
Valentinstag wird zum Luxusgut: Pralinen fast 18 Prozent teurer als im Vorjahr
Wer seiner Liebsten am 14. Februar eine Freude machen wollte, musste in diesem Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine unmissverständliche Sprache – und sie erzählen eine Geschichte, die weit über den Valentinstag hinausreicht. Eine Geschichte von galoppierender Inflation, die den deutschen Bürgern das Leben systematisch verteuert.
Pralinen als Inflationsbarometer
Satte 17,8 Prozent mehr mussten Verbraucher 2025 für Pralinen hinblättern als noch im Vorjahr. Fast ein Fünftel Preisaufschlag – für ein Produkt, das einst als erschwingliche Geste der Zuneigung galt. Schnittblumen verteuerten sich um 5,3 Prozent. Und wer statt materieller Geschenke lieber gemeinsam essen gehen wollte, wurde ebenfalls nicht verschont: Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und Bars stiegen um 3,6 Prozent. All das wohlgemerkt bei einer offiziellen Gesamtinflationsrate von „nur" 2,2 Prozent.
Man fragt sich unwillkürlich: Wie aussagekräftig ist eigentlich dieser vielzitierte Warenkorb, wenn die Dinge des täglichen Lebens – und sei es nur ein bescheidener Strauß Blumen – derart davongaloppieren?
Der Fünf-Jahres-Vergleich offenbart das wahre Ausmaß
Noch erschreckender wird das Bild, wenn man den mittelfristigen Zeitraum betrachtet. Seit 2020 haben sich Pralinen um unfassbare 41,7 Prozent verteuert. Schnittblumen kosten 38,2 Prozent mehr, ein Restaurantbesuch schlägt mit einem Plus von 31,8 Prozent zu Buche. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 21,9 Prozent – was bereits für sich genommen eine dramatische Zahl darstellt.
Diese Entwicklung ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis einer verfehlten Wirtschafts- und Energiepolitik, die Deutschland in den vergangenen Jahren an den Rand seiner Leistungsfähigkeit gebracht hat. Explodierende Energiekosten, eine überbordende Bürokratie und eine Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die jahrelang die Notenpresse laufen ließ, als gäbe es kein Morgen – all das schlägt sich nun gnadenlos in den Preisen nieder.
Die schleichende Enteignung der Mittelschicht
Was sich an Valentinstagsgeschenken exemplarisch zeigt, ist in Wahrheit ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Kaufkraft des Euro schmilzt dahin wie Schokolade in der Sommersonne. Während die Politik nicht müde wird, neue Sondervermögen – man könnte auch ehrlich „Schulden" sagen – in Höhe von 500 Milliarden Euro aufzutürmen, zahlt der einfache Bürger die Zeche. Jeden Tag. An der Supermarktkasse, beim Floristen, im Restaurant.
Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet Pralinen den stärksten Preisanstieg verzeichnen. Der weltweite Kakaopreis hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, getrieben durch Missernten und Spekulationen. Doch die Weitergabe solcher Kostensteigerungen an den Endverbraucher wird durch die ohnehin angespannte Inflationslage in Deutschland noch verschärft. Ein funktionierender Wirtschaftsstandort mit niedrigen Energiekosten und einer stabilen Währung könnte solche Schocks besser abfedern. Deutschland kann das offenbar nicht mehr.
Wer sein Vermögen vor dieser schleichenden Entwertung schützen möchte, sollte über physische Edelmetalle als Beimischung im Portfolio nachdenken. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihre Kaufkraft bewahrt – ganz im Gegensatz zum Euro, der in nur fünf Jahren über ein Fünftel seines Wertes eingebüßt hat. Als krisensichere Anlage zur Vermögenssicherung bleiben Edelmetalle eine bewährte Säule in jedem breit aufgestellten Anlageportfolio.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, bei Bedarf einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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