
Pulverfass Nahost: Größtes Kriegsschiff der Welt nimmt Kurs auf den Iran

Während in Genf noch diplomatische Floskeln ausgetauscht werden, sprechen die militärischen Fakten eine unmissverständliche Sprache. Die USA verlegen in atemberaubendem Tempo Kriegsgerät in den Nahen Osten, ziehen gleichzeitig Personal aus der Region ab – und der iranische Botschafter in Berlin beteuert, sein Land sei „nicht die destruktive Kraft". Man könnte fast meinen, die Welt habe aus den Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte nichts gelernt.
Zwei Flugzeugträger und 150 Transportflüge – nur Säbelrasseln?
Die Dimensionen der amerikanischen Militärmobilisierung lassen selbst erfahrene Sicherheitsexperten aufhorchen. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln, bestückt mit Lenkraketenzerstörern und Dutzenden Kampfjets, liegt bereits unweit der iranischen Küste vor Anker. Und als wäre das nicht genug, befindet sich mit der USS Gerald R. Ford – dem größten Kriegsschiff, das je gebaut wurde – ein zweiter Flugzeugträger auf dem Weg in die Region. Innerhalb von drei Wochen soll er eintreffen. Mehr als 150 Flüge amerikanischer Militärtransporter hätten bereits Waffen und Ausrüstung in den Nahen Osten gebracht, allein am Mittwoch seien 50 zusätzliche Kampfflugzeuge in die Region verlegt worden.
Führende Vertreter der nationalen Sicherheit hätten Präsident Trump die Einsatzbereitschaft des Militärs ab Samstag zugesagt, berichtete CBS News unter Berufung auf Regierungsquellen. Gleichzeitig verlege das Pentagon Mitarbeiter aus dem Nahen Osten nach Europa und in die USA. Eine endgültige Entscheidung über einen Angriff habe Trump allerdings noch nicht getroffen.
Diplomatie als Feigenblatt?
Die Doppelstrategie Washingtons könnte kaum offensichtlicher sein. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte zwar, der Präsident hoffe weiterhin auf eine diplomatische Lösung. Im selben Atemzug wies sie Teheran jedoch darauf hin, es wäre „sehr weise", ein Abkommen mit den USA einzugehen. Es gebe „viele Gründe und Argumente, die für einen Schlag gegen den Iran sprechen". Eine bemerkenswert unverblümte Drohung, die man in diplomatischen Kreisen normalerweise hinter Schichten von Euphemismen zu verbergen pflegt.
Bei den Genfer Verhandlungen lägen beide Seiten bei Schlüsselfragen noch „weit auseinander", so Leavitt weiter. Die Iraner würden in den kommenden Wochen mit weiteren Details auf Washington zukommen. Ob Israel in die amerikanische Entscheidungsfindung eingebunden werde, wollte sie nicht kommentieren – was für sich genommen bereits Bände spricht.
Teherans Gratwanderung zwischen Trotz und Kompromiss
Der iranische Botschafter in Berlin versuchte derweil, die Wogen zu glätten. Sein Land sei sowohl zu Gesprächen als auch zur Verteidigung bereit, sagte er. Bereits der israelische Angriff im vergangenen Juni habe gezeigt, dass nicht der Iran die destruktive Rolle spiele. Die Vorteile der Diplomatie und die Schäden eines Krieges beträfen immer beide Seiten. Die laufenden Genfer Verhandlungen bezeichnete er als deutlich „greifbarer" als die vorherigen Gespräche im omanischen Maskat.
Tatsächlich signalisierten beide Seiten trotz ausbleibenden Durchbruchs gewisse Fortschritte. Teheran erklärte, man habe sich mit Washington auf die wichtigsten „Leitprinzipien" geeinigt, die die Bemühungen zur Beilegung des Atomstreits bestimmen sollten. Außenminister Abbas Araghchi fügte jedoch hinzu, dass noch erhebliche Arbeit zu leisten sei. Der vermittelnde Oman sprach von „guten Fortschritten" bei gemeinsamen Zielen und technischen Fragen.
Syrien-Abzug: Truppenverschiebung mit Kalkül
Ein weiteres Puzzlestück in diesem geopolitischen Schachspiel ist der angekündigte Abzug amerikanischer Truppen aus Syrien. Die verbliebenen rund 1.000 Soldaten, die seit 2015 den Einfluss des Islamischen Staates eindämmen sollten, werden offenbar abgezogen. Die syrische Regierung habe zugestimmt, die Führung im Kampf gegen den Terrorismus selbst zu übernehmen, hieß es aus dem Weißen Haus. Eine US-Militärpräsenz „in großem Umfang" sei daher nicht mehr erforderlich.
Ob dieser Abzug direkt mit einem möglichen Militärschlag gegen den Iran zusammenhängt, bleibt offiziell unklar. Klar ist hingegen: Seit der Machtübernahme durch ehemalige sunnitische Rebellen Ende 2024 zählt Syrien nicht mehr zum iranischen Einflussbereich. Der neue Machthaber Ahmed al-Scharaa, obgleich als Islamist bekannt, hat sich von Teheran distanziert – und genießt dafür im Westen gewichtige Fürsprecher. Man könnte es auch so formulieren: Washington räumt das Spielfeld, bevor es ernst wird.
Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?
Für Europa und insbesondere für Deutschland hätte eine militärische Eskalation im Nahen Osten verheerende Konsequenzen. Die Energiepreise, ohnehin durch die verfehlte Energiepolitik der vergangenen Jahre auf einem schmerzhaft hohen Niveau, würden bei einer Blockade der Straße von Hormus oder einem offenen Krieg in der Golfregion regelrecht explodieren. Die deutsche Wirtschaft, die bereits unter den Folgen ideologiegetriebener Transformationspolitik ächzt, könnte einen solchen Schock kaum verkraften.
Drei Themen stehen im Zentrum der amerikanisch-iranischen Verhandlungen: das iranische Atomprogramm, die Entwicklung ballistischer Langstreckenraketen und die Unterstützung nahöstlicher Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah. Teheran möchte die Gespräche auf das Atomprogramm und die mögliche Aufhebung von Wirtschaftssanktionen beschränken, während Washington darauf besteht, auch die Raketenentwicklung einzubeziehen. Ein Kompromiss scheint in weiter Ferne.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu besitzen, die unabhängig von geopolitischen Verwerfungen ihren Wert behalten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt – und dürften auch diesmal zu den Gewinnern gehören, sollte die Lage im Nahen Osten weiter eskalieren. Wer sein Portfolio nicht ausschließlich dem Wohlwollen von Zentralbanken und der Stabilität fragiler Lieferketten anvertrauen möchte, tut gut daran, auf bewährte Sachwerte zu setzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.
Papiervs.PhysischWarum echtes Metall jetzt alles entscheidet
Keine Kreditkarte erforderlich • Keine versteckten Kosten
Ihre Experten im Webinar:

Dominik Kettner
CEO Kettner Edelmetalle

Jochen Staiger
Rohstoffexperte

Rick Rule
Rohstoff-Legende

Alasdair Macleod
Chefstratege GoldMoney
Top-Experten
Dominik Kettner & Star-Gäste
Live Q&A
Ihre Fragen
15.000€ Gold
zu gewinnen
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik















