
Schwarzmeer-Drama: Ukraine verliert Aufklärungsschiff – Russlands neue Drohnenwaffe zeigt Wirkung
Die russische Kriegsmaschinerie hat einen weiteren Erfolg zu verbuchen: Das ukrainische Aufklärungsschiff "Simferopol" wurde nach Angaben aus Moskau im Schwarzen Meer versenkt. Während das russische Verteidigungsministerium triumphierend die vollständige Zerstörung des Schiffes nahe der Donaumündung meldet, versucht Kiew den Vorfall herunterzuspielen und spricht lediglich von "Beschädigungen". Ein Todesopfer sei zu beklagen, mehrere Besatzungsmitglieder würden noch vermisst.
Neue Dimension der Seekriegsführung
Was diesen Angriff besonders brisant macht: Es handelt sich möglicherweise um den ersten dokumentierten Einsatz einer russischen Seedrohne gegen ein ukrainisches Schiff. Ein unbemanntes Hochgeschwindigkeitsboot soll das Aufklärungsschiff getroffen haben – eine Taktik, die bisher vor allem die Ukraine gegen die russische Schwarzmeerflotte einsetzte. Die Ironie der Geschichte: Nun wendet Moskau die Waffen des Gegners gegen ihn selbst.
Die ukrainische Marine, ohnehin seit der Annexion der Krim 2014 ein Schatten ihrer selbst, erleidet damit einen weiteren empfindlichen Verlust. Das Aufklärungsschiff ukrainischer Bauart war eines der wenigen verbliebenen größeren Einheiten der Seestreitkräfte. Dass Kiew das volle Ausmaß der Schäden verschweigt, dürfte niemanden überraschen – im Informationskrieg zählt jede Schwäche als Niederlage.
Deutsche Naivität im Angesicht russischer Spionage
Während im Schwarzen Meer gekämpft wird, zeigt sich in Deutschland einmal mehr die erschreckende Blauäugigkeit unserer politischen Führung. Berichte über russische Drohnen, die ungeniert deutsche Häfen und Eisenbahnanlagen auskundschaften, quittiert Verteidigungsminister Boris Pistorius mit einem achselzuckenden "dürfte niemanden überraschen". Man habe "nicht so furchtbar viel Handhabe" gegen diese offensichtliche Spionage auf deutschem Boden.
"Dass Drohnen auch über Häfen oder Eisenbahnanlagen unterwegs sind, dürfte niemanden überraschen. Es gibt aber nicht so furchtbar viel Handhabe dagegen."
Diese Kapitulation vor russischen Aufklärungsaktivitäten ist symptomatisch für die deutsche Sicherheitspolitik der letzten Jahre. Während Moskau systematisch westliche Nachschubrouten für die Ukraine ausspäht, versteckt sich die Bundesregierung hinter Zuständigkeitsfragen. Die Bundeswehr sei für zivile Gebiete nicht zuständig, so Pistorius. Als ob sich feindliche Drohnen an deutsche Verwaltungsvorschriften halten würden!
Das Versagen der Ampel-Nachfolger
Selbst unter der neuen Großen Koalition zeigt sich keine entschiedene Handschrift in Sicherheitsfragen. Die vollmundigen Versprechen von Kanzler Merz verpuffen angesichts der Realität. Statt klare Kante gegen russische Provokationen zu zeigen, spricht man von einem "Katz-und-Maus-Spiel" – als wäre die Ausspähung kritischer Infrastruktur ein harmloses Kinderspiel.
Die Wahrheit ist unbequem: Deutschland ist auf diese Art der hybriden Kriegsführung nicht vorbereitet. Während russische Drohnen ungestört über deutschem Territorium kreisen, diskutiert man in Berlin über Zuständigkeiten. Diese Untätigkeit sendet ein fatales Signal nach Moskau: Deutschland ist verwundbar, Deutschland ist schwach.
Putins Kalkül geht auf
Der Angriff auf die "Simferopol" und die dreisten Aufklärungsflüge über Deutschland sind Teil derselben Strategie. Putin testet systematisch die Grenzen des Westens aus – militärisch in der Ukraine, nachrichtendienstlich in Deutschland. Und was macht die Bundesregierung? Sie verurteilt, sie bedauert, sie erklärt sich für nicht zuständig.
Pistorius' Feststellung, Putin habe "kein Interesse an Frieden", mag richtig sein. Doch was folgt daraus? Weitere Milliardenhilfen, die über genau jene Routen transportiert werden, die russische Drohnen bereits kartografiert haben? Ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur, während die bestehende nicht einmal geschützt werden kann?
Deutschland braucht endlich eine Sicherheitspolitik, die diesen Namen verdient. Keine Ausreden mehr, keine Zuständigkeitsdebatten, sondern klare Antworten auf klare Bedrohungen. Sonst werden wir uns noch wundern, wenn nicht nur ukrainische Schiffe versenkt werden, sondern auch unsere eigene Sicherheit den Bach runtergeht.
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