
Trumps Grönland-Offensive: Europas politische Elite zwischen Panik und Ratlosigkeit

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat mit seinen Ambitionen auf die arktische Insel Grönland einen Sturm der Entrüstung in Europa ausgelöst. Was auf den ersten Blick wie eine bizarre Laune des mächtigsten Mannes der Welt erscheinen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als knallhartes geopolitisches Kalkül. Denn unter dem ewigen Eis der dänischen Insel schlummern Bodenschätze von unermesslichem Wert – und Trump weiß das nur zu genau.
Das weiße Gold des Nordens
Grönland, diese gigantische Eiswüste im Nordatlantik mit gerade einmal so vielen Einwohnern wie eine mittlere deutsche Kleinstadt, ist weit mehr als nur ein touristisches Ziel für Nordlicht-Enthusiasten. Die kleine Bevölkerung, die hauptsächlich vom Fischfang lebt, sitzt buchstäblich auf einem der größten Rohstoffschätze der Erde. Sollte der mächtige Eisschild eines Tages schmelzen, würden sich ungeahnte Möglichkeiten für den Abbau seltener Erden und anderer strategisch wichtiger Ressourcen eröffnen. Hinzu kommt die geostrategische Bedeutung: Ein ganzjährig schiffbares Nordpolarmeer würde die internationale Schifffahrt revolutionieren.
Die deutsche Talkshow-Republik analysiert
Bei Maybrit Illner im ZDF wurde das Thema erwartungsgemäß in aller Ausführlichkeit zelebriert. Was dabei herauskam, war weniger eine fundierte Analyse als vielmehr eine kollektive Übung in Trump-Psychologie. Der ehemalige Grünen-Chef Omid Nouripour stellte sich tapfer an die Seite der Dänen und mutmaßte, die Grönländer wollten unbedingt zu Dänemark gehören. Eine gewagte These, wenn man bedenkt, dass die dänische Kolonialgeschichte auf der Insel alles andere als ruhmreich verlief.
Zwangssterilisierungen von Frauen, aus Familien gerissene Kinder im Namen der „Integration" – das dänische Königreich hat tiefe Wunden in der Seele der Insulaner hinterlassen. Dass die Grönländer dennoch am Status quo festhalten, hat weniger mit Zuneigung zu Kopenhagen zu tun als vielmehr mit den üppigen Sozialleistungen, die einen Großteil ihres Einkommens ausmachen.
Trumps verlockende Offerte
Der amerikanische Präsident hat verstanden, dass in dieser Welt letztlich alles seinen Preis hat. Sein Angebot ist atemberaubend: 700 Milliarden Dollar für Dänemark und knapp 100.000 Dollar für jeden einzelnen Grönländer. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, der bei Illner einmal mehr seine Dauerpräsenz unter Beweis stellte, hält einen Verkauf dennoch für „ausgeschlossen". Man solle Trump „nicht auf den Leim gehen", mahnte er zur Zurückhaltung.
Die NATO im Spannungsfeld
Militärexperte Carlo Masala, ein weiterer Stammgast der deutschen Talkshow-Landschaft, kritisierte das amerikanische Vorgehen scharf. Die USA verhielten sich, als seien sie kein Teil der NATO mehr. Der aus Washington zugeschaltete republikanernahe Politikexperte Peter Rough versuchte zu beschwichtigen: Trump wolle Grönland nicht gegen die NATO ausspielen, Europa bleibe wichtig für Amerika.
Doch die Nervosität in den europäischen Hauptstädten ist mit Händen zu greifen. Die deutsche und europäische Politik gibt eine derart schwache Figur ab, dass Trump dies kaum anders verstehen kann als eine Einladung zum Zugriff auf die strategisch bedeutsame Insel.
Die UN als zahnloser Papiertiger
Besonders aufschlussreich war der Auftritt von Annalena Baerbock, die derzeit auf Kosten des deutschen Steuerzahlers bei den Vereinten Nationen die Sitzungen der Vollversammlung leiten darf. Mit erstaunlicher Chuzpe behauptete die ehemalige Außenministerin, die Staaten in der Vollversammlung stünden für das Völkerrecht ein – ohne dabei rot zu werden.
„Die Charta der Vereinten Nationen ist kein Wunschkonzert."
Eine bemerkenswerte Aussage, wenn man bedenkt, dass in der UN-Vollversammlung so viele Staaten sitzen, die sich nicht an das Völkerrecht halten, dass man sie nicht an zwei Händen abzählen könnte. Jedem kleptokratischen Schurkenstaat wird in New York ein seriöser diplomatischer Anstrich verpasst, während die Organisation tatenlos zusieht, wie mächtige Nationen ihr eigenes Süppchen kochen.
Die Ohnmacht des Sicherheitsrats
Baerbock räumte ein, dass es durchaus militärische Optionen im Völkerrecht gebe. Allerdings brauche es dafür die Zustimmung des Sicherheitsrats, in dem Russland, die USA und China als ständige Mitglieder sitzen. Genau diese Staaten blockieren regelmäßig jede militärische Intervention, die nicht ihren eigenen Interessen dient. Was nützt das Recht, wenn es nicht durchgesetzt werden kann? Der zahnlose Papiertiger namens UN dürfte über kurz oder lang obsolet werden.
Europas Versagen wird offenbar
Die Grönland-Debatte offenbart einmal mehr die fundamentale Schwäche der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Während Trump mit der Brechstange vorgeht, verlieren sich deutsche Politiker in moralischen Appellen und völkerrechtlichen Bedenken. Die einzig verwertbare Erkenntnis dieses Talkshow-Abends: Europa hat dem amerikanischen Präsidenten wenig entgegenzusetzen außer empörter Rhetorik.
Ob Trump Grönland am Ende kauft, erobert oder ob sich alles als großes Getöse ohne konkrete Veränderung herausstellt, steht noch in den Sternen am Polarhimmel. Eines jedoch ist gewiss: Die Zeiten, in denen sich Europa hinter dem amerikanischen Schutzschild verstecken und gleichzeitig moralische Überlegenheit demonstrieren konnte, sind endgültig vorbei. Trump hat die Spielregeln geändert – und Europa steht mit leeren Händen da.
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