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Kettner Edelmetalle
25.03.2026
20:38 Uhr

Waffenstillstand im Nahen Osten: Wenn beide Seiten „Wir haben gewonnen" rufen

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gleichen einem diplomatischen Schachspiel, bei dem beide Spieler gleichzeitig „Schachmatt" rufen – und keiner bereit ist, auch nur eine einzige Figur vom Brett zu nehmen. Was sich derzeit hinter den Kulissen der Weltpolitik abspielt, hat das Potenzial, die globale Ordnung grundlegend zu erschüttern. Und die Energiemärkte gleich mit.

Papierpreise und die brutale Realität an der Zapfsäule

Während die Bildschirme der Händler einen Ölpreis von rund 97,50 Dollar pro Barrel Brent anzeigen, hat der Preis auf dem Papier mit der tatsächlichen Verfügbarkeit von Energie in vielen Teilen der Welt kaum noch etwas zu tun. Die Philippinen haben bereits den nationalen Notstand ausgerufen, um Treibstoff zu rationieren. Südkorea schränkt den privaten Autoverkehr ein. Slowenien hat Rationierungen eingeführt. Und der Chef von Shell warnte, dass Europa innerhalb weniger Tage mit Treibstoffengpässen rechnen müsse.

Irans Parlamentssprecher Ghalibaf, mit dem die USA derzeit verhandeln, brachte es mit beißender Ironie auf den Punkt: Man sei sich durchaus bewusst, was auf dem „Papier-Ölmarkt" geschehe, einschließlich der Firmen, die angeheuert würden, um Öl-Futures zu beeinflussen. Ob man allerdings daraus „echten Treibstoff" an der Zapfsäule machen könne – oder vielleicht sogar „Gasmoleküle drucken" – das bleibe abzuwarten.

Die Straße von Hormus: Irans neues Mauttor

Iran hat erklärt, dass „nicht-feindliche" Schiffe die Straße von Hormus passieren dürften, sofern sie sich mit Teheran koordinierten. Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Krise sei damit im Wesentlichen vorbei. Doch der Teufel steckt im Detail: De facto hätte Iran damit die Kontrolle über eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt übernommen – als eine Art Mautstraße. Nur die USA und Israel gelten als „feindlich", und diese nutzen die Meerenge ohnehin nicht direkt. Doch hat sich an den tatsächlichen Energieflüssen irgendetwas geändert? Wohl kaum.

Maximalforderungen auf beiden Seiten

Die Ausgangspositionen beider Seiten könnten kaum weiter auseinanderliegen. Washington bietet einen einmonatigen Waffenstillstand an – unter Bedingungen, die einer bedingungslosen Kapitulation Teherans gleichkommen. Iran soll demnach seine nuklearen Fähigkeiten vollständig abbauen, auf Atomwaffen für immer verzichten, die Urananreicherung einstellen, sein angereichertes Uran an die IAEA übergeben, die Anlagen in Natanz, Isfahan und Fordow zerstören, der IAEA uneingeschränkten Zugang gewähren, die Finanzierung seiner Stellvertreter-Milizen einstellen, sein Raketenprogramm auf reine Verteidigung beschränken und die Straße von Hormus offenhalten. Im Gegenzug böten die USA Unterstützung für ein ziviles Atomprogramm in Buschehr und die Aufhebung aller Sanktionen.

Teherans Gegenforderungen lesen sich wie aus einer anderen Galaxie: eine offizielle Entschuldigung der USA, Reparationszahlungen für Kriegsschäden, Garantien gegen künftige amerikanische oder israelische Militäraktionen, den Abzug aller US-Militärbasen aus der Region, keinerlei Einschränkungen des Raketenprogramms, keine Änderung der Stellvertreter-Politik und – als Krönung – die formelle Kontrolle über die Straße von Hormus. Wo, so fragt man sich zu Recht, liegt hier der Raum für einen tragfähigen Kompromiss?

Trumps mysteriöses „Geschenk" aus Teheran

Besonders rätselhaft mutet an, was Präsident Trump als ein „Geschenk von enormem Wert" bezeichnete, das Iran den USA gemacht habe – nicht nuklearer, sondern energiebezogener Natur. Was genau damit gemeint sein könnte, bleibt Spekulation. Trump deutete an, er verhandle „mit den richtigen Leuten" – was im Umkehrschluss bedeutet, dass es auch die „falschen Leute" gibt. Die iranische Führung ist offenkundig gespalten, was jeden möglichen Deal von vornherein fragil macht. Wer heute einen Vertrag unterschreibt, kann morgen von einer Fraktion torpediert werden, die über Drohnen und Raketen verfügt.

Europa zwischen Energiekrise und ideologischer Sturheit

Während die Welt am Rande eines Energieabgrunds balanciert, leistet sich die EU den Luxus ideologischer Prinzipientreue. Brüssel erklärte, man werde weder das russische Gasverbot rückgängig machen noch die grüne Transformation verlangsamen – trotz der aktuellen Krise. Immerhin: Ein Importverbot für russisches Öl ist plötzlich von der kurzfristigen Agenda verschwunden. Ein seltener Moment pragmatischer Vernunft in einer Organisation, die sich allzu oft in regulatorischen Luftschlössern verliert.

Bemerkenswert ist auch, was sich in der europäischen Industrielandschaft verschiebt. Volkswagen verhandelt mit dem israelischen Hersteller des Iron-Dome-Raketenabwehrsystems darüber, in einem seiner Werke statt Autos künftig Raketenabwehrsysteme zu produzieren. Wenn das kein Zeichen der Zeit ist! Der einstige Stolz der deutschen Automobilindustrie erwägt den Schwenk zur Rüstungsproduktion – ein Paradigmenwechsel, der die tektonischen Verschiebungen in der politischen Ökonomie Europas schonungslos offenlegt.

Dänemark und der Rechtsruck in Europa

In Dänemark gewann die sozialdemokratische Ministerpräsidentin zwar ihre vorgezogene Neuwahl mit 38 Prozent, doch die rechte Dänische Volkspartei legte auf 16 Prozent zu. Ein Trend, der sich quer durch Europa zieht und den politischen Eliten in Brüssel schlaflose Nächte bereiten dürfte. Die Bürger haben offenbar genug von einer Politik, die ihre Sorgen ignoriert und stattdessen ideologische Projekte vorantreibt. Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, ob sie die richtigen Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit findet – oder ob sie lediglich die Fehler der Vorgängerregierung in neuem Gewand fortsetzt.

Welthandel am seidenen Faden

Die USA erwägen offenbar, die Welthandelsorganisation WTO nach eigenen Vorstellungen zu reformieren, statt sie schlicht zu ignorieren. Doch all diese institutionellen Überlegungen verblassen angesichts der harten Realität: Ohne Bunkertreibstoff keine Schiffe, ohne Schiffe keine Fracht, ohne Fracht kein Welthandel. Die Straße von Hormus ist der Flaschenhals, an dem sich das Schicksal der globalen Wirtschaft entscheidet. Und genau dort stehen sich zwei Mächte gegenüber, die beide behaupten, bereits gewonnen zu haben.

Für den deutschen Bürger bedeutet diese Gemengelage vor allem eines: Unsicherheit. Unsicherheit bei den Energiepreisen, Unsicherheit bei der Versorgungssicherheit, Unsicherheit bei der geopolitischen Stabilität. In solchen Zeiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Sachwerte. Während Papiermärkte und digitale Kurse wild schwanken, bleibt Gold als Krisenwährung seit Jahrtausenden ein verlässlicher Anker. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios zu betrachten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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