Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
31.01.2026
08:16 Uhr

Voigts verzweifelter Kampf um den Doktortitel: Juristen sehen kaum Chancen

Voigts verzweifelter Kampf um den Doktortitel: Juristen sehen kaum Chancen

Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) greift nach dem letzten Strohhalm. Nachdem ihm die Technische Universität Chemnitz seinen Doktortitel wegen Plagiatsvorwürfen entzogen hat, zieht der Politiker nun vor Gericht. Doch renommierte Rechtsexperten bewerten diesen Schritt als wenig aussichtsreich – und sehen darin vor allem ein taktisches Manöver, um Zeit zu gewinnen.

Ein einstimmiges Urteil der Fakultät

Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Der Philosophische Fakultätsrat der TU Chemnitz hat einstimmig für den Entzug des Doktortitels gestimmt. Voigts Dissertation aus dem Jahr 2008 mit dem Titel „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry" soll erhebliche Plagiate enthalten haben. Bemerkenswert dabei: Ein zunächst beauftragtes externes Gutachten hatte den CDU-Politiker noch entlastet – doch die Universität setzte sich darüber hinweg.

Voigt selbst zeigt sich empört und wirft der Hochschule vor, nachträglich die Richtlinien zum Umgang mit Plagiatsvorwürfen geändert und rückwirkend auf seine Arbeit angewandt zu haben. Ein schwerer Vorwurf, der jedoch bei Experten auf wenig Resonanz stößt.

Top-Jurist zerpflückt Voigts Argumentation

Der anerkannte Rechtsprofessor Volker Boehme-Neßler von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg lässt an der Erfolgsaussicht der Klage keinen Zweifel. Das Argument, die Universität habe sich über ein externes Gutachten hinweggesetzt, sei schlichtweg „irrelevant", so der Experte. Schließlich entscheide über den Entzug eines Doktortitels der Fakultätsrat in eigener Verantwortung – und dieser habe einstimmig votiert.

„Die einstimmige Entscheidung ist ein Indiz dafür, dass die Entscheidung sehr sorgfältig geprüft worden ist."

Besonders pikant: In die inhaltliche Frage, ob Voigt tatsächlich plagiiert hat, werden sich die Gerichte gar nicht einmischen. Es geht lediglich um die Verfahrensfrage – ob also alles fair und nach sachlich angemessenen Kriterien ablief. Und genau dort sieht Boehme-Neßler bislang keinerlei Anhaltspunkte für einen Rechtsbruch der Universität.

Zeitspiel statt Rechtsfindung?

Warum also der Gang vor Gericht, wenn die Erfolgsaussichten derart düster erscheinen? Der Jurist hat eine klare Antwort parat: Es gehe Voigt vor allem um Zeitgewinn. Solange das Verfahren läuft, kann sich der Ministerpräsident weiterhin mit dem akademischen Titel schmücken – zumindest formal. Die Unschuldsvermutung gilt, und bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung können Jahre vergehen.

Ein Kalkül, das durchaus aufgehen könnte. Denn nach zwei Jahren Amtszeit als Ministerpräsident erwirbt man in Thüringen Anspruch auf entsprechende Pensionsbezüge. Voigt wurde am 12. Dezember 2024 ins Amt gewählt – die Uhr tickt also zu seinen Gunsten.

Ein Symptom des politischen Verfalls?

Der Fall Voigt reiht sich ein in eine lange Liste von Politikern, deren akademische Titel unter fragwürdigen Umständen erworben wurden. Von Karl-Theodor zu Guttenberg über Annette Schavan bis hin zu Franziska Giffey – die Liste der Plagiatsaffären in der deutschen Politik ist lang und beschämend. Sie wirft ein bezeichnendes Licht auf eine politische Klasse, die offenbar mehr Wert auf Titel und Fassade legt als auf echte Substanz und Integrität.

Dass ausgerechnet ein CDU-Ministerpräsident, der sich gegen den demokratisch legitimierten Wahlsieger Björn Höcke ins Amt manövriert hat, nun mit derart schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert wird, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die Bürger Thüringens haben bei der Landtagswahl 2024 ein klares Votum abgegeben – und wurden von der etablierten Politik einmal mehr ignoriert.

Die Klage Voigts mag juristisch wenig erfolgversprechend sein. Politisch jedoch erfüllt sie ihren Zweck: Sie verschafft einem angeschlagenen Ministerpräsidenten wertvolle Zeit. Ob das den Wählern in Thüringen gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Die nächste Wahl kommt bestimmt – und das Gedächtnis der Bürger ist länger, als mancher Politiker glauben mag.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen