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Kettner Edelmetalle
07.05.2026
07:33 Uhr

Schmierstoff-Schock: Wie der Iran-Krieg Deutschlands Autoindustrie und Busflotte ausbremsen könnte

Während die politische Klasse in Berlin sich noch immer in moralischen Sonntagsreden über den fernen Krieg im Nahen Osten ergeht, wird in den Werkshallen deutscher Automobilkonzerne längst gerechnet, gebangt und improvisiert. Der seit über zwei Monaten anhaltende Iran-Krieg und die damit verbundene Blockade der Straße von Hormus reißen Lücken in unsere Lieferketten, die selbst Pessimisten in dieser Schärfe nicht erwartet hätten. Nun trifft es einen Rohstoff, den der Durchschnittsbürger kaum auf dem Schirm hat – und dessen Knappheit dennoch das Potenzial besitzt, Deutschland ins Stocken zu bringen: hochwertige Basisöle.

Wenn das Öl fehlt, steht das Band still

Nach Recherchen der Rohstoffagentur Argus Media können mehrere deutsche Automobilhersteller ihren Bedarf an Basisölen der Gruppe III nicht mehr decken. Genau aus diesen Basisölen werden, angereichert mit speziellen Additiven, jene synthetischen Motoröle gefertigt, die für die Erstbefüllung neuer Verbrennungsmotoren unverzichtbar sind. Während der Privatkunde seinen turnusmäßigen Ölwechsel notfalls verschieben kann, ist die Erstbefüllung im Werk ein technischer Fixpunkt – ohne sie verlässt kein Neuwagen das Band.

Die Branche sucht laut Argus-Expertin Gabrielle Twinning derzeit händeringend nach alternativen Bezugsquellen. Sollten die Hersteller nicht fündig werden, müssten die Produktionsmengen reduziert werden, so die Einschätzung der Marktbeobachterin. Im Klartext: Kurzarbeit, Bandstillstände, Auftragsstaus – und das in einer Industrie, die ohnehin durch ideologisch motivierte Verbrennerverbote, absurde CO₂-Vorgaben aus Brüssel und einen ruinösen Wettbewerbsnachteil gegenüber chinesischen Herstellern in die Knie gezwungen wurde.

Der ÖPNV als nächstes Opfer

Noch dramatischer könnte es bei den Basisölen der Gruppe II werden. Diese sind das Lebenselixier des gesamten Transportsektors. Busse des öffentlichen Nahverkehrs, Lastkraftwagen, Lieferflotten – sie alle benötigen Motoröle, die aus genau diesen Grundstoffen hergestellt werden. Twinning warnt unverblümt: Innerhalb weniger Monate könnten schwerwiegende Störungen in der gesamten Logistikbranche drohen. Die Vorstellung, dass Stadtbusse stehen bleiben und Lkw-Flotten ausgebremst werden, klingt dystopisch – ist aber im aktuellen geopolitischen Umfeld eine reale Gefahr.

Hormus – die Achillesferse der globalisierten Welt

Die Ursache liegt offen zutage. Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman fließen in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls und Flüssiggases sowie erhebliche Mengen verarbeiteter Öl- und Chemieprodukte. Helium für die Halbleiterproduktion, Mineraldünger, Kerosin – und eben jene Basisöle. Wer geglaubt hatte, eine hochkomplexe Industrienation könne sich auf ewig auf Zulieferketten verlassen, die durch eine einzige Meerenge verlaufen, dem führen die letzten Wochen eine bittere Lektion vor Augen.

Hinzu kommt: Asiatische Raffinerien, die Europa traditionell beliefern, erhalten selbst weniger Rohöl aus der Golfregion. Und weil dort höhere Preise zu erzielen sind, priorisieren sogar europäische Hersteller mittlerweile asiatische Kunden. Europa zahlt drauf – wieder einmal. Die Großhandelspreise für Gruppe-II-Basisöle sind bereits deutlich gestiegen.

Politisches Versagen mit Ansage

Wie konnte es so weit kommen? Jahrzehntelang hat die deutsche Politik – über alle Couleurs hinweg, aber mit besonderer Konsequenz unter grüner Beteiligung – auf eine ideologisch getriebene Energie- und Industriepolitik gesetzt. Heimische Raffineriekapazitäten wurden nicht ausgebaut, sondern abgewickelt. Strategische Reserven bei kritischen Vorprodukten? Fehlanzeige. Und während man sich in Berlin über Lastenfahrräder und Tempolimits stritt, wurden die wirklich wichtigen Fragen – Versorgungssicherheit, geopolitische Resilienz, industrielle Souveränität – sträflich vernachlässigt.

Auch die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat bislang nicht erkennen lassen, dass sie diesen Kurs grundlegend zu korrigieren gedenkt. Stattdessen werden 500 Milliarden Euro Sondervermögen verteilt, ohne dass eine kohärente industriepolitische Strategie erkennbar wäre. Versprochen war: keine neuen Schulden. Geliefert wird: die größte Schuldenorgie der Nachkriegsgeschichte. Und die strukturellen Probleme bleiben.

Was lehrt uns die Krise?

Wenn schon ein Schmierstoff, dessen Namen kaum jemand kennt, das Potenzial hat, eine Volkswirtschaft zu erschüttern, sollte das jedem Bürger zu denken geben. Lieferketten, die scheinbar ewig funktionieren, sind in Wahrheit fragile Konstrukte. Sie hängen an einzelnen Wasserstraßen, an politischen Stabilitäten, an wirtschaftlichen Anreizen, die sich von einem Tag auf den anderen verschieben können.

Wer sein Vermögen ausschließlich in Papierwerten, ETFs oder hochkomplexen Finanzprodukten parkt, vertraut letztlich darauf, dass dieses System reibungslos weiterläuft. Doch genau diese Annahme wackelt. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewährter Anker in stürmischen Zeiten. Sie kennen keine Lieferkettenkrise, keine politische Willkür, keine Inflationspolitik einer überforderten Notenbank. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie das, was in volatilen Zeiten am meisten zählt: substanzielle Wertbeständigkeit.

Fazit: Die Quittung für jahrzehntelange Naivität

Die drohende Basisöl-Knappheit ist mehr als eine Episode in einer fernen Krise. Sie ist Symptom einer politischen Klasse, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat. Während andernorts strategisch gedacht und gehandelt wird, schwadroniert man hierzulande noch immer über Geschlechterrollen und Heizungsverbote. Die Realität – mit ihrer harten geopolitischen Logik – holt Deutschland gerade brutal ein. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Weckruf endlich gehört wird. Es ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern auch die eines Großteils der Bürger, dass Deutschland endlich wieder eine Politik braucht, die für das Land und nicht gegen es regiert.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen zu Vermögensanlagen stellen keine Anlageberatung dar. Wir empfehlen jedem Leser, sich vor Anlageentscheidungen umfassend zu informieren und gegebenenfalls einen unabhängigen Berater zu konsultieren. Jede Investitionsentscheidung erfolgt in eigener Verantwortung.

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