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Kettner Edelmetalle
10.04.2026
04:46 Uhr

Straße von Hormus als Nadelöhr der Weltwirtschaft: Israelische Angriffe auf Libanon gefährden fragilen Iran-Waffenstillstand

Die Weltmärkte stehen erneut am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Während die Tinte unter dem US-iranischen Waffenstillstand kaum getrocknet ist, bombardiert Israel den Libanon mit einer Intensität, die mehr als 300 Menschenleben in einem einzigen Tag forderte – und damit die ohnehin brüchige Vereinbarung zwischen Washington und Teheran in akute Gefahr bringt. Die asiatischen Börsen reagierten am Freitag mit vorsichtigen Gewinnen, doch die Nervosität der Anleger war mit Händen zu greifen.

Ein Waffenstillstand auf tönernen Füßen

Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan legte zwar um 0,5 Prozent zu, angeführt von einem Sprung des südkoreanischen Kospi um 1,9 Prozent. Auch Japans Nikkei 225 gewann 1,5 Prozent. Doch diese Zahlen täuschen über die fundamentale Unsicherheit hinweg, die wie ein Damoklesschwert über den Märkten hängt. Iran bezeichnete die fortgesetzten israelischen Angriffe auf den Libanon als zentralen Streitpunkt in seiner Vereinbarung mit den USA – ein Warnsignal, das kein vernünftiger Investor ignorieren sollte.

Die Analystin Rupal Agarwal von Bernstein in Singapur sprach davon, dass der Waffenstillstand zwar eine scharfe Erholung an den asiatischen Märkten ausgelöst habe, die Risikobereitschaft jedoch bereits am Vortag auf die Probe gestellt worden sei. Sie glaube, dies könnte „der Anfang vom Ende" sein und empfehle Investoren, sich wieder auf fundamentale Trends zu konzentrieren.

Die Straße von Hormus – Europas verwundbare Achillesferse

Besonders alarmierend ist die Lage an der Straße von Hormus. Die strategische Meerenge, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wird, bleibt weitgehend für den Schiffsverkehr gesperrt. Am Donnerstag lag das Verkehrsaufkommen bei unter zehn Prozent des normalen Volumens – eine Situation, die während des sechswöchigen Iran-Krieges bereits Schockwellen durch die globalen Märkte sandte.

Brent-Rohöl stieg um ein Prozent auf 96,83 Dollar pro Barrel, nachdem die Hisbollah eine Rakete auf Israel abgefeuert hatte, die in Teilen des Landes, einschließlich Tel Aviv, Luftalarm auslöste. Für europäische Verbraucher, die ohnehin unter explodierenden Energiekosten ächzen, sind das keine guten Nachrichten. Deutschland, das sich unter der Ägide grüner Energiepolitik systematisch von verlässlichen Energiequellen abgeschnitten hat, dürfte die Auswirkungen besonders schmerzhaft zu spüren bekommen.

Trump warnt Teheran mit deutlichen Worten

US-Präsident Donald Trump mischte sich mit einer unmissverständlichen Warnung ein. Auf Truth Social schrieb er, Iran leiste „sehr schlechte Arbeit" dabei, Öl durch die Meerenge passieren zu lassen. „Das ist nicht die Vereinbarung, die wir haben!", so Trump – ein Satz, der Washingtons wachsende Frustration über die Marktverwerfungen deutlich macht. Man mag von Trumps Stil halten, was man will, aber zumindest kommuniziert er klar und unmissverständlich, was er von seinen Verhandlungspartnern erwartet. Eine Eigenschaft, die man bei so manchem europäischen Staatschef schmerzlich vermisst.

Zinswende in weiter Ferne – Fed hält die Zügel straff

Auch geldpolitisch gibt es wenig Grund zur Euphorie. Die Fed-Funds-Futures zeigen, dass Händler ihre Erwartungen für die nächste Zinssenkung der Federal Reserve um 25 Basispunkte auf April 2027 vorgezogen haben. Die implizite Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank bei ihrer Sitzung in jenem Monat stillhält, sank auf 49,6 Prozent – von zuvor 64 Prozent. Der Kern-PCE-Preisindex stieg den zweiten Monat in Folge um 0,4 Prozent, was einem Jahresanstieg von 3,0 Prozent entspricht. Die Inflation bleibt also hartnäckig – ein Phänomen, das auch Deutschland nur allzu gut kennt.

Der US-Dollar-Index notierte bei 98,92, leicht im Plus. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag bei 4,285 Prozent. Bitcoin verlor 0,7 Prozent auf 71.903 Dollar, während Ethereum um ein Prozent auf 2.191 Dollar nachgab.

Private Credit unter Druck – Anleger ziehen Milliarden ab

Als wäre die geopolitische Gemengelage nicht schon komplex genug, gerät auch die Anlageklasse Private Credit zunehmend unter Beschuss. Investoren haben mehr als 15 Prozent ihrer Anteile aus Carlyles Flaggschiff-Kreditfonds abgezogen – ein weiterer Schlag für eine Branche, die lange als sicherer Hafen galt und sich nun als alles andere als krisenfest erweist.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen – geopolitische Eskalation, geschlossene Handelsrouten, hartnäckige Inflation und wankende Finanzmärkte – zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktien, Kryptowährungen und selbst vermeintlich sichere Kreditfonds unter Druck geraten, bewähren sich Gold und Silber als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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