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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
20:51 Uhr

Trump droht Irak mit wirtschaftlicher Vernichtung: Sanktionskeule gegen unliebsamen Premierminister

Die geopolitische Bühne des Nahen Ostens liefert einmal mehr ein Schauspiel, das an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist – und zugleich die brutale Realität amerikanischer Machtpolitik offenlegt. US-Präsident Donald Trump hat dem Irak unmissverständlich gedroht: Sollte der ehemalige Premierminister Nouri al-Maliki für eine dritte Amtszeit gewählt werden, werde Washington vernichtende Sanktionen gegen das Land verhängen. Eine Drohung, die man durchaus als diplomatischen Vorschlaghammer bezeichnen darf.

Washingtons Drohkulisse: Vom Ölhandel bis zur Zentralbank

Die Botschaft, die über den US-Geschäftsträger Joshua Harris an die irakische Koordinationsallianz (CF) übermittelt worden sein soll, liest sich wie ein wirtschaftliches Todesurteil. Laut einem anonymen Regierungsberater in Bagdad umfasse das Drohszenario Maßnahmen gegen die staatliche Ölvermarktungsorganisation SOMO, die irakische Zentralbank sowie den Sicherheits- und Diplomatie-Sektor. Konkret könnte Washington den irakischen Ölverkauf einschränken, den Zugang Bagdads zu US-Dollar beschneiden und gezielt Banken ins Visier nehmen. Der Berater warnte, dies könnte einen „nahezu vollständigen Stillstand des Außenhandels" auslösen und die Auszahlung von Gehältern im öffentlichen Dienst massiv gefährden.

Trump selbst ließ auf seiner Plattform Truth Social keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit: Wegen Malikis „wahnsinniger Politik und Ideologien" werde Amerika dem Irak nicht mehr helfen, sollte dieser gewählt werden. Ohne amerikanische Unterstützung habe der Irak „null Chancen auf Erfolg, Wohlstand oder Freiheit". Sein Schlachtruf: „MAKE IRAQ GREAT AGAIN!"

Maliki trotzt – vorerst

Der ehemalige Premierminister zeigt sich bislang unbeeindruckt. In einem Interview erklärte Maliki, ein Rückzug unter ausländischem Druck würde einen „gefährlichen Präzedenzfall schaffen und die nationale Souveränität untergraben". Er werde nur dann zurücktreten, wenn die schiitisch geführte Koordinationsallianz, die ihn nominiert habe, dies formell von ihm verlange. Die amerikanischen Drohungen bezeichnete er schlicht als „Druckmittel".

Doch hinter den Kulissen bröckelt die Geschlossenheit offenbar bereits. Ein Mitglied der Allianz soll eingeräumt haben, dass niemand den „Zusammenbruch des politischen Systems riskieren" wolle, sollte Washington seine Drohungen wahrmachen. Die Angst vor den wirtschaftlichen Konsequenzen scheint größer zu sein als die Solidarität mit dem Kandidaten.

Die bittere Ironie der Geschichte

Was bei dieser Episode besonders ins Auge sticht, ist die historische Dimension. Es waren die Vereinigten Staaten selbst, die unter George W. Bush mit dem Sturz Saddam Husseins die Büchse der Pandora öffneten. Hussein und seine säkulare Baath-Partei hatten – bei all ihrer Brutalität – eines verhindert: die Dominanz pro-iranischer schiitischer Kräfte im Irak. Mit der Beseitigung dieses Machtfaktors übergab Washington das Land faktisch an genau jene Kräfte, die es nun mit aller Macht zurückdrängen will. Man erntet, was man sät – eine Binsenweisheit, die in den Korridoren des Weißen Hauses offenbar noch nicht angekommen ist.

Der Irak, ein Land mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit, gravitiert naturgemäß in Richtung Iran. Dies als Überraschung darzustellen, zeugt entweder von bemerkenswerter Naivität oder von zynischem Kalkül. Vermutlich von beidem.

Geopolitische Verwerfungen und die Flucht in sichere Häfen

Für aufmerksame Beobachter der Weltlage verdeutlicht dieser Konflikt einmal mehr, wie fragil die geopolitische Ordnung im Nahen Osten ist. Jede Eskalation – sei es im Irak, im Iran-Israel-Konflikt oder anderswo – hat das Potenzial, die globalen Energiemärkte und damit die Weltwirtschaft in Turbulenzen zu stürzen. In solchen Zeiten der Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber traditionell als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Papierwährungen durch Sanktionen, Handelskriege und politische Willkür entwertet werden können, bleibt der innere Wert von Edelmetallen davon unberührt – eine Lektion, die gerade die Iraker auf schmerzhafte Weise lernen dürften.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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