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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
12:58 Uhr

Vetternwirtschaft in der AfD: Chrupalla räumt „Störgefühl" ein – doch wo bleibt die Konsequenz?

Die Alternative für Deutschland, jene Partei, die sich stets als Bollwerk gegen das verkrustete Establishment und dessen Selbstbedienungsmentalität inszeniert, sieht sich nun selbst mit unangenehmen Fragen konfrontiert. In Sachsen-Anhalt häufen sich Berichte über ein regelrechtes Geflecht familiärer Anstellungsverhältnisse unter AfD-Mandatsträgern. Parteichef Tino Chrupalla zeigte sich in der ARD-Talkshow bei Caren Miosga sichtlich unwohl – sprach von einem „Störgefühl" und einem gewissen „Geschmäckle". Doch reicht das?

Ein Netzwerk der besonderen Art

Was in Sachsen-Anhalt ans Licht gekommen ist, liest sich wie ein Lehrstück politischer Verflechtungen. Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Ulrich Siegmund, steht im Zentrum der Berichterstattung. Sein Vater arbeitet im Büro des Bundestagsabgeordneten Thomas Korell – für stattliche 7.725 Euro monatlich. Ein Gehalt, das manchen Facharbeiter vor Neid erblassen lassen dürfte.

Doch damit nicht genug: Die Ehefrau von Siegmunds Stellvertreter Hans-Thomas Tillschneider war zeitweise beim Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt beschäftigt. Die Eltern des Landtagsabgeordneten Matthias Büttner verdienen ebenfalls im Büro Korell ihr Geld. Und die drei Geschwister des Parlamentarischen Geschäftsführers Tobias Rausch arbeiten bei der Abgeordneten Claudia Weiss – deren Tochter wiederum für die AfD-Landtagsfraktion tätig ist. Ein Kreislauf, der an Kreativität kaum zu überbieten ist.

Siegmunds bemerkenswerte Verteidigung

Ulrich Siegmund selbst zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt. In einem Instagram-Video verteidigte er die Praxis mit einer Argumentation, die aufhorchen lässt: Vertrauen sei das Entscheidende. Der bestqualifizierte Mitarbeiter nütze ihm nichts, wenn dieser „in Wahrheit für Correctiv, die Titanic oder den Verfassungsschutz tätig" sei.

„Ich habe kein Problem damit, ein Familienmitglied anzustellen von einem anderen Abgeordneten oder Parteifreund, weil Vertrauen bei uns das Entscheidende ist."

Eine Aussage, die man durchaus als Eingeständnis werten könnte, dass bei der AfD offenbar ein tiefes Misstrauen gegenüber externen Bewerbern herrscht. Ob dies der richtige Weg ist, qualifiziertes Personal zu rekrutieren, darf bezweifelt werden.

Chrupallas Dilemma

Tino Chrupalla befindet sich in einer Zwickmühle. Einerseits kann er nicht leugnen, dass die beschriebenen Praktiken rechtlich einwandfrei sind – auch andere Parteien stellen Familienmitglieder ein. Andererseits weiß er genau, dass gerade die AfD mit dem Versprechen angetreten ist, anders zu sein als die etablierten Parteien. Das Bild von der sauberen Alternative bekommt durch solche Enthüllungen empfindliche Kratzer.

Die Frage, die sich stellt, ist simpel: Wenn selbst der Parteivorsitzende ein „Störgefühl" einräumt – warum werden dann keine Konsequenzen gezogen? Warum gibt es keine internen Richtlinien, die solche Verflechtungen zumindest einschränken? Die Antwort darauf bleibt Chrupalla schuldig.

Ein Muster, das sich wiederholt

Die deutsche Politik kennt solche Skandale zur Genüge. Von der CSU über die SPD bis hin zu den Grünen – kaum eine Partei blieb von Vorwürfen der Vetternwirtschaft verschont. Doch gerade für eine Partei, die sich als Gegenentwurf zum politischen Establishment versteht, wiegen solche Vorwürfe besonders schwer. Die Wähler, die der AfD ihr Vertrauen schenken, erwarten zu Recht, dass ihre Stimme nicht dazu dient, ein neues Netzwerk der Selbstbedienung zu finanzieren.

Es bleibt abzuwarten, ob die AfD aus dieser Affäre die richtigen Schlüsse zieht – oder ob sie sich mit dem Verweis auf die Legalität der Praktiken zufriedengibt. Letzteres wäre ein fatales Signal an jene Bürger, die sich von dieser Partei einen echten Politikwechsel erhofft haben.

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