
Taurus-Wahnsinn: Kiesewetter will ukrainische Soldaten an deutschen Marschflugkörpern ausbilden
Es gibt Forderungen, die lassen einen fassungslos zurück. Die jüngste Eskalationsrhetorik des CDU-Außenpolitikers Roderich Kiesewetter gehört zweifellos dazu. Der Oberst a.D. verlangt allen Ernstes, unverzüglich mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten an den Taurus-Marschflugkörpern der Bundeswehr zu beginnen. Man reibt sich die Augen.
Vom „politischen Signal" zur realen Eskalationsgefahr
Kiesewetter sprach gegenüber der „Welt" davon, dass bereits die Ausbildung für Putin ein Zeichen sei, „dass wir abschreckungsbereiter geworden sind". Demokratien müssten Kriege „nicht nur gewinnen können, sondern auch gewinnen wollen", so der CDU-Politiker wörtlich. Man muss sich diese Worte auf der Zunge zergehen lassen. Ein deutscher Parlamentarier spricht davon, Kriege gewinnen zu wollen – und meint damit einen Konflikt mit einer Atommacht. Hat der Mann den Verstand verloren?
Was Kiesewetter hier als nüchterne Sicherheitspolitik verkauft, ist in Wahrheit nichts anderes als brandgefährliche Eskalationspolitik auf dem Rücken der deutschen Bevölkerung. Denn wer glaubt, dass Moskau die Ausbildung ukrainischer Soldaten an deutschen Präzisionswaffen mit einer Reichweite von über 500 Kilometern als bloßes „Signal" interpretieren würde, der lebt in einer strategischen Traumwelt.
Deutschland als „europäische Führungsnation" – ein teurer Größenwahn
Besonders entlarvend ist Kiesewetters Begründung für den deutschen Sonderweg. Deutschland habe als „selbst ernannte europäische Führungsnation eine hohe Verantwortung", weil die Amerikaner Europa in ihren Prioritäten heruntergestuft hätten. Hier offenbart sich ein gefährlicher Größenwahn. Ein Land, dessen Bundeswehr seit Jahren kaputtgespart wurde, dessen Infrastruktur bröckelt und dessen Wirtschaft unter einer erdrückenden Steuerlast ächzt, soll nun die Führungsrolle in einem Stellvertreterkrieg gegen Russland übernehmen?
Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits die nächsten Generationen in die Schuldknechtschaft getrieben. Und nun sollen weitere Milliarden in eine militärische Eskalation fließen, deren Ausgang völlig ungewiss ist? Während deutsche Rentner Pfandflaschen sammeln und der Mittelstand unter der Abgabenlast zusammenbricht, spielen Hinterbänkler wie Kiesewetter den großen Strategen.
Die Ukraine als „erste Priorität" – und was ist mit Deutschland?
Kiesewetter forderte darüber hinaus, die Ukraine als erste Priorität der deutschen Außenpolitik einzustufen. Erste Priorität. Nicht die Sicherheit der eigenen Bürger, nicht die wirtschaftliche Erholung, nicht der Kampf gegen die explodierende Kriminalität auf deutschen Straßen – nein, die Ukraine. Man fragt sich unwillkürlich: Für wen macht dieser Mann eigentlich Politik? Für die deutschen Steuerzahler, die das alles finanzieren müssen, offensichtlich nicht.
Seine Leitsätze klingen wie aus einem Lehrbuch für geopolitische Hasardeure: „Russland muss das Existenzrecht seiner Nachbarstaaten anerkennen. Die Ukraine muss Russland auf ihrem Boden besiegen können." Dass ein militärischer Sieg der Ukraine über Russland – eine Nuklearmacht mit dem größten Atomwaffenarsenal der Welt – eine Illusion ist, scheint Kiesewetter nicht zu kümmern. Oder schlimmer noch: Er weiß es und fordert es trotzdem.
Die wahren Interessen des deutschen Volkes
Was Deutschland in diesen turbulenten Zeiten braucht, sind keine Kriegstreiber in Nadelstreifen, sondern besonnene Politiker, die die Interessen der eigenen Bevölkerung in den Vordergrund stellen. Die Bürger dieses Landes haben genug von einer Politik, die ihre Steuergelder in ferne Konflikte pumpt, während daheim die Probleme wachsen. Die Forderung nach Taurus-Ausbildungen ist symptomatisch für eine politische Klasse, die den Bezug zur Realität der Menschen in diesem Land längst verloren hat.
Wer angesichts der aktuellen Weltlage – mit einem eskalierenden Nahost-Konflikt, einer unberechenbaren US-Außenpolitik unter Trump und einer zunehmend instabilen Weltwirtschaft – auch noch an der Eskalationsschraube in Osteuropa drehen will, handelt nicht verantwortungsvoll, sondern grob fahrlässig. Die Geschichte lehrt uns, dass Kriege selten durch immer schärfere Waffen beendet werden. Sie werden am Verhandlungstisch beendet – oder gar nicht.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und wachsender Inflationssorgen erweist sich einmal mehr physisches Gold als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Politiker wie Kiesewetter mit dem Feuer spielen, schützen kluge Anleger ihr Vermögen mit dem, was seit Jahrtausenden Bestand hat: Edelmetallen.

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