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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
05:34 Uhr

Straße von Hormus: Droht uns der nächste Inflationsschock?

Straße von Hormus: Droht uns der nächste Inflationsschock?

Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz noch darüber sinniert, wie man das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen am besten unter die Leute bringt, braut sich am Persischen Golf eine Krise zusammen, die das Potenzial hat, die ohnehin angeschlagene Weltwirtschaft in eine neue Spirale aus Teuerung und Versorgungsengpässen zu stürzen. Die Straße von Hormus – jene schmale Wasserstraße, durch die ein gewaltiger Teil der globalen Öl-, Gas- und Düngemittellieferungen fließt – ist faktisch blockiert. Und die Vereinten Nationen schlagen Alarm.

FAO-Chefökonom: „Die Uhr tickt"

Am 13. April warnte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in unmissverständlichen Worten vor den Konsequenzen einer anhaltenden Sperrung der Meerenge. FAO-Chefökonom Máximo Torero formulierte es mit einer Dringlichkeit, die man von UN-Bürokraten selten hört: Die Uhr ticke, und wenn nicht rasch gehandelt werde, drohten in der zweiten Jahreshälfte ein massiver Anstieg der Lebensmittelpreise, sinkende Ernteerträge und explodierende Rohstoffkosten. Besonders ärmere Länder liefen Gefahr, von der Versorgung mit Düngemitteln und Energieträgern abgeschnitten zu werden.

Was Torero diplomatisch umschreibt, lässt sich für den deutschen Verbraucher auf eine simple Formel bringen: Alles wird teurer. Noch teurer. Schon wieder. Denn höhere Energiepreise schlagen sich bekanntlich in sämtlichen Produktionsketten nieder – vom Brot beim Bäcker bis zum Heizöl im Keller. Der Chefökonom warnte zudem vor steigenden Zinsen und einem verlangsamten Wirtschaftswachstum. Die Risiken seien „sehr klar", so seine nüchterne Einschätzung.

Geopolitisches Pulverfass am Persischen Golf

Die Hintergründe der Krise sind komplex und reichen tief in den seit Ende Februar tobenden Irankrieg hinein. Iranische Vertreter hätten wiederholt erklärt, die Schifffahrt in der Meerenge einschränken zu wollen. Als Begründung diene die Behauptung, zivile Schiffe würden von den USA und Israel zur Unterstützung der Angriffe auf den Iran genutzt. Seit Beginn des Konflikts sei es zu Angriffen auf Schiffe in der Region gekommen, darunter auch auf Öltanker. Raketen- und Drohnenangriffe auf Nachbarstaaten hätten die Lage zusätzlich verschärft.

US-Präsident Donald Trump reagierte mit der ihm eigenen Entschlossenheit. Nach gescheiterten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran in Pakistan kündigte er eine Seeblockade gegen iranische Häfen an. In einem Beitrag vom 13. April prahlte Trump damit, dass am Vortag 34 Schiffe die Straße von Hormus passiert hätten – die höchste Zahl seit Beginn der Krise. Gleichzeitig warf er dem Iran vor, von durchfahrenden Schiffen eine Art Mautgebühr zu verlangen. Schiffe, die eine solche Abgabe entrichtet hätten, würden von der US-Marine in internationalen Gewässern abgefangen.

Europa schweigt – Trump tobt

Besonders brisant: Weder europäische Staaten noch NATO-Verbündete hätten bislang öffentlich zugesagt, sich an der US-Blockade zu beteiligen. Das sorgte erwartungsgemäß für scharfe Kritik aus dem Weißen Haus. Trump erklärte, das gesamte Militärbündnis müsse nach dem Krieg grundsätzlich überprüft werden. Man kennt diese Drohgebärden – doch diesmal könnten sie mehr Substanz haben als je zuvor.

Die Revolutionsgarden des Iran ließen derweil über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim verlauten, die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman gelte „entweder für alle oder für niemanden". Eine Formulierung, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt – und die unmissverständlich mit einer weiteren Eskalation droht.

Was bedeutet das für Deutschland?

Für die Bundesrepublik könnte die Hormus-Krise zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kommen. Die deutsche Wirtschaft laboriert bereits an den Folgen der Energiewende, an überbordender Bürokratie und einer Steuerlast, die Unternehmen und Bürger gleichermaßen erdrückt. Ein neuerlicher Energiepreisschock würde die industrielle Basis des Landes weiter aushöhlen. Und während die Große Koalition unter Merz und Klingbeil vollmundig „Verantwortung für Deutschland" verspricht, fragt man sich unwillkürlich: Welche Verantwortung übernimmt Berlin eigentlich konkret, wenn die globalen Lieferketten kollabieren?

Die britische UK Maritime Trade Organization (UKMTO) bestätigte, dass die US-Blockade am 13. April um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft getreten sei. Sie umfasse die gesamte iranische Küstenlinie einschließlich Häfen und Energieinfrastruktur. Der Transit durch die Straße von Hormus zu nichtiranischen Zielen scheine durch die Maßnahmen zwar nicht direkt behindert zu sein – doch militärische Präsenz und Kontrollen während der Durchfahrt seien zu erwarten. Neutrale Schiffe in iranischen Häfen hätten eine begrenzte Frist erhalten, um auszulaufen.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Wenn Inflation droht, Lieferketten reißen und geopolitische Spannungen eskalieren, erweist sich Gold seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher. Während Papierwährungen durch Inflation entwertet werden und Aktienmärkte bei geopolitischen Schocks einbrechen, behält das gelbe Metall seinen inneren Wert. Wer sein Portfolio mit physischem Gold und Silber ergänzt, schafft sich ein Bollwerk gegen genau jene Verwerfungen, die uns die Hormus-Krise nun vor Augen führt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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