
Raketen auf Kiew, Einladung nach Miami: Washingtons riskante Wette

Während Wolodymyr Selenskyj in New York bei der UN-Vollversammlung um Unterstützung wirbt, schlagen in seiner Hauptstadt russische Raketen ein. Den Behörden zufolge kamen bei den ungewöhnlichen Tagesangriffen auf Kiew am Mittwoch mindestens zwei Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Zur selben Zeit bestätigte Washington, dass Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember nach Miami eingeladen ist.
Explosionen am helllichten Tag
Zuerst kam der Raketenalarm. Danach hörten Reporter der Nachrichtenagentur AFP mehr als 20 Detonationen über der Stadt. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schickte über Telegram eine eindringliche Warnung an die Einwohner:
„Explosionen in Kiew. Die Hauptstadt wird mit ballistischen Raketen angegriffen. Bleiben Sie in den Schutzräumen!"
Selenskyj zufolge richteten sich die Angriffe vor allem gegen zivile Ziele. Getroffen worden seien Wohnhäuser, eine Geburtsklinik, Energieanlagen und Logistikeinrichtungen. Auch in der Nacht zum Donnerstag hielten die Angriffe an. Laut Klitschko stürzte im Bezirk Obolonskyj eine Drohne auf einen Garagenkomplex. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw wurden nach Angaben örtlicher Behörden sechs Menschen getötet, als ein russischer Angriff einen Bauernhof traf.
Selenskyjs Botschaft: Kein Frieden ohne Druck
Vor der UN-Vollversammlung forderte der ukrainische Präsident den Westen auf, bei Sanktionen und Isolation nicht lockerzulassen. Moskaus Kriegsmaschinerie müsse finanziell ausgetrocknet werden. „Russlands Einnahmen müssen ein Ziel bleiben", sagte er Berichten zufolge. Am Donnerstag legte er nach: Ohne Druck werde Russland diesen Krieg nicht beenden.
Ausgerechnet die EU sendet dabei widersprüchliche Signale. Medienberichten zufolge hat Brüssel erst vor wenigen Tagen zwei russische Oligarchen von der Sanktionsliste gestrichen, was in der Ukraine Empörung ausgelöst habe. Viele Beobachter dürften sich fragen, wie konsequent Europas angeblich so geschlossene Front tatsächlich ist.
Rubios Angebot und die Antwort des Kreml
US-Außenminister Marco Rubio verteidigte die Einladung an Putin. Wer Probleme lösen wolle, müsse auch mit Leuten reden, mit denen er nicht übereinstimme, sagte er sinngemäß. Der Gipfel am 14. und 15. Dezember biete Putin die Gelegenheit, nicht nur mit Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs zu sprechen. Zuletzt nahm der Kremlchef vor sieben Jahren persönlich an einem G20-Treffen teil.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, man sei für die Einladung „dankbar" und wisse sie zu schätzen. Eine Entscheidung werde man treffen und über diplomatische Kanäle abstimmen. Viel spricht allerdings nicht für eine Reise nach Florida. Laut Bloomberg will Putin zwar zum APEC-Gipfel nach China reisen, werde den G20-Gipfel in den USA aber voraussichtlich auslassen.
Waffenruhe? Moskau winkt ab
Nach einem Treffen mit Sergej Lawrow gab sich Rubio zuversichtlich. Beide Kriegsparteien hätten Interesse an einer begrenzten Waffenruhe gezeigt, die Angriffe auf Getreidelieferungen und Energieanlagen stoppen könnte. Kurz darauf widersprach Lawrow jedoch im UN-Sicherheitsrat. Eine Feuerpause wolle nur Europa, um die Ukraine in dieser Zeit mit Waffen aufzurüsten, behauptete er. Moskau strebe eine umfassende Lösung an. Kiew erklärte dagegen, es sei sowohl zu einer vollständigen als auch zu Teilwaffenruhen bereit.
Eskalation statt Entspannung
Trump und Putin trafen sich zuletzt im August 2025 persönlich. Seitdem hat sich der Krieg eher verschärft. Die Ukraine greift mit Langstreckenwaffen russische Energie- und Industrieanlagen an, Berichten zufolge auch mit Aufklärungsdaten aus NATO-Staaten. Putin hat außerdem mehrfach erklärt, er werde Selenskyj erst treffen, wenn ein unterschriftsreifes Abkommen vorliege.
Aus Deutschland kommen in dieser Lage kaum eigene Impulse. Berlin zahlt viel und hat am Verhandlungstisch wenig zu sagen. Wie lange dieser Konflikt noch dauert, weiß niemand. Genau diese Ungewissheit ist ein Grund, warum viele Sparer seit Jahren auf physisches Gold und Silber setzen, um einen Teil ihres Vermögens krisenfest abzusichern.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte sich selbst informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.
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