. Ob Brennstoffzellen-Lkws tatsächlich eine klimafreundliche Alternative darstellen, hängt maßgeblich von der Herstellungsroute des Wasserstoffs ab. Und hier beginnt das eigentliche Drama.

Blauer Wasserstoff: Das Märchen von der sauberen Erdgas-Nutzung

Sogenannter blauer Wasserstoff wird aus Erdgas gewonnen, wobei das entstehende CO₂ abgeschieden und gespeichert werden soll. Klingt theoretisch wunderbar – ist praktisch jedoch ein Trugschluss. Maria Grahn, außerordentliche Professorin an der Chalmers-Universität, zerlegt diese Illusion mit wissenschaftlicher Präzision:

„Theoretisch ist die Herstellung von blauem Wasserstoff klimaneutral, in der Realität ist dies jedoch nicht der Fall. Es ist nicht möglich, das gesamte CO₂ abzuscheiden, sondern 5 bis 10 % entweichen in die Atmosphäre. Zusätzlich gibt es Methanverluste entlang der Lieferkette."

Methan wirkt als Treibhausgas kurzfristig um ein Vielfaches stärker als CO₂. Schon kleine Leckagen bei Förderung und Transport können die gesamte Klimabilanz zum Kippen bringen. Unter ungünstigen Bedingungen schneidet blauer Wasserstoff kaum besser ab als herkömmlicher Diesel – ein vernichtendes Urteil für eine Technologie, die als Brückenlösung gepriesen wird.

Grüner Wasserstoff: Hoffnungsträger mit Transportproblem

Am besten schneidet erwartungsgemäß grüner Wasserstoff ab, der mittels Elektrolyse aus erneuerbarem Strom gewonnen wird. Doch auch hier lauern Fallstricke, die von den Befürwortern gerne unter den Teppich gekehrt werden. Der Transport des Wasserstoffs erweist sich als energetischer Albtraum. Das leichteste aller Elemente muss entweder stark komprimiert oder auf etwa minus 253 Grad Celsius verflüssigt werden – beides verschlingt erhebliche Energiemengen.

„Wasserstoff ist das leichteste aller Elemente und lässt sich nicht gerne transportieren"
, erklärt Velandia Vargas. Lange Transportwege und unvermeidliche Verluste können selbst die sauberste Produktion zunichtemachen.

Dezentrale Produktion als einziger Ausweg

Die Schlussfolgerung der Forscher ist eindeutig: Nur dezentrale Produktionsanlagen in unmittelbarer Nähe zu den Tankstellen können die Klimabilanz tatsächlich verbessern. Zentrale Großanlagen mit ausgedehnten Transportketten verfehlen hingegen das Ziel. Maria Grahn betont zudem einen strategischen Aspekt, der in der deutschen Energiepolitik sträflich vernachlässigt wird:

„Energieautarkie ist genauso wichtig wie die Reduzierung der CO₂-Emissionen."

Milliardengräber für Generationen

Die Warnung der Wissenschaftler sollte bei politischen Entscheidungsträgern alle Alarmglocken schrillen lassen. Investitionen in Tankstelleninfrastruktur, Lieferketten und Produktionsanlagen binden Kapital über Jahrzehnte. Wer heute auf falsche Pfade setzt, riskiert nicht nur teure Nachbesserungen, sondern verliert auch wertvolle Zeit für wirksame Klimaschutzmaßnahmen.

Die Botschaft der Studie ist unmissverständlich: Brennstoffzellen-Lkws können im Schwerlastverkehr durchaus einen Beitrag leisten – aber nur unter sehr spezifischen Bedingungen. Grüner Wasserstoff muss regional erzeugt und der Transport auf ein Minimum reduziert werden. Dominieren hingegen Erdgas-Pfade, Methanverluste oder energieintensive Transporte, kippt die Rechnung trotz modernster Fahrzeugtechnik.

Es wäre an der Zeit, dass die deutsche Politik diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kenntnis nimmt, anstatt weiterhin Milliarden in fragwürdige Prestigeprojekte zu pumpen. Doch die Erfahrung lehrt uns, dass ideologiegetriebene Entscheidungen selten von Fakten gebremst werden. Der Steuerzahler wird am Ende die Zeche zahlen – wie so oft bei den großen Versprechen der Energiewende.

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