
Staatliche Milliarden für Tennet: Wenn der Bund zum Stromnetzbetreiber wird

Die Bundesregierung greift tief in die Taschen der Steuerzahler und plant eine Beteiligung von 7,6 Milliarden Euro am niederländischen Übertragungsnetzbetreiber Tennet. Was auf den ersten Blick wie eine strategische Investition in kritische Infrastruktur erscheint, wirft bei genauerer Betrachtung erhebliche Fragen auf.
Ein Deal, der 2024 noch scheiterte
Bereits Mitte 2024 hatte die damalige Ampel-Koalition versucht, sich an Tennet zu beteiligen. Doch die chronischen Haushaltsengpässe – ein Erbe der desaströsen Finanzpolitik jener Jahre – ließen das Vorhaben platzen. Nun, unter der neuen Großen Koalition, scheint das Geld plötzlich vorhanden zu sein. Das Bundesfinanzministerium hat den Haushaltsausschuss bereits um Freigabe der Mittel gebeten.
Für die stolze Summe von 7,6 Milliarden Euro erhält der Bund einen Anteil von 25,1 Prozent an dem Unternehmen. Das Finanzministerium argumentiert, diese Beteiligung gewähre „starke Einflussrechte". Doch wie stark können diese Rechte tatsächlich sein, wenn die Niederlande weiterhin 28,9 Prozent halten und internationale Investoren – darunter der norwegische und der singapurische Staatsfonds – zusammen 46 Prozent kontrollieren?
Die wahren Profiteure des Deals
Tennet betreibt ein rund 14.000 Kilometer langes Hochspannungsstromnetz zwischen Schleswig-Holstein und Bayern und ist damit der größte der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Die niederländische Regierung hatte bereits seit längerem signalisiert, nicht mehr in das deutsche Stromnetz investieren zu wollen. Kein Wunder – die Energiewende mit ihren gewaltigen Infrastrukturkosten ist ein Fass ohne Boden.
Während die Bundesregierung von „Schutz kritischer Infrastruktur" spricht, dürfte die Realität nüchterner aussehen: Die Niederlande entledigen sich eines kostspieligen Investments, und der deutsche Steuerzahler springt bereitwillig ein. Die im Bundeshaushalt veranschlagten Verpflichtungsermächtigungen von etwa 7,5 Milliarden Euro sowie zusätzliche Ausgaben von rund 102 Millionen Euro werden letztlich von den Bürgern finanziert.
Netzausbau auf Kosten der Bürger
Die Ironie dieser Entwicklung ist kaum zu übersehen: Erst im vergangenen Jahr mussten Wind- und Solaranlagen in Rekordmengen gedrosselt werden, weil das Stromnetz an seine Grenzen stößt. Die chaotische Energiepolitik der vergangenen Jahre hat ein marodes Netz hinterlassen, das nun mit Milliarden aus der Staatskasse saniert werden soll.
„Die deutschen Stromkunden zahlen die Rechnung" – so titelte es bereits im September 2025, als Tennet Milliarden von Staatsfonds einsammelte.
Diese Aussage hat nichts an Aktualität verloren. Ob als Steuerzahler oder über steigende Strompreise – am Ende wird der deutsche Bürger zur Kasse gebeten. Die Frage, ob eine staatliche Beteiligung an einem Netzbetreiber tatsächlich der effizienteste Weg ist, kritische Infrastruktur zu sichern, bleibt dabei unbeantwortet.
Ein fragwürdiges Signal
In Zeiten, in denen die Bundesregierung ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur plant und die Staatsverschuldung weiter ansteigt, wirkt diese zusätzliche Milliarden-Investition wie ein weiterer Schritt in Richtung fiskalischer Überdehnung. Friedrich Merz hatte einst versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Die Realität sieht anders aus – und die kommenden Generationen werden die Zeche zahlen.
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