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06.01.2026
22:58 Uhr

Ukraine-Friedensplan: Washington verkündet Durchbruch bei Sicherheitsgarantien

Ukraine-Friedensplan: Washington verkündet Durchbruch bei Sicherheitsgarantien

Die diplomatischen Räder drehen sich mit bemerkenswerter Geschwindigkeit. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach dem Pariser Gipfeltreffen der sogenannten „Koalition der Willigen" verkündet, dass die Planungen für Sicherheitsgarantien zugunsten der Ukraine „weitgehend abgeschlossen" seien. Eine Nachricht, die aufhorchen lässt – denn sie könnte das Ende eines Konflikts einläuten, der Europa seit Jahren in Atem hält.

Trumps Friedensdiplomatie zeigt erste Früchte

Was die europäischen Regierungen in Jahren nicht zustande brachten, scheint die Trump-Administration nun in wenigen Monaten zu bewerkstelligen. „Die Menschen in der Ukraine müssen wissen, dass wenn der Krieg beendet ist, dass es dann für immer ist", erklärte Witkoff am Dienstag in Paris. Eine klare Ansage, die den Ukrainern Hoffnung auf dauerhaften Frieden geben soll.

Der zweite US-Gesandte Jared Kushner bezeichnete das Treffen als „wichtigen Meilenstein". Es gebe nun „echte Schutzmechanismen", um sicherzustellen, dass die Ukraine nicht erneut angegriffen werde. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Fortschritte offenbar auf direkten Gesprächen zwischen Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin basieren.

Die heikle Territorialfrage bleibt offen

Doch bei aller Euphorie bleibt ein gewaltiger Elefant im Raum. Witkoff räumte ein, dass die Frage nach einer möglichen Aufgabe von Gebieten durch die Ukraine noch nicht geklärt sei. Er bezeichnete dies als „besonders kritisches Thema" – eine diplomatische Untertreibung, wenn man bedenkt, welche emotionale und strategische Bedeutung die besetzten Territorien für Kiew haben.

Hier zeigt sich die Realpolitik in ihrer ganzen Härte. Während europäische Politiker jahrelang von maximalistischen Positionen träumten, scheint Washington einen pragmatischeren Ansatz zu verfolgen. Ob dies letztlich zum Erfolg führt, wird die Geschichte zeigen.

Europa am Scheideweg

Für Deutschland und die EU stellt sich nun die unbequeme Frage: Welche Rolle spielen wir eigentlich noch in diesem Konflikt? Während die Große Koalition unter Kanzler Merz sich mit innenpolitischen Baustellen herumschlägt, gestaltet Washington die geopolitische Landschaft Europas neu. Die milliardenschweren Waffenlieferungen aus deutschen Steuermitteln könnten sich als teures Lehrgeld erweisen, wenn am Ende doch ein Kompromissfrieden steht.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die amerikanischen Sicherheitsgarantien tatsächlich substanziell sind – oder ob es sich lediglich um diplomatische Luftblasen handelt. Eines steht jedoch fest: Die Zeiten, in denen Europa seine Sicherheitsarchitektur selbst bestimmen konnte, scheinen endgültig vorbei zu sein.

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