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Kettner Edelmetalle
09.04.2026
06:16 Uhr

Straße von Hormus: Werden deutsche Soldaten bald den Persischen Golf sichern?

Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu – und Deutschland steht einmal mehr vor der Frage, ob es bereit ist, militärische Verantwortung zu übernehmen. Nach der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran rückt nun die Sicherung der Straße von Hormus in den Fokus der internationalen Sicherheitspolitik. Und mittendrin: die Bundeswehr, die ohnehin seit Jahren an den Grenzen ihrer Belastbarkeit operiert.

Unionsfraktion drängt Pistorius zum Handeln

Thomas Erndl, der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius unmissverständlich aufgefordert, einen möglichen Einsatz deutscher Streitkräfte an der strategisch bedeutsamen Meerenge vorzubereiten. Das Bundesministerium der Verteidigung müsse „konkrete Handlungsoptionen prüfen und vorbereiten", so Erndl. Das Parlament erwarte eine frühzeitige Einbindung in die Planungen. Es gehe darum, im internationalen Rahmen Verantwortung zu übernehmen und die Sicherheit der Handelswege zu stärken.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während die Bundeswehr seit Jahren unter chronischer Unterfinanzierung, Materialmangel und Personalknappheit leidet, soll sie nun auch noch eine Mission am Persischen Golf stemmen. Die Frage ist berechtigt, ob eine Armee, die nicht einmal genügend Nachtsichtgeräte und Winterjacken für ihre eigenen Soldaten hat, tatsächlich in der Lage ist, eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt zu sichern.

Merz telefoniert mit Trump – doch konkrete Zusagen bleiben aus

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Morgen erklären lassen, die Bundesregierung werde dazu beitragen, „die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten". Große Worte – doch wie so oft in der deutschen Außenpolitik folgen den Ankündigungen nur zögerliche Taten. Von einer NATO-Mission wolle man in Berlin derzeit noch nichts wissen. Maximal eine sogenannte „Koalition der Willigen" sei vorstellbar. Ob Deutschland dabei wäre? Derzeit unklar.

Am Nachmittag telefonierte Merz dann mit US-Präsident Donald Trump über die Lage im Iran und an der Straße von Hormus. Um eine konkrete Militärmission sei es dabei ausdrücklich nicht gegangen, hieß es aus Regierungskreisen. Man darf sich fragen: Worüber spricht man dann bei einem solchen Telefonat? Über das Wetter am Persischen Golf?

Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Durch diese nur etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman fließt rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls. Jede Störung des Schiffsverkehrs an dieser Stelle hätte unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiepreise – und damit auch auf die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaft. Dass Deutschland als eine der größten Exportnationen der Welt ein vitales Interesse an freien Handelswegen hat, steht außer Frage.

NATO plant offenbar Sicherungsmission

Nach Medienberichten prüft die NATO eine Beteiligung an einer Sicherungsmission in der Region. Aus NATO-Kreisen hieß es, es spreche vieles dafür, eine solche Operation als NATO-Mission zu organisieren. Ein mögliches Szenario sehe vor, die Mission zunächst als Koalition der Willigen zu starten und sie dann auf dem NATO-Gipfel im Juli in Ankara in die Kommandostrukturen des Bündnisses zu überführen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte befinde sich bereits auf dem Weg zu einem Treffen mit Trump.

Sollte es tatsächlich zu einem deutschen Beitrag kommen, kämen nach Einschätzung von Experten vor allem Minenräumschiffe und Minentaucher aus der Eckernförder Bucht sowie Marine-Aufklärer für eine Verlegung an den Persischen Golf in Frage. Die Deutsche Marine verfügt in diesem Bereich über anerkannte Expertise – ein Lichtblick in einer ansonsten desolaten Gesamtlage der Bundeswehr.

Die unbequeme Wahrheit

Die Debatte um einen möglichen Einsatz deutscher Soldaten an der Straße von Hormus offenbart einmal mehr das fundamentale Dilemma deutscher Sicherheitspolitik. Jahrzehntelang hat man die Bundeswehr kaputtgespart, hat Verteidigungsausgaben als lästigen Posten im Haushalt betrachtet und sich lieber auf den amerikanischen Schutzschirm verlassen. Nun, da die geopolitischen Realitäten mit voller Wucht zurückkehren, steht Deutschland mit heruntergelassenen Hosen da.

Das von der neuen Großen Koalition beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur ist zwar ein Schritt – doch ob davon genug bei der Bundeswehr ankommt, bleibt fraglich. Statt Geld in ideologische Projekte zu pumpen, wäre es an der Zeit, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands endlich ernst zu nehmen. Denn eines ist klar: Wer in einer zunehmend unsicheren Welt nicht bereit ist, seine Interessen auch militärisch zu schützen, wird am Ende den Preis dafür bezahlen – wirtschaftlich und sicherheitspolitisch.

Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf zu erfahren, wohin die Reise geht. Und sie haben ein Recht darauf, dass ihre Soldaten nicht in Einsätze geschickt werden, für die sie weder ausreichend ausgerüstet noch vorbereitet sind. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Bundesregierung unter Friedrich Merz den Mut hat, klare Entscheidungen zu treffen – oder ob Deutschland einmal mehr in der Rolle des zögerlichen Zuschauers verharrt, während andere die Weltordnung gestalten.

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