
Washington zieht die Reißleine: Amerika kürzt Militärhilfe für Verbündete drastisch

Die Vereinigten Staaten haben mit ihrer neuen Verteidigungsstrategie für 2026 einen Paukenschlag geliefert, der in den europäischen Hauptstädten für erhebliche Unruhe sorgen dürfte. Das Pentagon verkündete am vergangenen Samstag eine fundamentale Neuausrichtung der amerikanischen Sicherheitspolitik – und Europa steht dabei nicht mehr im Mittelpunkt.
„America First" wird zur militärischen Doktrin
Das unter dem Titel „2026 National Defence Strategy" veröffentlichte Dokument lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Künftig sollen Partnerländer durch „entscheidende, aber begrenztere US-Hilfen" dazu gebracht werden, die Verantwortung für ihre eigene Verteidigung selbst zu übernehmen. Was sich diplomatisch verklausuliert anhört, bedeutet im Klartext: Die Zeiten, in denen sich europäische Staaten bequem unter dem amerikanischen Schutzschirm ausruhen konnten, neigen sich dem Ende zu.
Besonders brisant erscheint die Einschätzung des Pentagons zu Russland. Moskau wird zwar als „andauernde, aber handhabbare Bedrohung für die östlichen NATO-Partner" bezeichnet, doch die Analysten aus Washington betonen gleichzeitig, dass Russland nicht in der Lage sei, „Anspruch auf die Hegemonie in Europa zu erheben". Ein bemerkenswerter Satz folgt: Allein die deutsche Volkswirtschaft stelle die russische in den Schatten.
Europa soll seine Hausaufgaben endlich selbst machen
Die Botschaft könnte kaum unmissverständlicher sein. Während Europa jahrzehntelang von der amerikanischen Sicherheitsgarantie profitierte und gleichzeitig seine Verteidigungsausgaben vernachlässigte, richtet Washington seinen Blick nun konsequent gen Osten – nach China. „Auch wenn wir uns weiterhin auf dem europäischen Kontinent engagieren werden, werden wir uns in Zukunft darauf konzentrieren, unser Heimatland zu verteidigen und China abzuschrecken", heißt es in dem Strategiepapier unmissverständlich.
Diese Entwicklung kommt freilich nicht aus heiterem Himmel. Bereits seit Jahren mahnen amerikanische Politiker beider Parteien, dass die europäischen NATO-Partner ihre Verteidigungsbudgets erhöhen müssten. Doch während in Brüssel und Berlin lieber über Gendersprache, Klimaneutralität und den „Green Deal" debattiert wurde, hat man die harten sicherheitspolitischen Realitäten geflissentlich ignoriert.
Das Konzept der „Modellpartner"
Interessant ist das neue Konzept der sogenannten „Modellpartner", das Washington einführen möchte. Staaten, die ausreichend in ihre Verteidigung investieren und Sicherheitsbedrohungen selbständig angehen, sollen künftig bevorzugt behandelt werden – bei Waffenverkäufen, in der Zusammenarbeit der Wehrindustrie und beim Austausch von Geheimdienstinformationen. Man darf gespannt sein, welche europäischen Länder diese Kriterien erfüllen werden.
Ein fundamentaler Bruch mit der Nachkriegsordnung
Das Strategiepapier betont ausdrücklich, dass sich der neue „America First"-Ansatz „fundamental von den grandiosen Plänen der US-Regierungen nach dem Ende des Kalten Krieges" unterscheide. Diese hätten den Fokus nicht mehr auf „die konkreten Anliegen der Amerikaner" gelegt. Eine schallende Ohrfeige für die außenpolitischen Eliten in Washington, die über Jahrzehnte eine interventionistische Politik verfolgten.
Noch 2018, ebenfalls unter Präsident Trump, hatte die Nationale Sicherheitsstrategie Russland und China gleichermaßen als „zentrale Herausforderung" und „revisionistische Mächte" bezeichnet. Nun erfolgt eine klare Priorisierung: China steht im Fokus, Russland wird zur europäischen Angelegenheit erklärt.
Was bedeutet das für Deutschland?
Für die Bundesrepublik könnte diese Entwicklung zum Weckruf werden – oder zum Desaster, je nachdem wie die politische Führung reagiert. Die jahrelange Vernachlässigung der Bundeswehr, die ideologisch motivierte Energiewende und die Fixierung auf weiche Themen statt auf harte Sicherheitspolitik rächen sich nun bitter. Deutschland steht vor der Wahl: Entweder man nimmt endlich Geld in die Hand und baut eine schlagkräftige Verteidigung auf, oder man findet sich in einer Welt wieder, in der Amerika nicht mehr als verlässlicher Beschützer zur Verfügung steht.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt, doch ob davon genug in die Verteidigung fließt, bleibt abzuwarten. Die Zeichen aus Washington sind jedenfalls eindeutig: Europa muss erwachsen werden – und zwar schnell.
„Folglich werden wir, auch wenn wir uns auch weiterhin auf dem europäischen Kontinent engagieren werden, uns in Zukunft darauf konzentrieren, unser Heimatland zu verteidigen und China abzuschrecken."
Diese Worte aus dem Pentagon sollten in Berlin, Paris und Brüssel als das verstanden werden, was sie sind: Eine unmissverständliche Ansage, dass die Ära der amerikanischen Rundumversorgung zu Ende geht. Ob Europa diese Lektion rechtzeitig lernt, wird die Zukunft zeigen.
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