
TikTok-Deal besiegelt: Trump-Vertrauter Ellison übernimmt mit Oracle das Ruder
Die monatelange Hängepartie um die Zukunft der chinesischen Videoplattform TikTok in den Vereinigten Staaten scheint endlich ein Ende gefunden zu haben. Nach zähen Verhandlungen und politischem Tauziehen wurde nun eine Vereinbarung unterzeichnet, die das US-Geschäft des Social-Media-Giganten in neue Hände legen soll. Ein Triumph für die Trump-Administration – und ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie wirtschaftliche Interessen und nationale Sicherheitsbedenken miteinander verwoben werden können.
Oracle und Abu Dhabi als neue Machtzentren
TikTok-Chef Shou Chew informierte seine Mitarbeiter in einem internen Memo über den historischen Schritt. Sowohl TikTok als auch der chinesische Mutterkonzern ByteDance hätten der Gründung eines Joint Ventures zugestimmt, wie Bloomberg und Axios übereinstimmend berichten. Die Hauptinvestoren des neuen Gemeinschaftsunternehmens lesen sich wie ein Who's Who der Tech- und Finanzwelt: Der Softwareriese Oracle, die Investmentfirma Silver Lake sowie MGX aus Abu Dhabi werden künftig die Geschicke der Plattform in den USA lenken.
Besonders pikant erscheint dabei die Rolle von Oracle-Gründer Larry Ellison. Der Milliardär gilt als langjähriger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump – eine Verbindung, die in Washington sicherlich nicht geschadet haben dürfte. Kritiker mögen einwenden, dass hier politische Seilschaften und wirtschaftliche Interessen auf fragwürdige Weise verschmelzen. Doch letztlich zeigt dieser Deal, wie effektiv die Trump-Administration ihre Ziele durchzusetzen vermag.
Die Eigentümerstruktur im Detail
Die Verteilung der Anteile offenbart ein durchdachtes Konstrukt: Rund 45 Prozent des neuen Gemeinschaftsunternehmens sollen bei den Hauptinvestoren Oracle, Silver Lake und MGX liegen. ByteDance behält mit etwa 20 Prozent weiterhin einen Fuß in der Tür – ein Zugeständnis, das in Washington durchaus für Stirnrunzeln sorgen könnte. Die restlichen rund 33 Prozent verbleiben bei bisherigen internationalen Investoren von TikTok. Die Transaktion soll bereits am 22. Januar abgeschlossen werden.
Nationale Sicherheit als treibende Kraft
Der Deal ist eine direkte Reaktion auf ein noch unter der Biden-Administration verabschiedetes Gesetz, das ByteDance zum Verkauf des US-Geschäfts zwang. Die Begründung: nationale Sicherheitsinteressen. Washington befürchtete, dass über TikTok chinesische Propaganda verbreitet oder amerikanische Nutzer ausgespäht werden könnten. Mit rund 170 Millionen Nutzern allein in den USA – vorwiegend junge Menschen – stellte die Plattform tatsächlich ein potenzielles Einfallstor für ausländische Einflussnahme dar.
Ob die neue Eigentümerstruktur diese Bedenken vollständig ausräumen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin behält ByteDance einen nicht unerheblichen Anteil am Unternehmen. Dennoch markiert dieser Schritt einen wichtigen Sieg für jene Kräfte, die eine stärkere Kontrolle über ausländische Technologieunternehmen auf amerikanischem Boden fordern. Es ist ein Signal an Peking, dass die USA nicht bereit sind, ihre digitale Souveränität kampflos aufzugeben.
Ein Präzedenzfall für Europa?
Die Frage drängt sich auf, ob dieser Deal auch für europäische Länder als Blaupause dienen könnte. Deutschland und andere EU-Staaten stehen vor ähnlichen Herausforderungen, wenn es um den Umgang mit chinesischen Technologiekonzernen geht. Während die USA handeln, verharrt Europa allzu oft in endlosen Debatten und bürokratischen Prozessen. Vielleicht wäre es an der Zeit, auch hierzulande entschlossener aufzutreten, wenn es um den Schutz nationaler Interessen im digitalen Raum geht.
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