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US-Verbraucher atmen auf: Doch die Angst vor der KI-Blase wächst!

US-Verbraucher atmen auf: Doch die Angst vor der KI-Blase wächst!
Symbolbild: KI-generiert

Überraschung aus Ann Arbor: Die Stimmung der amerikanischen Verbraucher hat sich im November spürbar aufgehellt. Der vorläufige Konsumklimaindex der University of Michigan stieg auf 51 Punkte, nachdem er im Oktober noch bei 48 Zählern gelegen hatte. Von Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein. Das Barometer liegt nur knapp über den Rekordtiefs, und unter den Befragten macht sich ein neues Gespenst breit: die Furcht vor einer platzenden KI-Blase.

Volkswirte auf dem falschen Fuß erwischt

Die Profis hatten anders gerechnet. Laut einer Bloomberg-Umfrage erwarteten Ökonomen im Mittel ein Verharren bei 48 Punkten. Stattdessen gab es ein Plus von rund drei Zählern, den höchsten Wert seit drei Monaten.

Die Erholung zog sich durch die beiden Teilbereiche. Die Einschätzung der aktuellen Lage kletterte auf 51,0 Punkte, die Erwartungen auf 50,9. Prognostiziert waren 47,0 beziehungsweise 49,0. Die eigene Finanzlage bewerteten die Befragten so gut wie seit vier Monaten nicht mehr. Und die Kaufbereitschaft für langlebige Güter wie Autos oder Waschmaschinen erholte sich von einem historischen Tiefpunkt.

Ein Grund zum Jubeln? Wohl kaum. Selbst zu Beginn der 1980er-Jahre, als die US-Inflation zeitweise zweistellige Raten erreichte, lag die Stimmung zeitweise kaum schlechter als heute.

Die Unabhängigen retten die Statistik

Bemerkenswert ist, wer die Wende trägt. Den Daten zufolge verbesserte sich die Stimmung vor allem unter parteiunabhängigen Amerikanern. Bei ihnen erreichte sie den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Bei Demokraten und Republikanern dagegen trübte sich die Laune in den Tagen vor den Zwischenwahlen ein. Die Befragung lief vom 20. Oktober bis zum 2. November.

Die Wahl selbst geriet nach Medienberichten zu einem deutlichen Sieg der Demokraten. Beobachter sehen darin vor allem eine Abrechnung mit den Lebenshaltungskosten. Lebensmittel, Benzin und Wohnen sind für viele US-Haushalte zur Dauerbelastung geworden.

Teuerung frisst den Wohlstand

Rund 57 Prozent der Befragten gaben ungefragt an, dass hohe Preise ihren Lebensstandard schmälern. Einen höheren Wert gab es zuletzt im Mai. Dabei sieht die US-Wirtschaft auf dem Papier robust aus: kräftiges Wachstum, kaum Entlassungen. Doch die Preise laufen den Löhnen davon. Ein vertrautes Muster, das auch deutsche Sparer nur zu gut kennen.

Immerhin gingen die Inflationserwartungen leicht zurück. Für die kommenden zwölf Monate rechnen die Verbraucher mit einer Teuerung von 4,3 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vormonat. Langfristig, also über fünf bis zehn Jahre, erwarten sie 3,4 Prozent statt zuvor 3,5 Prozent. Das liegt weiterhin klar über dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank.

Reiche Anleger werden nervös

Die vielleicht brisanteste Erkenntnis lieferte Umfrageleiterin Joanne Hsu selbst. Aus den Kommentaren der Verbraucher spreche eine wachsende Sorge vor einer möglichen KI-Blase, erklärte sie.

„The personal finances of consumers with the largest stock portfolios dropped 12% this month to their lowest reading since April, likely due to agitation in stock values in recent weeks, while all other wealth groups saw modest improvements.“

Übersetzt heißt das: Ausgerechnet die Haushalte mit den größten Aktiendepots bewerten ihre Finanzen so schlecht wie seit April nicht mehr, ein Minus von 12 Prozent binnen eines Monats. Hsu führt das auf die jüngsten Turbulenzen an der Börse zurück. Wer jahrelang auf die KI-Euphorie gesetzt hat, merkt nun, wie schnell Buchgewinne schmelzen können.

Fazit: Gold als ruhender Pol

Hartnäckige Inflation, nervöse Aktienmärkte und politische Umbrüche in Washington: Das ist eine Mischung, die nach Absicherung verlangt. Der Goldpreis notierte laut Marktberichten am Freitagnachmittag bei rund 4.050 US-Dollar je Feinunze. Physisches Gold und Silber können aus Sicht unserer Redaktion als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio helfen, Vermögen gegen Kaufkraftverlust und Börsenbeben abzusichern. Das gilt gerade dann, wenn die nächste Blase womöglich schon prall gefüllt ist.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich.

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