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Terror-Verdacht an US-Basis: Steckt Irans Revolutionsgarde dahinter?

Terror-Verdacht an US-Basis: Steckt Irans Revolutionsgarde dahinter?
Symbolbild: KI-generiert

Britische Terrorfahnder haben am Dienstag, dem 20. Oktober, in London zwei Männer erneut festgenommen. Sie stehen im Verdacht, dem iranischen Geheimdienst geholfen zu haben, und zwar bei einem mutmaßlichen Anschlagsplan gegen die US-genutzte Luftwaffenbasis RAF Fairford in Westengland. Die Ermittler halten eine Beteiligung des iranischen Staates inzwischen für „highly likely“, also für sehr wahrscheinlich.

Ein Bauer schlägt Alarm

Angefangen hat alles mit einem aufmerksamen Landwirt. Am 27. September meldete er in der Grafschaft Gloucestershire drei verdächtige Fahrzeuge, die auf RAF Fairford zusteuerten. Die Basis liegt rund 160 Kilometer westlich von London.

Danach ging alles schnell. Die Behörden räumten 85 Häuser in der Umgebung, Bombenentschärfer der Armee untersuchten die Transporter. Sprengstoff fanden sie nicht, dafür Benzin als Brandbeschleuniger. US-Regierungsvertreter sprachen Medienberichten zufolge sogar von einem mutmaßlichen Drohnenangriff, hinter dem der Iran stecken solle.

Bei den nun Festgenommenen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 24-jährigen Briten und einen 25-Jährigen mit britischer und iranischer Staatsangehörigkeit. Grundlage ist der National Security Act von 2023.

Sieben Verdächtige, null Anklagen

Die Ermittlungen ziehen sich zäh hin. Am 27. September wurden zunächst fünf Männer festgenommen, gegen sie bestand der Verdacht auf Sprengstoffdelikte und die Vorbereitung einer Terrortat. In den Wochen danach kamen zwei weitere hinzu. Alle sieben kamen jedoch gegen Kaution wieder frei, weil die Beweise für eine Anklage nicht ausreichten.

Einer der beiden jetzt erneut Festgenommenen saß schon am 27. September in Gewahrsam, der andere seit dem 1. Oktober. Namen nennen die Behörden bis heute nicht. Bekannt ist nur, dass alle Verdächtigen Männer in ihren Zwanzigern sind. Bis zu einem Urteil gilt für sie selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

„This is very much a live investigation, and our evidence gathering continues, but at this time our position remains the same; we consider it highly likely that there is Iranian state involvement.“

So formulierte es Laurence Taylor, der Leiter der britischen Anti-Terror-Polizei. Er sprach von einer „hugely complex investigation“, also einer äußerst komplexen Ermittlung. Wie weit die iranische Beteiligung gehe und welches Ziel dahinterstecke, werde noch untersucht.

Bomber abgezogen, Teheran bestreitet alles

Die Basis hat eine heikle Vorgeschichte. Das Pentagon ließ im Krieg dieses Jahres von Fairford aus Bomber zu Angriffen auf den Iran starten. Nach dem Vorfall zogen die USA ihre B-1-Bomber ab. US-Präsident Donald Trump begründete das Berichten zufolge mit einer Bedrohung, die mit dem Iran in Verbindung stehe.

Premierminister Andy Burnham erklärte vor dem Parlament, der Plan sei „almost certainly“, also nahezu sicher, von Irans Revolutionsgarde gesteuert worden. Teheran weist das zurück. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA warf Botschafter Seyed Ali Mousavi der britischen Regierung vor, keine Beweise zu haben. Lägen solche vor, solle London sie vorlegen.

Über 50 Festnahmen in einem Jahr

Ein Einzelfall ist Fairford nicht. MI5-Chef Ken McCallum warnte jüngst, Iran und Russland verstärkten ihre Angriffe in Großbritannien. Im Visier seien jüdische Einrichtungen, aber auch gut gesicherte Ziele wie Militäranlagen. Allein im vergangenen Jahr habe es mehr als 50 Festnahmen im Zusammenhang mit iranischen Plänen gegeben.

Auch in Deutschland sollte man genau hinsehen. Auf deutschem Boden stehen einige der wichtigsten US-Stützpunkte in Europa. Ob die Bundesregierung den Schutz kritischer Infrastruktur wirklich ernst nimmt oder sich weiter auf Sonntagsreden verlässt, ist eine berechtigte Frage. Klar ist jedenfalls: Der Nahost-Konflikt ist längst in Europa angekommen.

Viele Anleger sichern sich gegen solche geopolitischen Risiken traditionell mit physischem Gold und Silber ab. Edelmetalle tragen kein Gegenparteirisiko und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen für Stabilität sorgen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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