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Kettner Edelmetalle
17.04.2026
06:17 Uhr

Straße von Hormus: Europa rüstet sich für die Zeit nach dem Krieg

Während im Nahen Osten die Waffen noch donnern und die Straße von Hormus – jene maritime Lebensader, durch die ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – faktisch blockiert ist, schmieden Europas Mächte bereits Pläne für die Nachkriegsordnung. Frankreich und Großbritannien laden an diesem Freitag rund 40 Nationen nach Paris ein, um über eine multinationale Marinemission zu beraten. Das Signal ist unmissverständlich: Europa will nicht länger nur zuschauen.

Iran hat die Meerenge dichtgemacht

Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Luftangriffe auf iranische Atomanlagen Ende Februar hat Teheran die Straße von Hormus für nahezu sämtliche fremde Schiffe gesperrt. Washington reagierte am Montag mit einer Seeblockade gegen iranische Häfen. US-Präsident Donald Trump forderte daraufhin seine NATO-Verbündeten lautstark auf, sich an der Durchsetzung dieser Blockade zu beteiligen – und kritisierte deren Zurückhaltung scharf.

Doch London, Paris und andere europäische Hauptstädte weigern sich. Eine Beteiligung an der Blockade käme einem Kriegseintritt gleich, so die einhellige Einschätzung. Stattdessen signalisieren die Europäer Bereitschaft, nach einem dauerhaften Waffenstillstand oder Kriegsende die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zu sichern. Ein feiner, aber entscheidender Unterschied.

Macron, Merz, Starmer und Meloni am Tisch

Die Dimension des Treffens ist beachtlich. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni werden persönlich in Paris erscheinen. Vertreter aus Asien und dem Nahen Osten sollen per Videokonferenz zugeschaltet werden. Selbst China wurde eingeladen – ob Peking tatsächlich teilnimmt, blieb allerdings unklar.

Bemerkenswert ist, was die Initiative nicht beinhaltet: Weder die USA noch Iran sitzen vorerst mit am Tisch. Europäische Diplomaten räumten jedoch ein, dass jede realistische Mission letztlich mit beiden Seiten koordiniert werden müsse. Washington werde über die Ergebnisse der Gespräche informiert.

Über 20.000 Seeleute sitzen fest

Neben der militärischen Planung steht ein humanitäres Drama auf der Tagesordnung, das in der öffentlichen Debatte bislang sträflich vernachlässigt wird. Mehr als 20.000 Seeleute und zahlreiche Handelsschiffe sitzen in der Region fest – gestrandet zwischen Blockade und Kriegsgebiet. Die wirtschaftlichen Verwerfungen für die globale Schifffahrtsindustrie sind enorm, die Versicherungsprämien dürften in astronomische Höhen geschnellt sein.

Laut einem Briefing-Dokument, das den eingeladenen Nationen übermittelt wurde, soll das Treffen die diplomatische Unterstützung für die uneingeschränkte Navigationsfreiheit durch die Meerenge bekräftigen und die Achtung des Völkerrechts einfordern. Am Ende der Konferenz wird eine Erklärung des Vorsitzes erwartet, die konkretere Umrisse einer möglichen Mission skizziert – ohne jedoch festzulegen, welche Länder welche Beiträge leisten würden.

Von Minenräumung bis Militäreskorte

Ein hochrangiger französischer Beamter umriss das Spektrum möglicher Maßnahmen: Nachrichtendienstlicher Austausch, Minenräumkapazitäten, militärische Geleitschutzoperationen sowie Informationsverfahren mit Anrainerstaaten seien denkbar. „Das Ziel ist klar, und die eingesetzten Mittel werden natürlich von der Lage abhängen", so der Beamte. Bereits nächste Woche soll ein multinationales militärisches Planungstreffen folgen.

Mehrere Diplomaten gaben allerdings zu bedenken, dass die Mission möglicherweise nie Realität werde – nämlich dann, wenn sich die Lage in der Meerenge von selbst normalisiere. Andere verwiesen darauf, dass Reedereien und Versicherer in einer Übergangsphase durchaus auf eine solche Präsenz drängen könnten, um Vertrauen wiederherzustellen.

Deutschland zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Dass Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich nach Paris reist, ist ein starkes Signal. Doch die Frage drängt sich auf: Was kann Deutschland überhaupt beitragen? Die Bundeswehr, jahrzehntelang kaputtgespart und von einer ideologiegetriebenen Sicherheitspolitik ausgehöhlt, steht vor gewaltigen Herausforderungen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Große Koalition aufgelegt hat, fließt primär in Infrastruktur – nicht in maritime Fähigkeiten. Ob die Deutsche Marine für eine anspruchsvolle Geleitschutzmission in einer der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt gerüstet wäre, darf bezweifelt werden.

Die Krise am Persischen Golf offenbart einmal mehr die bittere Wahrheit: Europa hat seine sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit über Jahre sträflich vernachlässigt. Während man sich in Berlin und Brüssel mit Gender-Sternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigte, verschoben sich die geopolitischen Machtverhältnisse in atemberaubendem Tempo. Nun steht der Kontinent vor der Herausforderung, in einer der schwersten Krisen seit Jahrzehnten Flagge zu zeigen – buchstäblich.

Edelmetalle als Krisenbarometer

Die Eskalation im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus haben die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt. Die Internationale Energieagentur warnte bereits, dass der Verlust an Energieproduktion in der Region etwa zwei Jahre zur Erholung benötigen werde. In solchen Zeiten extremer geopolitischer Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Hafen in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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