
Trump empfängt venezolanische Oppositionsführerin Machado im Weißen Haus

In einer bemerkenswerten Wendung der venezolanischen Krise hat US-Präsident Donald Trump die Oppositionsführerin María Corina Machado zu einem Treffen ins Weiße Haus eingeladen. Das Gespräch findet vor dem Hintergrund dramatischer Entwicklungen statt, die das südamerikanische Land in seinen Grundfesten erschüttern.
Eine Frau zwischen Hoffnung und Skepsis
"Sie ist eine sehr nette Frau", erklärte Trump gegenüber Reuters in einem Interview. "Ich denke, wir werden einfach über grundlegende Dinge sprechen." Diese scheinbar beiläufige Bemerkung verbirgt jedoch die komplexe Gemengelage, die sich in Venezuela abspielt. Machado, die ursprünglich selbst gegen den autoritären Machthaber Nicolás Maduro antreten wollte, wurde vom Regime kurzerhand von der Wahl ausgeschlossen. Ein klassisches Manöver totalitärer Systeme, das man auch aus anderen Teilen der Welt nur zu gut kennt.
Die Vereinigten Staaten hatten bereits 2024 unmissverständlich klargestellt, dass Maduro die Präsidentschaftswahl gegen Machados Partei verloren habe. Der damalige Außenminister Antony Blinken formulierte es deutlich: Angesichts der überwältigenden Beweislage sei es für die USA und vor allem für das venezolanische Volk offensichtlich, dass Edmundo González Urrutia die meisten Stimmen bei der Wahl am 28. Juli 2024 erhalten habe.
Maduros spektakulärer Sturz
Das Treffen zwischen Trump und Machado erfolgt nach einer beispiellosen Operation, bei der US-Streitkräfte Maduro aus der Hauptstadt Caracas gefangen nahmen. Der gestürzte Diktator sieht sich nun in einem US-Bundesgericht mit schwerwiegenden Anklagen konfrontiert – darunter Narkoterrorismus, Verschwörung, Drogenhandel und Geldwäsche. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Maduro bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Interessanterweise bezeichnet die offizielle Präsidentschaftswebsite Venezuelas Maduro weiterhin als "venezolanischen Präsidenten" und fordert seine Freilassung. Delcy Rodríguez, die als "amtierende Präsidentin" fungiert, führt gemeinsam mit Maduros innerem Zirkel die Regierungsgeschäfte weiter.
Trumps pragmatischer Ansatz
Der US-Präsident zeigte sich nach einem "langen Gespräch" mit Rodríguez optimistisch. "Ich denke, wir kommen sehr gut mit Venezuela aus", erklärte er gegenüber Reportern. Diese erste direkte Kommunikation seit Maduros Sturz deutet auf einen pragmatischen Kurs Washingtons hin. Rodríguez hat derweil begonnen, politische Gefangene des alten Regimes freizulassen – ein Zeichen des guten Willens oder schlicht politisches Kalkül?
Machados fragliche Führungsrolle
Trotz des Treffens hat Trump Machados Autorität und Glaubwürdigkeit als potenzielle Führungsfigur öffentlich in Frage gestellt. Nur Stunden nach Maduros Gefangennahme äußerte er Zweifel: "Es wäre sehr schwierig für sie, die Führerin zu sein. Sie hat weder die Unterstützung noch den Respekt im Land."
Machado, deren Aufenthaltsort seit Anfang 2025 weitgehend unbekannt war, nachdem sie in Caracas kurzzeitig festgenommen worden war, erhielt im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis. Ihr Angebot, diesen mit Trump zu teilen, wurde vom Nobelinstitut jedoch abgelehnt.
Die Entwicklungen in Venezuela zeigen einmal mehr, wie entschlossenes Handeln autoritäre Regime ins Wanken bringen kann. Ob Machado tatsächlich die richtige Person ist, um das gebeutelte Land in eine demokratische Zukunft zu führen, bleibt abzuwarten. Trumps nüchterne Einschätzung ihrer Führungsqualitäten lässt jedenfalls vermuten, dass Washington bereits alternative Szenarien durchspielt.
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