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Kettner Edelmetalle
10.04.2026
04:30 Uhr

Trumps doppeltes Spiel: Zwischen Kriegsherr und Friedensfürst – und Europas peinliche Ohnmacht

Die Welt erlebt derzeit ein geopolitisches Schauspiel, das seinesgleichen sucht. Donald Trump, der 47. Präsident der Vereinigten Staaten, führt seine Außenpolitik mit einer Mischung aus brachialer Gewalt und geschmeidigem Dealmaking, die Freund wie Feind gleichermaßen ratlos zurücklässt. Der fragile Waffenstillstand mit dem Iran, den Trump Anfang April verkündete, ist dabei nur die jüngste Episode einer Präsidentschaft, die sich jeder konventionellen Einordnung entzieht.

Zwei Seelen wohnen in Trumps Brust

Was viele Kommentatoren nicht begreifen wollen – oder nicht begreifen können –, ist die fundamentale Dualität, die Trumps außenpolitisches Handeln antreibt. Da ist zum einen der Dealmaker, der Geschäftsmann aus Manhattan, der jeden Konflikt als Verhandlung begreift und am Ende einen Abschluss präsentieren will. Dieser Trump möchte als größter Friedenspräsident in die Geschichte eingehen. Und dann gibt es den anderen Trump: den Kommandeur, der militärische Stärke demonstriert, Eskalationssorgen beiseitewischt und amerikanische Flaggen twittert, nachdem Hellfire-Raketen ihre Ziele gefunden haben – wie seinerzeit bei der Ausschaltung des iranischen Generals Qasem Soleimani.

Beide Instinkte waren von Anfang an da. Schon im Wahlkampf 2015 versprach Trump, die „Forever Wars" im Nahen Osten zu beenden, während er gleichzeitig seine Anhänger mit markigen Sprüchen über die Vernichtung des IS anfeuerte. Hillary Clinton warnte damals vor einer Katastrophe. Die Amerikaner wählten trotzdem Trump – 2016 und, nach den desaströsen Biden-Jahren, erneut 2024.

Die Iran-Bilanz: Kein zweiter Irak – zumindest noch nicht

Die Kritiker, die bereits jetzt Parallelen zum Irak-Desaster ziehen wollen, sollten einen nüchternen Blick auf die Zahlen werfen. Dreizehn gefallene US-Soldaten im aktuellen Iran-Konflikt stehen mehr als 130 Toten bei der Irak-Invasion 2003 gegenüber – und über 4.000 im gesamten Irakkrieg. Wenn man den Pentagon-Statistiken Glauben schenken darf, und man sollte sie durchaus mit Vorsicht genießen, dann liegen 90 Prozent der iranischen Drohnen- und 80 Prozent der Raketenfabriken in Trümmern. Die iranische Marine sei zu 90 Prozent zerstört, die Luftabwehr zu 80 Prozent ausgeschaltet. Über 450 Lager für ballistische Raketen und 800 Drohnen-Depots seien vernichtet worden.

Das sind beeindruckende Zahlen – sofern sie stimmen. Entscheidend ist jedoch ein anderer Punkt: Es gibt keine permanente US-Bodenpräsenz im Iran. Kein Besatzungsregime, keine jahrelange Nation-Building-Mission, kein zweites Afghanistan. Sollte ein langfristiger Waffenstillstand zustande kommen, könnte Trump den Konflikt tatsächlich ohne die endlosen Interventionen abschließen, die seine Vorgänger in den Ruin trieben.

Das „TACO"-Meme und die Realitätsverweigerung der Kritiker

Kaum hatte Trump den Waffenstillstand verkündet, überschlugen sich die üblichen Verdächtigen mit Häme. „Trump Always Chickens Out" – Trump kneife immer – lautete das Spottmotto in den sozialen Medien. Manche wollten gar eine amerikanische Niederlage konstruieren. Doch wie absurd diese Lesart ist, wird deutlich, wenn man die Perspektive umdreht: Hätte der Iran den US-Präsidenten und das halbe Kabinett ausgeschaltet, die meisten amerikanischen Kriegsschiffe versenkt, den US-Luftraum übernommen und iranische Spezialeinheiten unbehelligt auf amerikanischem Boden landen lassen – würde dann irgendjemand ernsthaft von einer iranischen Niederlage sprechen? Wohl kaum.

