
Putins nukleare Aufrüstungspläne: Kreml erklärt Atomwaffenarsenal zur „absoluten Priorität"

Während Europa noch immer über Friedensdiplomatie philosophiert und sich in endlosen Debatten über Waffenlieferungen an die Ukraine verzettelt, schafft Wladimir Putin Fakten. Der russische Präsident hat in einer Fernsehansprache anlässlich des „Tags des Verteidigers des Vaterlandes" unmissverständlich klargemacht, wohin die Reise geht: Die nukleare Triade Russlands – also die Fähigkeit, Atomwaffen von Land, See und aus der Luft einzusetzen – soll mit höchster Dringlichkeit ausgebaut werden.
Das Ende von New Start: Eine Zeitenwende ohne Sicherheitsnetz
Die Brisanz dieser Ankündigung lässt sich kaum überschätzen. Erst am 5. Februar lief das New-Start-Abkommen zwischen Russland und den USA aus – jener letzte verbliebene Rüstungskontrollvertrag, der beide Supermächte zur Begrenzung ihrer strategischen Atomsprengköpfe auf jeweils maximal 1550 verpflichtet hatte. Ein Vertrag, den Barack Obama und Dmitri Medwedew 2010 in einer anderen Welt unterzeichneten. Einer Welt, in der man noch an die Kraft der Diplomatie glaubte.
Nun steht die internationale Gemeinschaft ohne jedes nukleare Sicherheitsnetz da. Und Putin nutzt dieses Vakuum mit der ihm eigenen strategischen Kaltblütigkeit. Die Entwicklung fortschrittlicher Waffensysteme solle beschleunigt werden, das Potenzial aller Teilstreitkräfte „erheblich gesteigert" und ihre Kampfbereitschaft selbst unter „schwierigsten Bedingungen" verbessert werden, so die auf der Kreml-Website veröffentlichte Botschaft.
Vier Jahre Krieg als Blaupause für die Zukunft
Besonders beunruhigend dürfte für westliche Beobachter sein, dass Putin die militärischen Erfahrungen aus dem mittlerweile vier Jahre andauernden Ukraine-Krieg explizit als Grundlage für die Modernisierung seiner Streitkräfte benennt. Der Krieg, dessen Beginn sich am 24. Februar zum vierten Mal jährt, dient dem Kreml offenbar als gigantisches Testlabor – ein zynischer Befund, der die wahre Natur dieses Konflikts schonungslos offenlegt.
Moskau signalisierte zwar zuletzt, grundsätzlich zu einem neuen Atomwaffenvertrag mit Washington bereit zu sein, und erklärte, die bisherigen Begrenzungen für sein Arsenal weiterhin respektieren zu wollen. Doch wie viel solche Lippenbekenntnisse wert sind, wenn gleichzeitig die nukleare Aufrüstung zur „absoluten Priorität" erklärt wird, darf getrost bezweifelt werden.
China als neuer Faktor im nuklearen Machtpoker
Die Lage wird zusätzlich dadurch verkompliziert, dass die USA unter Präsident Donald Trump darauf drängen, China in künftige Rüstungskontrollverhandlungen einzubeziehen. Peking baut sein Atomwaffenarsenal in einem Tempo aus, das westliche Geheimdienste alarmiert. Ein trilaterales Abkommen wäre zwar wünschenswert, erscheint angesichts der geopolitischen Verwerfungen zwischen Washington, Moskau und Peking jedoch wie eine diplomatische Fata Morgana.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Für Deutschland und Europa sollten Putins Worte ein weiterer Weckruf sein – wenn denn noch jemand aufwacht. Während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschlossen hat, das angeblich auch der Verteidigung dienen soll, fragt man sich unwillkürlich, ob die politische Klasse in Berlin die Dimension der Bedrohung tatsächlich begriffen hat. Jahrzehntelang hat man die Bundeswehr kaputtgespart, sich in ideologischen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität verloren und dabei die harte Realität der Machtpolitik ignoriert.
Putin versteht nur eine Sprache: die der Stärke. Und solange Europa diese Sprache nicht fließend spricht, wird der Kremlchef weiter aufrüsten, weiter provozieren und weiter die Grenzen des Erträglichen verschieben. In Zeiten wie diesen erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage ihre Berechtigung haben – denn geopolitische Unsicherheiten waren selten so greifbar wie heute.
„Die Entwicklung der nuklearen Triade, die Russlands Sicherheit garantiert und für eine wirksame strategische Abschreckung sowie ein Kräftegleichgewicht in der Welt sorgt, bleibt eine absolute Priorität."
– Wladimir Putin in seiner Fernsehansprache
Die Welt steht an einem gefährlichen Wendepunkt. Das nukleare Wettrüsten, das man nach dem Ende des Kalten Krieges für überwunden hielt, kehrt mit voller Wucht zurück. Und diesmal gibt es keinen Vertrag mehr, der die Geister in der Flasche hält.
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