Kostenlose Beratung07930-2699
300.000
Kunden
Sicherer
Versand
07:25 Uhr
KI-generiert

Ryanair-Kahlschlag: 62 Strecken weg – auch Berlin zahlt die Zeche!

Ryanair-Kahlschlag: 62 Strecken weg – auch Berlin zahlt die Zeche!
Symbolbild: KI-generiert

Europas größter Billigflieger zieht die Reißleine: Ryanair hat 62 Verbindungen aus seinem Buchungssystem genommen. Das wurde Anfang November 2026 bekannt. Betroffen sind Strecken quer durch Europa, darunter elf Routen von und zu sechs polnischen Flughäfen. Besonders hart trifft es Brüssel und Berlin.

Wer seinen nächsten Städtetrip schon im Kopf hatte, sollte jetzt genau hinschauen. Denn nicht jede Streichung bedeutet das endgültige Aus. Manche Strecke wandert lediglich an einen anderen Flughafen.

Katowice verliert Budapest und Brüssel

In Polen schlägt der Rotstift vor allem in Katowice zu. Laut Berichten stellt Ryanair dort unter anderem die Flüge nach Budapest und Brüssel ein. Pikant: Beide Routen waren erst 2025 als Neuheiten an den Start gegangen. Medienberichten zufolge hatte der Flughafen damals mit rund 1,3 Millionen Ryanair-Passagieren im Jahr gerechnet.

Der Lichtblick: Fünf Verbindungen will die Airline im Frühjahr 2027 wieder aufnehmen. Für viele Pendler und Urlauber ist das allerdings ein schwacher Trost für einen langen Winter.

Belgien: Wenn der Staat an der Steuerschraube dreht

Warum ausgerechnet Brüssel? Die Antwort hat einen Namen: Luftverkehrsabgabe. Belgien will die Steuer pro Passagier im Januar 2027 von zwei auf sieben Euro anheben. Ryanair-Chef Michael O'Leary sprach Berichten zufolge von einem Plus von 250 Prozent.

Die Iren reagierten prompt. Wie das Unternehmen am 20. Oktober mitteilte, streicht es 20 Routen ab Charleroi und Brüssel-Zaventem, abgezogen werden sechs Flugzeuge. Damit fallen rund 1,1 Millionen Sitzplätze weg. Die Maschinen sollen künftig in Ländern fliegen, die Gebühren senken statt erhöhen. Als Beispiele nannte O'Leary demnach Schweden, die Slowakei, Ungarn und Italien.

Berlin: Hauptstadt ohne Ryanair-Basis

Und Deutschland? Hier ist die Lage längst ernst. Am 24. Oktober 2026 hat Ryanair seine Basis am Hauptstadtflughafen BER geschlossen. Nach Unternehmensangaben halbiert sich die Kapazität dort im Winter. Zwölf Verbindungen entfallen komplett, darunter:

  • Bologna, Palermo, Pisa, Reggio Calabria und Triest
  • Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote
  • Marseille, Tallinn, Thessaloniki und Vilnius

Die sieben dort stationierten Jets sollen an andere europäische Standorte gehen. Deutschlandweit fallen im Winter 2026/27 laut Ryanair rund 700.000 Sitzplätze weg. Hamburg verliert fünf Prozent Kapazität. Bremen soll ab April 2027 gar nicht mehr angeflogen werden, das betrifft jährlich rund 500.000 Plätze. Gewinner gibt es auch: In Memmingen will die Airline um zwölf Prozent zulegen.

Zu wenig, zu spät?

Ryanair begründet den Rückzug mit hohen Gebühren für Flugsicherung, Sicherheitskontrollen und Flughafennutzung, vor allem aber mit der Luftverkehrsteuer. Die hatte die Ampel im Mai 2024 kräftig erhöht. Die Folgen: Dortmund, Leipzig und Dresden verloren schon damals ihre Ryanair-Basen.

Die Regierung Merz hat zwar nachgebessert. Seit 1. Juli 2026 werden für Europaflüge 13,03 statt 15,53 Euro fällig, die Belastung sinkt damit wieder auf das Niveau von 2024. Doch Branchenverbände halten das für einen bloßen ersten Schritt. Der Flughafenverband ADV verwies dabei ausdrücklich auf Berlin als warnendes Beispiel.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Fall ein altbekanntes Muster: Der Staat langt kräftig zu, und Kapital und Jobs suchen sich dann eben andere Länder. Während Budapest, Bratislava oder Stockholm um Airlines werben, verliert die deutsche Hauptstadt reihenweise Direktflüge. Die Rechnung zahlen am Ende Familien, Urlauber und der Tourismusstandort Deutschland. Ein Kurswechsel in kleinen Schritten reicht da kaum aus.

Tipp für Reisende: Wer bereits gebucht hat, sollte seine Buchung prüfen. Bei Annullierungen haben Fluggäste nach EU-Recht grundsätzlich Anspruch auf Erstattung oder eine Ersatzbeförderung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“