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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
20:47 Uhr

Trumps Justizministerium torpediert größtes Kupfer-, Gold- und Silberprojekt der USA – Aktie bricht ein

Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist bittere Realität für Anleger und die amerikanische Rohstoffindustrie: Ausgerechnet die Trump-Administration, die sich stets als Schutzpatronin der heimischen Bergbaubranche inszeniert hat, blockiert nun das größte Kupfer-, Gold- und Silber-Abbauprojekt der Vereinigten Staaten. Der Grund? Lachse. Ja, Sie haben richtig gelesen.

Das Justizministerium verteidigt Bidens Umwelt-Veto

In einem 143 Seiten umfassenden Schriftsatz hat das US-Justizministerium (DOJ) am Dienstag die Entscheidung der Biden-Umweltschutzbehörde EPA aus dem Jahr 2023 verteidigt, das umstrittene Pebble-Mine-Projekt in Alaskas Bristol Bay zu blockieren. Die Begründung: Die Abwässer des Bergbaubetriebs würden inakzeptable negative Auswirkungen auf die Lachsfischerei haben. Für die Aktionäre von Northern Dynasty Minerals, dem Betreiber des Projekts, war dies ein Schlag ins Kontor – die Aktie (NAK) stürzte im Mittwochshandel um bis zu 45 Prozent ab.

Die Dimensionen des Projekts sind dabei geradezu atemberaubend. Über einen Zeitraum von 20 Jahren hätte die Pebble Mine geschätzte 6,4 Milliarden Pfund Kupfer, 7,4 Millionen Unzen Gold, 37 Millionen Unzen Silber sowie 300 Pfund Molybdän und 200.000 Kilogramm Rhenium fördern können. Metalle, die nicht nur für die nationale Sicherheit der USA von strategischer Bedeutung sind, sondern auch für die viel beschworene Energiewende als unverzichtbar gelten.

Ein politisches Ping-Pong-Spiel seit über zwei Jahrzehnten

Die Geschichte der Pebble Mine liest sich wie ein Lehrstück über die Unberechenbarkeit amerikanischer Politik. Bereits 2001 erwarb die in Vancouver ansässige Northern Dynasty Minerals die Schürfrechte für die Lagerstätte – ein gewaltiges, wenn auch niedriggradiges Erzvorkommen im Einzugsgebiet der Bristol Bay. Schon früh war klar: Hier schlummert das Potenzial für die größte Mine Nordamerikas. Doch die Lage im Quellgebiet eines der produktivsten Lachsgewässer der Welt machte das Vorhaben von Beginn an zum Politikum.

2010 leitete die Obama-EPA eine wissenschaftliche Bewertung ein. 2014 folgte ein erster Blockadeversuch unter dem Clean Water Act. Dann kam Trumps erste Amtszeit – und plötzlich schien alles möglich. Die EPA zog 2017 die Einwände zurück, 2019 wurde dieser Schritt finalisiert. Investoren jubelten. Doch die Freude währte nicht lange: Die Biden-EPA drehte das Rad 2022 erneut zurück und sprach im Januar 2023 ein endgültiges Veto aus.

Trumps zweite Amtszeit: Déjà-vu statt Durchbruch

Was Anleger und Branchenkenner nun fassungslos zurücklässt, ist die Tatsache, dass ausgerechnet Trumps eigenes Justizministerium in seiner zweiten Amtszeit die Position der Biden-Regierung verteidigt. Ron Thiessen, Präsident und CEO von Northern Dynasty, nannte den Schritt „überraschend" – was angesichts der Umstände als britisches Understatement durchgehen dürfte. Seine Warnung ist dabei durchaus ernst zu nehmen: Dieser Präzedenzfall werde von künftigen demokratischen Regierungen genutzt werden, um sämtliche Fortschritte der aktuellen pro-Bergbau-Agenda zunichtezumachen.

Die juristische Auseinandersetzung hat mittlerweile epische Ausmaße angenommen. Alaska versuchte 2023 vergeblich, den Supreme Court einzuschalten. Northern Dynasty, der Bundesstaat Alaska und die Iliamna Natives – indigene Korporationen aus der Region – reichten separate Klagen ein, die im November 2024 zusammengelegt wurden. Im Oktober 2025 legten die Kläger ihre Anträge auf summarisches Urteil vor. Die Antwort des DOJ kam nun wie ein Hammerschlag.

Was bedeutet das für den Edelmetallmarkt?

Die Blockade der Pebble Mine ist weit mehr als eine lokale Angelegenheit in Alaska. Sie ist ein Signal an die gesamte Bergbauindustrie – und ein Geschenk für den Goldpreis. Denn wenn die größte potenzielle Gold- und Silberlagerstätte der USA auf unbestimmte Zeit eingefroren bleibt, verknappt sich das Angebot weiter. In einer Welt, in der Zentralbanken weltweit ihre Goldreserven aufstocken und die geopolitischen Spannungen – von Trumps Zollkriegen bis zum Nahost-Konflikt – die Nachfrage nach sicheren Häfen befeuern, könnte diese Entscheidung den ohnehin angespannten Markt für physische Edelmetalle zusätzlich unter Druck setzen.

37 Millionen Unzen Silber und 7,4 Millionen Unzen Gold, die nun nicht auf den Markt kommen werden – zumindest nicht in absehbarer Zukunft. Für Besitzer physischer Edelmetalle ist das keine schlechte Nachricht. Ganz im Gegenteil: Jede blockierte Mine, jede verzögerte Förderung stützt den Wert dessen, was bereits in den Tresoren und Schließfächern dieser Welt liegt.

Ein Lehrstück über politische Verlässlichkeit

Diese Episode offenbart einmal mehr, wie wenig man sich auf politische Versprechen verlassen kann – egal auf welcher Seite des Atlantiks. Trump, der als Präsident der Deregulierung und des „Drill, Baby, Drill" angetreten ist, lässt sein eigenes Justizministerium ein Umwelt-Veto der Vorgängerregierung verteidigen. Man stelle sich vor, Friedrich Merz würde nach seinem Wahlkampfversprechen, keine neuen Schulden zu machen, ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringen. Oh, warten Sie – genau das ist passiert.

Die Parallelen sind frappierend. Ob in Washington oder Berlin: Politiker versprechen das eine und tun das andere. Wer sein Vermögen auf politische Zusagen baut, der baut auf Sand. Wer hingegen auf die zeitlose Wertbeständigkeit physischer Edelmetalle setzt, der hat einen Anker in stürmischen Zeiten. Gold und Silber fragen nicht nach Parteibüchern. Sie kennen keine Legislaturperioden. Und sie werden von keinem Justizministerium per Schriftsatz entwertet.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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