Die Wahrheit ist unbequem für Trumps Gegner: Massive Machtdemonstration kombiniert mit einem schnellen Deal ist zum Markenkern dieser zweiten Amtszeit geworden. In Venezuela setzte man Nicolás Maduro fest und handelte anschließend einen Deal mit seiner Nachfolgerin aus, bei dem diese zwar im Amt blieb, aber geopolitisch vor den USA kapitulierte. Ein ähnliches Muster zeichnet sich nun im Iran ab.

Und wo bleibt Europa? Nirgends.

Was bei all dem besonders schmerzhaft ins Auge fällt, ist die vollkommene Irrelevanz Europas auf der weltpolitischen Bühne. Während Trump Fakten schafft – ob man sie nun gut oder schlecht findet –, verliert sich der alte Kontinent in Resolutionen, Verurteilungen und wohlfeilen Statements. Bundeskanzler Friedrich Merz bat die Bürger kürzlich um „Unterstützung" und zeigte sich offen für Gewinnabschöpfungen bei Ölkonzernen – ein Pressestatement, das vor allem eines war: ein hilfloses „Ich bin noch da!" ohne jede Substanz.

Die europäischen Bündnispartner haben im Iran-Konflikt den US-Einsatz teilweise sogar aktiv behindert. Trump reagierte entsprechend verstimmt und drohte der NATO erneut über Truth Social. Kann man es ihm verdenken? Jahrzehntelang haben sich europäische Staaten – allen voran Deutschland – hinter dem amerikanischen Schutzschild versteckt, die eigene Verteidigung sträflich vernachlässigt und sich stattdessen in moralischer Überlegenheit gesonnt. Dass diese Rechnung irgendwann präsentiert wird, hätte niemanden überraschen dürfen.

Das Ende der Völkerrechts-Illusion

Was in diesem „Zeitalter Trump" tatsächlich zu Ende geht, ist der naive Glaube, dass internationale Geopolitik nach dem Maßstab eines abstrakten Völkerrechts funktioniert und nicht durch die ganz realen Interessen, Ambitionen und Fähigkeiten der Staaten und ihrer Anführer getrieben wird. Autoritäre Mächte wie Russland und China kleiden ihre Ambitionen zwar gerne in das Gewand eben jenes Völkerrechts, das in Europa so enthusiastisch gefeiert wird – aber am Ende vertreten auch sie knallhart ihre Interessen. Niemand sollte sich einreden, dass es Putin in der Ukraine um die Bekämpfung einer angeblichen „Nazi-Ideologie" des jüdischen Präsidenten Selenskyj geht. Ebenso wenig geht es China in Taiwan um „territoriale Unverletzlichkeit" eines Gebiets, das die Volksrepublik nie kontrolliert hat.

Die eigentliche Lehre aus Trumps Außenpolitik ist daher so simpel wie unbequem: Es gewinnt, wer mit den realen Machtverhältnissen umzugehen weiß – nicht, wer die schönsten Resolutionen verfasst. Für Deutschland, das sich unter der neuen Großen Koalition gerade ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen leistet und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, statt in echte militärische Stärke und strategische Unabhängigkeit zu investieren, ist das eine bittere Erkenntnis. Denn in einer Welt, in der Trumps Instinkte die Richtung vorgeben, ist Europas Ohnmacht nicht nur peinlich – sie ist gefährlich.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und einer sich rapide verändernden Weltordnung erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt absichern möchte, tut gut daran, auf bewährte Sachwerte zu setzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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