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Kettner Edelmetalle
11.03.2026
09:32 Uhr

Straße von Hormus unter Druck: Dutzende Öltanker weichen auf das Rote Meer aus

Die geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus – jene schmale Wasserstraße, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – nehmen dramatische Ausmaße an. Mindestens 25 Öltanker haben ihre Route geändert und steuern nun den saudischen Exporthafen Yanbu am Roten Meer an. Was nach einer logistischen Fußnote klingt, ist in Wahrheit ein tektonischer Verschiebung der globalen Energieströme – mit weitreichenden Konsequenzen für die Weltwirtschaft und die Rohstoffmärkte.

Saudi Aramco fährt Pipeline auf Volllast

Der saudische Ölgigant Aramco nutzt seine Ost-West-Pipeline nach Yanbu mittlerweile bis an die Kapazitätsgrenze. CEO Amin Nasser erklärte, die volle Durchleitungskapazität von sieben Millionen Barrel pro Tag werde innerhalb weniger Tage erreicht sein. „Es geht um die Neupositionierung der Tanker vom Osten in den Westen", so Nasser. Eine bemerkenswerte Aussage, die verdeutlicht, wie ernst die Lage tatsächlich ist.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate reagieren: Am Exportterminal Fujairah sind die Ausfuhren auf rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag gestiegen – gegenüber einem bisherigen Durchschnitt von etwa 1,1 Millionen. Die gesamte Region befindet sich im Krisenmodus, auch wenn offizielle Stellen dies naturgemäß herunterzuspielen versuchen.

Sechs Prozent der globalen Ölproduktion betroffen

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Bereits jetzt seien rund sechs Prozent der weltweiten Ölförderung durch die Störungen an der Straße von Hormus beeinträchtigt. Zwar habe ein US-Kriegsschiff am Dienstag einen Öltanker durch den Engpass eskortiert, was die Brent-Rohöl-Futures kurzzeitig in Richtung 81 Dollar pro Barrel drückte. Doch von einer Normalisierung der Lage kann keine Rede sein. Die Schiffsverfolgungsdaten zeigen weiterhin ein hohes Maß an Unsicherheit – zahlreiche Schiffe passieren die Meerenge offenbar mit abgeschalteten Transpondern, was die Lage zusätzlich unübersichtlich macht.

Irans Drohgebärden und Trumps harte Linie

Die verbale Eskalation zwischen Washington und Teheran verschärft die Situation weiter. Ali Larijani, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, formulierte eine kaum verhüllte Drohung: Die Straße von Hormus werde entweder „eine Meerenge des Friedens und des Wohlstands für alle" sein – oder aber „eine Meerenge der Niederlage und des Leidens für Kriegstreiber". Präsident Trump seinerseits droht Teheran mit Vergeltung für die Behinderung des Ölflusses. Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, dass hier zwei unversöhnliche Positionen aufeinanderprallen.

Für Europa und insbesondere für Deutschland, dessen Energieversorgung nach dem selbstverschuldeten Desaster der Energiewende ohnehin auf tönernen Füßen steht, sind diese Entwicklungen alarmierend. Jede weitere Eskalation am Persischen Golf treibt die Energiepreise nach oben – und damit die Inflation, die den deutschen Mittelstand bereits jetzt erdrückt. Dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat, das über Generationen hinweg durch Steuern und Abgaben finanziert werden muss, macht die Sache nicht besser.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In einem solchen Umfeld geopolitischer Verwerfungen und energiepolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Ölpreise schwanken, Aktienmärkte nervös reagieren und Währungen unter dem Druck steigender Staatsschulden ächzen, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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