
Pulverfass Persischer Golf: Trump pokert, Teheran tönt – und Raketen regnen über Kuwait

Während in den europäischen Hauptstädten die politische Klasse mit Genderdebatten und Wärmepumpen-Phantasien beschäftigt ist, steht der Nahe Osten lichterloh in Flammen. Die Straße von Hormus, jene schmale Lebensader, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öls fließt, ist zum Schauplatz eines gefährlichen Spiels geworden. Und mittendrin: ein US-Präsident, der erklärt, er habe es nicht eilig. Man darf sich fragen, ob der Rest der Welt sich diese Gemütsruhe leisten kann.
Angriffe und Gegenangriffe – das tödliche Pingpong am Golf
Die amerikanischen Streitkräfte hätten, so meldete das zuständige Regionalkommando CENTCOM, am vergangenen Wochenende Radar- und Drohnenkontrollanlagen im Süden des Iran ins Visier genommen. Betroffen seien die Stadt Goruk sowie die Insel Keschm nahe der ohnehin hochsensiblen Straße von Hormus gewesen. Washington spricht von Selbstverteidigung – konkret als Antwort auf die Zerstörung einer US-Drohne über internationalen Gewässern.
Teheran wiederum ließ es sich nicht nehmen, zurückzuschlagen. Die Revolutionsgarden meldeten einen Angriff auf einen Stützpunkt, der mutmaßlich von der US-Armee genutzt worden sei. Der genaue Standort blieb in der iranischen Verlautbarung wohlweislich im Dunkeln. Kuwait jedenfalls schrillten die Sirenen: Die Luftabwehr des Golfstaates habe nach eigenen Angaben „feindliche Raketen- und Drohnenangriffe“ abgefangen. Ein Krieg, der sich längst nicht mehr nur zwischen zwei Akteuren abspielt.
„Wer es eilig hat, schließt kein gutes Abkommen“ – Trumps eiskalte Verhandlungslogik
Donald Trump, seit Januar 2025 zurück im Oval Office, gibt sich demonstrativ gelassen. In einem Interview mit „Fox News“ erklärte er, weder Washington noch Teheran hätten bislang etwas unterzeichnet. Und dann jener Satz, der eines erfahrenen Dealmakers würdig ist:
„Ich würde gerne sagen, dass ich es eilig habe, weil die Benzinpreise dann in den Keller fallen würden. Aber wenn man es eilig hat, schließt man kein gutes Abkommen.“
Man mag von Trump halten, was man will – seine Verhandlungsphilosophie unterscheidet sich wohltuend vom kraftlosen Lavieren europäischer Spitzenpolitiker. Er stellte Bedingungen, die Klartext sind: Der Iran dürfe keine Atomwaffen erlangen, die Straße von Hormus müsse „in beide Richtungen“ offen bleiben, und sämtliche verbliebenen Seeminen seien zu räumen oder zu sprengen. US-Kriegsminister Pete Hegseth legte nach – die USA würden die Angriffe wieder aufnehmen, sollte keine Einigung gelingen. Munitionsvorräte seien reichlich vorhanden.
Teherans Propaganda-Theater
Während die Fakten am Boden eine andere Sprache sprechen, übt sich das iranische Regime in altbekannter Selbstinszenierung. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf behauptete, Teherans Streitkräfte würden „den Feind in einem großen und geschichtsträchtigen Krieg zurückdrängen“. Die USA hätten sich gar zurückgezogen, so seine kühne These. Eine Plakatwand am Teheraner Palestine Square verkündet derweil mit gewohnt menschenverachtender Rhetorik, Israel werde „die nächsten 15 Jahre nicht erleben“. Wer solche Parolen kennt, weiß, mit welchem Regime die Welt es hier zu tun hat.
Libanon als zweite Front – Hisbollah schert sich nicht um Waffenruhe
Parallel zum Schlagabtausch mit dem Iran brodelt es im Libanon. Die proiranische Hisbollah-Miliz ignoriert die seit Mitte April offiziell geltende Waffenruhe schlichtweg und setzt ihre Angriffe auf Israel fort. Israels Armee rückt im Gegenzug immer tiefer in den Süden des Landes vor und nahm am Sonntag die strategisch bedeutsame Festung Beaufort ein. US-Außenminister Marco Rubio führte Gespräche mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Frankreich beantragte für den 1. Juni eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats.
Was bedeutet das für den deutschen Sparer?
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Eine Eskalation rund um die Straße von Hormus träfe die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Steigende Energiepreise, neue Inflationsschübe, zerrüttete Lieferketten – die Folgen würden bis in jeden deutschen Haushalt durchschlagen. Während die Bundesregierung Hunderte Milliarden in Sondervermögen verfrühstückt und damit künftige Generationen verschuldet, wackeln die geopolitischen Fundamente bedrohlich.
In solchen Zeiten zeigt sich, was wahre Wertbeständigkeit bedeutet. Gold und Silber haben sich über Jahrtausende hinweg als Anker in stürmischen Zeiten bewährt – unabhängig von politischen Zerwürfnissen, Kriegen und der Druckerpresse der Notenbanken. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen möchte, sollte physische Edelmetalle als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und seine Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen.

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