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Kettner Edelmetalle
23.09.2026
12:49 Uhr
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VW-Showdown in Hannover: Wackeln jetzt Emden, Zwickau und Hannover?

VW-Showdown in Hannover: Wackeln jetzt Emden, Zwickau und Hannover?
Symbolbild: KI-generiert

Am 30. September treffen sich Volkswagen, die IG Metall und der Betriebsrat in Hannover zum Krisengipfel. Auf dem Prüfstand steht der Zukunftstarifvertrag von 2024 und damit die Frage, ob die Werke Emden, Zwickau und Hannover eine Zukunft haben. Für Zehntausende Familien in drei Bundesländern steht viel auf dem Spiel.

Medienberichten zufolge, die sich auf Verhandlungskreise berufen, geht es vor allem um die Zusagen für diese drei Standorte. Deren Auslastung mit neuen Modellen könne VW derzeit nicht garantieren. Offiziell schweigen alle Beteiligten zu dem Termin.

Die Gewerkschaft zieht die Notbremse

Freiwillig kommt der Termin nicht zustande. Mitte September haben IG Metall und Betriebsrat die Revisionsklausel des Vertrags gezogen und das Gespräch damit erzwungen. Die Klausel erlaubt beiden Seiten einmal pro Quartal eine Überprüfung, wenn sich die wirtschaftliche Lage verändert hat. Kommt es zum Streit, kann eine Schlichtungsstelle angerufen werden.

IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger formulierte die Forderung laut Berichten unmissverständlich:

„Wir fordern das Unternehmen auf, an den Tisch zu kommen und uns zu erklären, wie der Tarifvertrag eingehalten wird."

Gekündigt sei die Vereinbarung damit ausdrücklich nicht, betonte Gröger. Betriebsratschefin Daniela Cavallo legte nach. Ein Vertrag lasse sich nicht einfach beiseiteschieben, sagte sie: „Jetzt muss der Vorstand liefern."

Blumes Rotstift: Der nächste Kahlschlag

Ausgelöst hat den Konflikt Konzernchef Oliver Blume. Sein Management hatte zuvor einen nochmals verschärften Sparkurs vorgelegt, den der Aufsichtsrat Anfang September einstimmig abgesegnet hat. Die Überkapazitäten in Europa sollen weg. Berichten zufolge stehen bis zu 60.000 weitere Stellen zur Disposition, andere Meldungen nennen rund 50.000.

Dabei ist die erste Welle noch gar nicht verdaut. Schon 2024 hatten Unternehmen und Arbeitnehmer den Abbau von 50.000 Jobs vereinbart, 35.000 davon bei der deutschen Volkswagen AG. Im Gegenzug sagte der Vorstand damals eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2030 und neue Modelle für Emden, Zwickau und Hannover zu. Genau diese Zusagen wirken heute wie ein Versprechen mit Verfallsdatum.

Blume selbst machte zuletzt kein Geheimnis aus der Lage:

„Die Wahrheit ist auch, dass wir heute für die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm in den 30er-Jahren noch keine wettbewerbsgerechte Belegung bestätigen können."

Ein Geschäftsmodell am Ende?

„Unser über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell funktioniert heute nicht mehr", räumte der Konzernchef bereits im Sommer ein. Er verwies auf Zölle, Handelsbarrieren und geopolitische Risiken. Hinzu kommt die Konkurrenz aus China. Cavallo zufolge wird sie in ihrem Heimatmarkt massiv subventioniert und kann deshalb Preise aufrufen, bei denen Europas Hersteller nicht mithalten.

Wie weit der Umbruch reicht, zeigt Osnabrück. Dort wollen das Land Niedersachsen und ein Finanzinvester das Werk übernehmen, künftig soll dort Rüstung statt Cabrios gebaut werden. Das ist der Autostandort Deutschland im Jahr 2026.

Die Verantwortung liegt nicht nur in Wolfsburg

Viele Beobachter sehen die Schuld nicht allein beim Management. Hohe Energiepreise, ausufernde Bürokratie und eine von Brüssel verordnete Elektro-Wende haben den Standort aus ihrer Sicht über Jahre geschwächt. Cavallos Ruf nach fairen Rahmenbedingungen richtet sich deshalb auch an die Adresse von Friedrich Merz. Die schwarz-rote Koalition verteilt Milliarden aus Sondervermögen. Eine Antwort auf die Krise der deutschen Schlüsselindustrie ist sie bislang schuldig geblieben.

Was jetzt auf dem Spiel steht

Der 30. September wird zeigen, ob die Garantien von 2024 noch etwas wert sind. Wenn Deutschlands größter Industriekonzern selbst vertraglich zugesicherte Werke infrage stellen muss, ist das ein Warnsignal für die gesamte Volkswirtschaft. Wer sein Erspartes in solchen Zeiten absichern will, setzt oft auf Werte, die kein Vorstand und kein Tarifvertrag entwerten kann. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine solche Rolle übernehmen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertanlagen. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen selbst die Verantwortung.

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