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Putins Goldschatz schmilzt: Kreml verkauft Barren für die Kriegskasse!

Putins Goldschatz schmilzt: Kreml verkauft Barren für die Kriegskasse!
Symbolbild: KI-generiert

Russland verkauft sein Gold so schnell wie seit 1998 nicht mehr. Laut Zahlen der russischen Zentralbank hat Moskau seit Ende 2025 rund 62 Tonnen Gold abgegeben, allein im September 2026 waren es 6,2 Tonnen. Damit liegen die offiziellen Reserven nur noch bei etwa 2.264 Tonnen, so niedrig wie seit Ende 2019 nicht mehr.

Das zeigt deutlich, wie teuer Putins Krieg inzwischen wird. Und es zeigt, worauf ein Staat am Ende zurückgreift, wenn es eng wird.

Zehn Monate Verkäufe in Folge

Medienberichten zufolge hat die Bank von Russland zehn Monate hintereinander Gold verkauft. Eine so lange Serie hat es seit der Finanzkrise von 1998 nicht mehr gegeben. Damals fiel der Rubel ins Bodenlose, das Land ging in den Zahlungsausfall, und die Notenbank verkaufte in nur drei Monaten 118 Tonnen.

Ganz so dramatisch ist die Lage heute nicht. Zentralbankchefin Elvira Nabiullina besteht Berichten zufolge darauf, dass es nicht um Panik oder eine Währungskrise gehe. Es handle sich um ganz normale Liquiditätsgeschäfte des Reservefonds. Klingt beruhigend. Aber wer sein Tafelsilber verkauft, um die laufenden Rechnungen zu zahlen, sendet ein klares Signal.

Ein Haushaltsloch von 7,3 Billionen Rubel

Die Zahlen sprechen für sich. Für 2026 rechnet Moskau mit einem Haushaltsdefizit von rund 7,3 Billionen Rubel, das sind etwa 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Laut Analysten ist das ungefähr doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Gleichzeitig nimmt der Staat weniger mit Öl und Gas ein, während die Kosten für den Krieg in der Ukraine hoch bleiben.

Medienberichten zufolge sollen Verteidigung und Sicherheit 2026 rund 38 Prozent des gesamten Bundeshaushalts verschlingen. Seit 2021 haben sich diese Ausgaben demnach vervierfacht. Das ist eine Kriegswirtschaft, die ihr Fundament aufzehrt.

Der Wohlstandsfonds trocknet aus

Die Verkäufe laufen vor allem über das Finanzministerium und den Nationalen Wohlstandsfonds. In diesem Fonds hat Russland seit 2008 die Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft angespart. Eigentlich sollte er die Wirtschaft stabilisieren und die Renten absichern. Heute stopft er vor allem Haushaltslöcher.

Laut Branchenanalysen ist der Goldbestand des Fonds von 555 Tonnen im Mai 2022 auf rund 160 Tonnen Ende 2025 geschrumpft. Die liquiden Mittel sollen im selben Zeitraum von über 113 auf etwa 52 Milliarden Dollar gefallen sein.

Warum ausgerechnet Gold?

Mit dem Überfall auf die Ukraine 2022 fror der Westen russische Guthaben in Dollar und Euro ein. Nach Expertenschätzungen verlor Moskau damit den Zugriff auf rund 60 Prozent seiner Devisenreserven. Übrig blieb vor allem das, was kein ausländischer Beamter per Mausklick sperren kann: physisches Gold in eigenen Tresoren.

Einen Käufer gibt es auch. Berichten zufolge hat China von Januar bis Juli rund 100 Tonnen russisches Gold über Hongkong eingeführt, dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Russland bleibt trotz der Verkäufe einer der sechs größten Goldbesitzer unter den Staaten der Welt.

Die Lehre für Sparer im Westen

Experten sehen in den Verkäufen ein Zeichen dafür, dass die Kosten des Krieges immer stärker an die Rücklagen des Staates gehen. Die eigentliche Lehre reicht aber weiter. Wenn Papierwerte eingefroren, Konten gesperrt und Währungen zur Waffe werden, bleibt Gold als stille Reserve übrig, auf die man sich verlassen kann.

Das sollte man auch in Deutschland bedenken. Auch hier wachsen die Staatsschulden, zuletzt durch milliardenschwere Sondervermögen. Für viele Bürger ist deshalb eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Vermögen eine vernünftige Absicherung gegen die Fehler der Politik.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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