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05.02.2026
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Teheran lenkt ein: Iranische Frauen erkämpfen sich das Recht auf Motorradfahren

Teheran lenkt ein: Iranische Frauen erkämpfen sich das Recht auf Motorradfahren

Was in westlichen Demokratien seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit ist, gleicht im Iran einer kleinen Revolution: Frauen dürfen künftig offiziell Motorrad fahren. Der erste Vizepräsident Mohammed Resa Aref unterzeichnete einen entsprechenden Beschluss, der Frauen erstmals den Erwerb einer Fahrerlaubnis für Motorräder und Motorroller ermöglicht. Ein Zugeständnis, das die islamische Republik nicht aus freien Stücken gewährt – sondern das sich die iranische Bevölkerung mit Blut und Tränen erkämpft hat.

Eine rechtliche Grauzone mit fatalen Folgen

Das perfide System der iranischen Gesetzgebung offenbart sich in diesem Fall besonders deutlich: Zwar war das Motorradfahren für Frauen nie explizit verboten, doch die Behörden weigerten sich schlicht, Führerscheine an Frauen auszustellen. Diese kafkaeske Rechtslage führte dazu, dass Frauen bei Unfällen rechtlich belangt wurden – selbst wenn sie keinerlei Schuld trugen. Ein Paradebeispiel dafür, wie autoritäre Regime ihre Bürger in einem Netz aus willkürlichen Regelungen gefangen halten.

Der neue Beschluss verpflichtet nun die Verkehrspolizei, Frauen praktische Fahrstunden zu ermöglichen, schriftliche Prüfungen abzunehmen und entsprechende Fahrerlaubnisse auszustellen. In den vergangenen Monaten hatte die Zahl der motorradfahrenden Frauen bereits deutlich zugenommen – ein stiller Akt des zivilen Ungehorsams, der nun seine offizielle Legitimation erhält.

Der blutige Preis der Freiheit

Diese scheinbar kleine Liberalisierung ist das direkte Ergebnis einer Protestwelle, die das Land Ende Dezember erschütterte. Was als Aufbegehren gegen die desaströse Wirtschaftslage begann, entwickelte sich rasch zu landesweiten regierungskritischen Demonstrationen. Die Antwort des Regimes war erwartungsgemäß brutal: Die iranische Führung spricht von mehr als 3.000 Toten und behauptet, die Mehrheit seien Sicherheitskräfte oder Passanten gewesen, die von „Terroristen" getötet worden seien. Aktivisten hingegen berichten von bis zu 30.000 getöteten Demonstranten – eine Diskrepanz, die das Ausmaß der staatlichen Propaganda erahnen lässt.

Das Erbe von Jina Mahsa Amini

Die Wurzeln des iranischen Widerstands reichen zurück bis zum September 2022, als die 22-jährige Kurdin Jina Mahsa Amini starb. Sie war von der berüchtigten Sittenpolizei wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Kleiderordnung festgenommen worden. Ihr Tod löste eine Welle des Protests aus, die bis heute nachwirkt. Insbesondere in Städten wie Teheran widersetzen sich seither viele Frauen mutig den drakonischen Bekleidungsvorschriften.

Seit der Islamischen Revolution von 1979 leben iranische Frauen unter einem Joch gesellschaftlicher Einschränkungen. Die strenge Kleiderordnung, die Frauen zwingt, ihre Haare in der Öffentlichkeit zu verbergen, ist dabei nur die sichtbarste Manifestation eines Systems, das Frauen systematisch ihrer Grundrechte beraubt. Selbst beim erlaubten Autofahren drohen bei Missachtung der Kopftuchpflicht Geldstrafen oder die Beschlagnahmung des Fahrzeugs.

Ein Tropfen auf den heißen Stein

Das Zugeständnis beim Motorradfahren mag ein kleiner Sieg sein, doch es verdeutlicht auch, wie weit der Weg zur echten Gleichberechtigung im Iran noch ist. Während westliche Gesellschaften über Gendersprache und Quotenregelungen debattieren, kämpfen iranische Frauen buchstäblich um ihr Leben – für Rechte, die anderswo längst als selbstverständlich gelten. Es bleibt zu hoffen, dass dieser kleine Schritt der Beginn eines größeren Wandels ist. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass autoritäre Regime selten freiwillig Macht abgeben.

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