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Trumps Drohung an die Welt: „Wir werden uns erinnern" – Straße von Hormus wird zum geopolitischen Pulverfass

Trumps Drohung an die Welt: „Wir werden uns erinnern" – Straße von Hormus wird zum geopolitischen Pulverfass

Während der Ölpreis die magische Marke von 100 Dollar pro Barrel durchbricht und der Schiffsverkehr in einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt praktisch zum Erliegen gekommen ist, verschärft US-Präsident Donald Trump den Ton gegenüber seinen vermeintlichen Verbündeten. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Wer jetzt nicht hilft, die Straße von Hormus offenzuhalten, wird sich später nicht auf amerikanische Großzügigkeit verlassen können.

Amerikas Präsident fordert Tributzahlungen – in Form von Kriegsschiffen

An Bord der Air Force One ließ Trump am Sonntag keinen Zweifel daran, dass er die einseitige Sicherung der strategischen Meerenge für beendet erklärt. „Ich fordere, dass diese Länder kommen und ihr eigenes Territorium schützen, denn es ist ihr Territorium. Es ist der Ort, von dem sie ihre Energie beziehen", erklärte der Präsident. Besonders China nahm er ins Visier: Rund 90 Prozent der chinesischen Rohölimporte würden durch die Meerenge transportiert, während die USA lediglich auf ein bis zwei Prozent angewiesen seien. Warum also, so Trumps rhetorische Frage, sollte Washington allein die Kosten und Risiken tragen?

Peking reagierte erwartungsgemäß ausweichend. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums wiederholte lediglich die bekannte Forderung, alle Parteien mögen die militärischen Operationen sofort einstellen und eine weitere Eskalation vermeiden. Eine konkrete Zusage zur Entsendung von Kriegsschiffen? Fehlanzeige. Analysten weisen zudem darauf hin, dass China in den vergangenen zwei Jahrzehnten seine Energieversorgung systematisch diversifiziert und strategische Reserven aufgebaut habe – ein stiller Hinweis darauf, dass Peking sich weniger erpressbar fühlt, als Trump es gerne hätte.

Verbündete zeigen Trump die kalte Schulter

Besonders pikant ist die Reaktion – oder vielmehr das Ausbleiben einer Reaktion – der traditionellen US-Verbündeten. Japan erklärte durch Premierministerin Sanae Takaichi, es gebe keine Pläne, Marineschiffe in den Nahen Osten zu entsenden. Australien ließ durch seine Transportministerin Catherine King verlauten, dass Canberra keine Schiffe schicken werde. Und Neuseeland gab an, nicht einmal eine entsprechende Anfrage erhalten zu haben – das Land verfüge ohnehin nur über Treibstoffreserven für etwa 50 Tage.

Die Zurückhaltung der Alliierten dürfte Trump kaum überraschen, auch wenn er sich öffentlich empört gibt. Denn wie ein Experte des Council on Foreign Relations treffend anmerkte: Die Trump-Administration habe ihre Verbündeten in Europa und Asien vor dem militärischen Vorgehen gegen den Iran nicht einmal konsultiert. Und diese Verbündeten seien im vergangenen Jahr mit drastischen Zöllen belegt worden – 20 Prozent auf EU-Importe, um nur ein Beispiel zu nennen. Wer seine Partner erst mit Handelskriegen überzieht und dann um militärische Hilfe bittet, sollte sich über mangelnde Begeisterung nicht wundern.

Die US-Marine verweigert selbst den Geleitschutz

Besonders entlarvend ist ein Detail, das in der aufgeheizten Debatte fast untergeht: Selbst die US-Marine eskortiert derzeit keine Handelsschiffe durch die Meerenge. Berichten zufolge lehne die Navy „nahezu tägliche" Anfragen der Schifffahrtsindustrie nach Geleitschutz ab – das Risiko von Angriffen sei schlicht zu hoch. Wenn also nicht einmal die mächtigste Marine der Welt bereit ist, ihre eigenen Handelsschiffe zu schützen, mit welcher Berechtigung fordert Washington dann von anderen Nationen, genau dies zu tun?

