
Washingtons gefährliches Spiel: US-Kriegsschiffe vor Venezuela – droht die nächste militärische Eskalation?
Während die Weltöffentlichkeit gebannt auf die Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten blickt, bereiten die Vereinigten Staaten im Schatten der medialen Aufmerksamkeit möglicherweise ihre nächste militärische Intervention vor. Das Ziel diesmal: Venezuela. Mit der Entsendung von Kriegsschiffen, U-Booten und tausenden Soldaten vor die venezolanische Küste setzt Washington auf eine Drohkulisse, die an düstere Zeiten erinnert.
Die Muskeln spielen lassen – unter fadenscheinigem Vorwand
Präsident Trump hat die Verlegung eines beeindruckenden Militäraufgebots angeordnet: Mindestens drei Zerstörer, ein atomgetriebenes U-Boot, diverse Aufklärungsflugzeuge und rund 4.000 Marinesoldaten sollen in den Gewässern vor Venezuela Position beziehen. Als Begründung muss einmal mehr ein altbekanntes Narrativ herhalten – der angebliche Kampf gegen den internationalen Drogenhandel.
Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell die wahren Beweggründe hinter dieser militärischen Machtdemonstration. Es geht nicht um Drogen, es geht um Öl, Macht und die Durchsetzung amerikanischer Interessen in einer Region, die sich zunehmend dem US-Diktat widersetzt.
Das Märchen vom venezolanischen Drogenstaat
Die Propagandamaschinerie läuft auf Hochtouren. Venezuela wird als "Narcostaat" diffamiert, Präsident Nicolás Maduro als Kopf eines angeblichen Drogenkartells namens "Cartel de los Soles" dargestellt. Die USA haben sogar ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt – eine Summe, die selbst die Belohnung für Osama bin Laden in den Schatten stellt.
Bemerkenswert ist, dass sowohl der UN-Weltdrogenbericht als auch das Washington Office on Latin America festgestellt haben, dass nur ein verschwindend geringer Teil der in die USA geschmuggelten Drogen über Venezuela transportiert wird.
Diese Fakten stören die Kriegstreiber in Washington offenbar wenig. Warum auch, wenn es doch in Wahrheit um ganz andere Dinge geht?
Venezuela rüstet sich für den Ernstfall
Präsident Maduro zeigt sich von der amerikanischen Drohgebärde unbeeindruckt. Er hat die Mobilisierung von beeindruckenden 4,5 Millionen Kämpfern angeordnet, größtenteils Milizionäre, die bereit sind, ihr Land gegen eine mögliche US-Invasion zu verteidigen. Diese Entschlossenheit sollte selbst den kriegslüsternsten Strategen im Pentagon zu denken geben.
Unterstützung erhält Venezuela dabei nicht nur aus den eigenen Reihen. Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro fand deutliche Worte für die amerikanischen Ambitionen: "Die Gringos sind verrückt, wenn sie glauben, dass eine militärische Intervention in Venezuela ihre Probleme löst", erklärte er unmissverständlich.
Internationale Verurteilung der US-Aggression
Die Vereinten Nationen haben die amerikanische Aggression scharf verurteilt. Bemerkenswert ist, dass sich dieser Verurteilung nicht nur lateinamerikanische Staaten angeschlossen haben, sondern auch Schwergewichte wie China und der Iran. Die USA isolieren sich mit ihrer aggressiven Außenpolitik zunehmend auf der internationalen Bühne.
Es ist ein altbekanntes Muster: Erst werden Vorwände konstruiert – seien es Massenvernichtungswaffen im Irak oder nun angeblicher Drogenhandel in Venezuela. Dann folgt die militärische Eskalation. Die wahren Ziele sind dabei stets dieselben: Regimewechsel, Kontrolle über Ressourcen und die Durchsetzung geopolitischer Interessen.
Ein gefährliches Spiel mit ungewissem Ausgang
Die Situation vor Venezuelas Küste erinnert fatal an vergangene US-Interventionen, die Chaos, Leid und Instabilität hinterlassen haben. Ob Libyen, Irak oder Afghanistan – die Liste gescheiterter amerikanischer Militärabenteuer ist lang. Dennoch scheint Washington nichts aus der Geschichte gelernt zu haben.
Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass ausgerechnet dieses Land nun ins Fadenkreuz der USA gerät. Die Rhetorik vom Kampf gegen Drogen ist dabei so durchsichtig wie fadenscheinig.
Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die USA tatsächlich bereit sind, eine weitere militärische Eskalation zu riskieren. Die Welt kann nur hoffen, dass die Vernunft siegt und diplomatische Lösungen den Vorrang vor militärischen Abenteuern erhalten. Doch die Geschichte lehrt uns leider oft das Gegenteil.
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