
Ramadan als Machtdemonstration: Wenn Schüler zur „Religionspolizei" werden

Was sich derzeit an deutschen Schulen abspielt, dürfte selbst hartgesottene Beobachter des gesellschaftlichen Wandels erschüttern. Während der islamische Fastenmonat Ramadan in vollem Gange ist, berichten Experten von einem Phänomen, das man eher aus Teheran oder Riad kennen würde als aus deutschen Klassenzimmern: Muslimische Schüler agieren als selbsternannte „Religionspolizei" und setzen Mitschüler massiv unter Druck.
Fasten als Loyalitätstest – wer nicht mitmacht, wird gemobbt
Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, beschreibt die Lage in alarmierenden Worten. Der Ramadan werde von einigen männlichen Jugendlichen zum Anlass genommen, „Männlichkeit misszuverstehen als Demonstration körperlicher Leistungsfähigkeit, Durchhaltevermögen und vermeintlicher religiöser Stärke". Was harmlos klingen mag, hat eine zutiefst beunruhigende Dimension: Das Fasten diene als religiöser Identitätsmarker, mit dem die Loyalität zum Islam im eigenen Umfeld getestet werde.
Die Methoden dieser jugendlichen Sittenwächter sind dabei alles andere als subtil. Mitschüler, die nicht fasten wollen oder können, würden abgewertet, emotional unter Druck gesetzt oder regelrecht gemobbt. „Was für ein Muslim bist du?" – mit solchen Sätzen werde ein Klima der Einschüchterung geschaffen, so Khorchide. Wer nicht faste, gerate schnell in Erklärungsnot. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: An deutschen Schulen, die eigentlich Orte der Bildung und des freien Denkens sein sollten, herrscht ein religiöser Konformitätsdruck, der an vormoderne Gesellschaftsstrukturen erinnert.
Äußere Symbole statt innerer Frömmigkeit
Besonders bemerkenswert ist die Verschiebung, die Khorchide beobachtet. Statt den Glauben innerlich zu leben und ethische Fragen in den Mittelpunkt zu stellen, rückten bei manchen Jugendlichen zunehmend äußere Verhaltensweisen und sichtbare Zeichen der Religiosität in den Vordergrund. Religiöse Rituale und Symbole dienten nicht mehr primär als Ausdruck innerer Frömmigkeit, sondern als Marker von Zugehörigkeit. Es geht also längst nicht mehr um Spiritualität – es geht um Macht, um Abgrenzung, um die Demonstration von Dominanz in einem Umfeld, das dieser Entwicklung offenkundig hilflos gegenübersteht.
Politische Instrumentalisierung des Ramadans
Seyran Ateş, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin und eine der mutigsten islamismuskritischen Stimmen Deutschlands, geht noch einen Schritt weiter. Die politische Instrumentalisierung des Ramadans sei längst im Gange. Sie warnt ausdrücklich davor, dass Politiker sich bedenkenlos zum Fastenbrechen einladen ließen, ohne zu prüfen, welche Organisationen hinter den Einladungen steckten. Eine berechtigte Mahnung, die in der politischen Klasse Deutschlands vermutlich ungehört verhallen wird – zu groß ist die Angst, als intolerant zu gelten, zu tief sitzt die Unterwürfigkeit gegenüber dem Zeitgeist der grenzenlosen „Weltoffenheit".
Ateş äußert sich zudem kritisch zu den mittlerweile in mehreren westlichen Städten installierten Ramadan-Beleuchtungen. Ein Phänomen, das man etwa aus London kennt und das auch in deutschen Städten zunehmend Einzug hält. Die Ironie könnte kaum größer sein: Während Weihnachtsmärkte mancherorts in „Wintermärkte" umbenannt werden, um bloß niemanden religiös zu irritieren, erstrahlen ganze Straßenzüge im Glanz des Ramadans. Wer hier keine Doppelmoral erkennt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.
Ein Symptom des kulturellen Vakuums
Was wir an deutschen Schulen erleben, ist kein isoliertes Phänomen. Es ist das logische Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik, die eigene kulturelle und religiöse Traditionen systematisch entwertet hat. Wer die eigenen Wurzeln kappt, darf sich nicht wundern, wenn andere das entstandene Vakuum füllen. Die christlich-abendländische Prägung Deutschlands wurde von einer politischen Klasse, die sich lieber in Gendersternchen und Klimazielen verliert, sukzessive an den Rand gedrängt. Dass nun ausgerechnet an Schulen – den Keimzellen unserer Gesellschaft – eine religiöse Parallelstruktur entsteht, die mit den Werten des Grundgesetzes kaum vereinbar ist, sollte jeden nachdenklich stimmen.
Die Frage, die sich stellt, ist so einfach wie unbequem: Wie lange will sich die deutsche Gesellschaft das noch gefallen lassen? Wie lange sollen Kinder und Jugendliche an deutschen Schulen einem religiösen Gruppendruck ausgesetzt sein, der in einem säkularen Rechtsstaat schlicht nichts zu suchen hat? Die Antwort darauf wird nicht von jenen kommen, die seit Jahren beschwichtigen und relativieren. Sie wird von den Bürgern kommen müssen, die endlich wieder einfordern, dass in Deutschland deutsche Gesetze, deutsche Werte und deutsche Traditionen den Ton angeben – und nicht die Scharia-Interpretation pubertierender Religionswächter.
Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier klare Kante zeigt. Doch angesichts einer Großen Koalition mit der SPD, die sich in der Vergangenheit nicht gerade als Bollwerk gegen die Islamisierung des öffentlichen Raums hervorgetan hat, dürften die Erwartungen gedämpft bleiben. Deutschland braucht Politiker, die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen – und danach zu handeln. Alles andere wäre eine Kapitulation vor jenen Kräften, die unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung Stück für Stück unterwandern.
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