Europa zwischen Energieabhängigkeit und strategischer Ohnmacht

Für Europa stellt sich die Lage besonders dramatisch dar. Die Straße von Hormus transportiert ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasaufkommens. Seit die EU im Zuge des Ukraine-Krieges russische Öl- und Gasimporte schrittweise verbannt hat, ist die Abhängigkeit von Lieferungen aus dem Persischen Golf massiv gestiegen. Der Kreml kommentierte die Situation mit kaum verhohlener Schadenfreude: „Die Europäer leiden selbst am meisten unter dieser Entscheidung der EU. Sie müssen viel mehr für Gas bezahlen", ließ Kreml-Sprecher Dmitri Peskow verlauten. „Sie haben sich immer über die Abhängigkeit von Russland beschwert. Jetzt haben sie eine vollständige Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten."

Man muss kein Freund des Kremls sein, um die bittere Ironie dieser Worte anzuerkennen. Die europäische Energiepolitik der vergangenen Jahre – getrieben von ideologischen Vorgaben statt von nüchterner Realpolitik – rächt sich nun in einer Weise, die selbst Pessimisten kaum für möglich gehalten hätten. Deutschland, das unter der Ampelregierung seine letzten Kernkraftwerke abschaltete und sich in eine beispiellose Energieabhängigkeit manövrierte, steht nun vor den Konsequenzen dieser Politik. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz den Mut aufbringt, diesen Kurs grundlegend zu korrigieren, bleibt abzuwarten.

Die EU diskutiert – während die Welt brennt

Die Europäische Union erwägt derweil eine Ausweitung der „Operation Aspides", die 2024 zum Schutz von Handelsschiffen gegen Huthi-Angriffe im Roten Meer eingerichtet wurde. Derzeit verfügt die Mission über gerade einmal drei Marineeinheiten. EU-Außenpolitikchefin Kaja Kallas räumte ein, dass alle Mitgliedstaaten einer Ausweitung zustimmen müssten – ein Prozess, der in der EU bekanntlich Wochen, wenn nicht Monate dauern kann. Während Brüssel also deliberiert, steht der Schiffsverkehr still und der Ölpreis klettert unaufhaltsam.

Der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich zwar grundsätzlich bereit, zur Wiedereröffnung der Meerenge beizutragen, betonte aber gleichzeitig, Großbritannien werde sich „nicht in den größeren Krieg hineinziehen lassen". Trump behauptete, Starmer habe angeboten, Flugzeugträger in die Region zu entsenden – was dieser allerdings hätte tun sollen, „bevor wir den Krieg mit dem Iran begonnen haben", wie Trump süffisant anmerkte.

Ölpreis auf Rekordjagd – und kein Ende in Sicht

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind bereits jetzt verheerend. Mit US-Rohöl bei knapp 100 Dollar und der globalen Benchmark Brent bei über 104 Dollar pro Barrel steuert die Weltwirtschaft auf eine Energiepreiskrise zu, die an die Ölschocks der 1970er Jahre erinnert. Für den deutschen Verbraucher, der ohnehin unter einer schleichenden Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten ächzt, bedeutet dies eine weitere massive Belastung. Das von der neuen Bundesregierung geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben – und explodierende Energiepreise dürften die Inflation zusätzlich anheizen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Sachwerte. Während Papiergeld an Kaufkraft verliert und geopolitische Krisen die Finanzmärkte erschüttern, haben sich Gold und Silber über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

Trumps abschließende Warnung an die Weltgemeinschaft klingt wie eine Drohung, die man ernst nehmen sollte: „Ob wir Unterstützung bekommen oder nicht, ich kann Folgendes sagen, und ich habe es ihnen gesagt: Wir werden uns erinnern." In einer Welt, in der Bündnisse zunehmend transaktional werden und alte Gewissheiten zerbröseln, ist dies mehr als bloße Rhetorik. Es ist die Ankündigung einer neuen Weltordnung, in der jeder für sich selbst sorgen muss.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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