
Siemens Energy im Sinkflug: Wenn grüne Träume auf harte Realitäten treffen
Die Aktie des Energietechnik-Konzerns Siemens Energy zeigt sich erneut von ihrer schwachen Seite. Mit einem Minus von 1,27 Prozent auf 90,12 Euro gehörte das Papier am Donnerstag zu den Verlierern im deutschen Leitindex. Während der Dax insgesamt leicht um 0,13 Prozent zulegen konnte, reihte sich Siemens Energy auf dem unrüblichen Platz 37 ein – ein Bild, das symptomatisch für die Herausforderungen der deutschen Energiewende-Industrie zu sein scheint.
Ernüchternde Zahlen trotz Milliardengeschäft
Besonders bitter dürfte für Anleger der Blick auf die längerfristige Entwicklung sein. Die Aktie notiert derzeit satte 14,05 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 104,85 Euro. Zwar liegt der Kurs deutlich über dem Jahrestief von 23,70 Euro, doch die aktuelle Schwäche wirft Fragen auf. Mit einem Handelsvolumen von lediglich 532.047 Aktien blieb das Interesse der Investoren überschaubar – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 1.478.647 gehandelten Papieren am Vortag.
Dabei könnte man meinen, ein Unternehmen mit 102.000 Mitarbeitern und einem Börsenwert von 72,62 Milliarden Euro müsste in Zeiten der vielgepriesenen Energiewende eigentlich Hochkonjunktur haben. Mit einer Gewichtung von 3,43 Prozent im Dax und Platz 7 nach Marktkapitalisierung gehört Siemens Energy zweifellos zu den Schwergewichten der deutschen Wirtschaft.
Die Krux mit der grünen Transformation
Die Zahlen des Geschäftsjahres 2022 lesen sich auf den ersten Blick durchaus respektabel: 77,80 Milliarden Euro Umsatz und ein Gewinn von 1,59 Milliarden Euro. Doch die aktuelle Kursentwicklung deutet darauf hin, dass die Märkte skeptisch in die Zukunft blicken. Könnte es sein, dass die von der Politik forcierte Energiewende nicht die erhofften Goldgruben für Unternehmen wie Siemens Energy bereithält?
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert und ein gigantisches 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt. Doch diese Maßnahmen werden die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit einer erdrückenden Schuldenlast belasten – trotz Merz' vollmundiger Versprechen, keine neuen Schulden zu machen.
Zwischen politischen Versprechungen und wirtschaftlicher Realität
Die Schwäche der Siemens Energy-Aktie könnte ein Vorbote dafür sein, dass die Märkte langsam realisieren: Die grüne Transformation ist teurer und komplexer als von der Politik dargestellt. Während Unternehmen wie Siemens Energy versuchen, die ehrgeizigen Klimaziele umzusetzen, kämpfen sie gleichzeitig mit steigenden Kosten, regulatorischen Hürden und einem zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.
Die Frage, die sich Anleger stellen müssen: Sind Investments in vermeintliche Zukunftsbranchen wie die Energietechnik wirklich so sicher, wie uns die Politik glauben machen will? Die aktuelle Kursentwicklung von Siemens Energy lässt zumindest Zweifel aufkommen.
Gold als bewährter Krisenschutz
In Zeiten, in denen selbst vermeintliche Zukunftsaktien schwächeln und die Politik mit immer neuen Milliardenprogrammen die Inflation befeuert, gewinnen traditionelle Wertanlagen wieder an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Vermögensschutz bewährt – ganz ohne politische Versprechungen oder technologische Unwägbarkeiten.
Während Aktien wie Siemens Energy den Launen des Marktes und den Irrungen der Energiepolitik ausgesetzt sind, bieten Edelmetalle eine solide Basis für ein ausgewogenes Portfolio. Sie sind nicht von Unternehmensgewinnen abhängig, können nicht durch politische Fehlentscheidungen entwertet werden und haben sich gerade in Krisenzeiten als stabiler Anker erwiesen.
„Die Geschichte lehrt uns: Wenn Regierungen anfangen, mit Hunderten von Milliarden um sich zu werfen, ist es Zeit, über echte Werte nachzudenken."
Die aktuelle Schwäche von Siemens Energy mag nur eine temporäre Erscheinung sein. Doch sie erinnert uns daran, dass keine Aktie, kein Sektor und keine noch so vielversprechende Technologie vor Rückschlägen gefeit ist. Ein kluger Anleger diversifiziert – und dabei sollten physische Edelmetalle als bewährter Vermögensschutz nicht fehlen.

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