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15.04.2026
10:00 Uhr

Trumps Zollpolitik: Finanzminister kündigt Rückkehr der Strafzölle bis Juli an

Trumps Zollpolitik: Finanzminister kündigt Rückkehr der Strafzölle bis Juli an

Kaum hat der Supreme Court der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump einen empfindlichen Dämpfer verpasst, da rüstet sich die Administration bereits für den nächsten Anlauf. US-Finanzminister Scott Bessent stellte bei einer Veranstaltung des Wall Street Journal in Washington unmissverständlich klar: Die Zölle sollen bis Anfang Juli wieder auf dem alten Niveau sein. Man habe zwar einen „Rückschlag" vor dem Obersten Gerichtshof erlitten – doch aufgeben? Davon könne keine Rede sein.

Der juristische Umweg über Section 301

Was zunächst wie eine Niederlage für die Trump-Administration aussah, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als bloßer Umweg. Das höchste Gericht der Vereinigten Staaten hatte geurteilt, dass der Einsatz von Notstandsbefugnissen zur Einführung der bisherigen Zölle verfassungswidrig gewesen sei. Ein herber Schlag – aber keiner, der Trump dauerhaft aufhalten dürfte. Denn die Regierung greift nun auf ein bewährtes Instrument zurück: Untersuchungen gemäß Section 301 des Trade Act. Diese Befugnisse wurden bereits gerichtlich geprüft und gelten als rechtlich deutlich robuster.

Konkret hat Trump mehrere solcher Untersuchungen eingeleitet. Sie betreffen unter anderem industrielle Überkapazitäten anderer Länder sowie Praktiken der Zwangsarbeit – Themen, die in den kommenden Monaten als Begründung für neue Zollerhebungen dienen könnten. Nach dem Supreme-Court-Urteil hatte Trump übergangsweise einen pauschalen Zoll von zehn Prozent auf zahlreiche Importe verhängt. Diese Maßnahme läuft am 24. Juli aus – bis dahin sollen die neuen, über Section 301 begründeten Zölle stehen.

Planungssicherheit oder neue Unsicherheit?

Bessent versuchte, die Entwicklung als positives Signal für die Wirtschaft zu verkaufen. Da die Zollbefugnisse gemäß Section 301 bereits gerichtlich abgesichert seien, könnten Unternehmen nun mit der Planung und Entscheidungsfindung in Bezug auf Investitionsausgaben beginnen. Klingt beruhigend – ist es aber nur bedingt. Denn für die globalen Handelsströme, für europäische Exporteure und nicht zuletzt für den deutschen Mittelstand bedeutet diese Ankündigung vor allem eines: Die Ära der Strafzölle ist nicht vorbei, sie wird lediglich auf ein neues juristisches Fundament gestellt.

Für Deutschland und die EU, die bereits unter den im vergangenen Jahr eingeführten 20-Prozent-Zöllen auf europäische Importe leiden, verheißt dies nichts Gutes. Die deutsche Exportwirtschaft, ohnehin gebeutelt von einer schwächelnden Konjunktur und einer Bundesregierung, die sich lieber mit 500-Milliarden-Sondervermögen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt als mit der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, steht vor weiteren Belastungen.

Bessents optimistischer Blick auf die US-Wirtschaft

Der Finanzminister zeigte sich derweil bemerkenswert zuversichtlich, was die amerikanische Konjunktur betrifft. Das Wirtschaftswachstum könne in diesem Jahr durchaus über 3 bis 3,5 Prozent liegen, prognostizierte er. Gleichzeitig betonte er die rückläufige Kerninflation und schoss dabei eine bemerkenswerte Breitseite gegen die Federal Reserve: „Ich glaube, die Fed hat sich bei der Inflation geirrt, und die Kerninflation geht zurück." Die Zinsen sollten seiner Meinung nach „deutlich stärker sinken".

Doch so rosig, wie Bessent die Lage malt, ist sie bei weitem nicht. Der Inflationsbericht für März erzählt eine andere Geschichte. Die Verbraucherpreise stiegen so stark wie seit vier Jahren nicht mehr – angetrieben durch den Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts. Die Gesamtinflation kletterte deutlich nach oben, während Bessent lieber auf die Kerninflation verweist, bei der Energie- und Lebensmittelpreise elegant ausgeklammert werden. Ein rhetorischer Taschenspielertrick, der an der Supermarktkasse und an der Zapfsäule wenig hilft.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Kombination aus eskalierenden Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und einer Inflation, die sich hartnäckiger hält als von vielen erwartet, schafft ein Umfeld maximaler Unsicherheit. In solchen Zeiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Anker im Portfolio. Während Aktienmärkte nervös auf jede Zoll-Schlagzeile reagieren und Anleihen unter dem Inflationsdruck ächzen, bieten Gold und Silber genau jene Stabilität, die in turbulenten Zeiten unverzichtbar ist. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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