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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
05:11 Uhr

Private-Credit-Krise und Iran-Eskalation: Wall Street unter Doppelbeschuss

Es war ein Donnerstag, den die Anleger an der Wall Street wohl lieber vergessen würden. Gleich zwei Brandherde sorgten dafür, dass die großen US-Indizes ins Minus rutschten: Die zunehmend aggressive Rhetorik Washingtons gegenüber dem Iran und ein beunruhigendes Signal aus dem Markt für private Kredite. Eine toxische Mischung, die einmal mehr zeigt, wie fragil das Kartenhaus der modernen Finanzmärkte tatsächlich ist.

Kriegstrommeln aus Washington

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte am Mittwoch, es gebe „viele Gründe und Argumente, die für einen Militärschlag gegen den Iran sprechen könnten". Präsident Donald Trump legte am Donnerstag nach und kündigte an, er werde innerhalb von zehn Tagen über mögliche Maßnahmen entscheiden. Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu verstehen, was das bedeutet: Die Ölpreise schossen prompt um fast zwei Prozent in die Höhe. Denn ein militärischer Konflikt mit dem Iran – einem der größten Ölproduzenten der Welt – würde die globale Energieversorgung empfindlich treffen.

Für Deutschland, das ohnehin unter einer desaströsen Energiepolitik der vergangenen Jahre leidet, wäre eine solche Eskalation ein weiterer Schlag ins Kontor. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wurde durch den ideologiegetriebenen Atomausstieg nicht etwa verringert, sondern lediglich verlagert. Steigende Ölpreise würden die ohnehin angespannte Inflationslage weiter verschärfen.

Blue Owl und das Beben im Private-Credit-Markt

Mindestens ebenso besorgniserregend war das, was sich abseits der geopolitischen Bühne abspielte. Der Vermögensverwalter Blue Owl Capital verkaufte Kreditvermögenswerte im Wert von 1,4 Milliarden Dollar aus drei seiner privaten Kreditfonds. Das allein wäre noch keine Schlagzeile wert. Doch der entscheidende Punkt: Nach dem Verkauf kündigte Blue Owl an, bei einem der Fonds die regelmäßigen vierteljährlichen Liquiditätszahlungen an Investoren einzustellen.

Die Aktie von Blue Owl brach daraufhin um fast sechs Prozent ein. Und wie es an den Finanzmärkten üblich ist, riss der Sturz auch andere mit in die Tiefe. Branchengrößen wie Blackstone und Apollo Global Management verzeichneten ebenfalls Kursverluste. Der Private-Credit-Markt, der in den vergangenen Jahren als vermeintlich sichere Alternative zu traditionellen Anleihen gefeiert wurde, zeigt damit erste ernsthafte Risse.

Wer sich an die Finanzkrise von 2008 erinnert, dem dürfte ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Auch damals waren es zunächst scheinbar isolierte Probleme in einem Nischensegment – den Subprime-Hypotheken –, die sich zu einer systemischen Krise auswuchsen. Natürlich ist die Situation heute eine andere. Aber die Parallelen in der Dynamik sind frappierend: Intransparente Kreditstrukturen, eingeschränkte Liquidität und ein plötzlicher Vertrauensverlust.

Märkte im Sinkflug – Software-Aktien unter Druck

Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und Kreditmarkt-Sorgen drückte die großen Indizes ins Minus. Der S&P 500 verlor 0,28 Prozent und bewegt sich damit für das laufende Jahr nahe der Nulllinie – ein ernüchterndes Bild für all jene, die auf eine Fortsetzung der Aktienrallye gehofft hatten. Der Dow Jones Industrial Average gab 0,54 Prozent ab, der Nasdaq Composite schloss 0,31 Prozent tiefer.

Besonders hart traf es den Software-Sektor. Unternehmen wie Salesforce, Intuit und Cadence Design Systems verzeichneten allesamt Verluste. Auch in Europa blieb die Stimmung gedrückt: Der paneuropäische Stoxx 600 fiel um 0,53 Prozent, während Investoren die Quartalszahlen von Airbus, Renault und Nestlé verdauten.

Walmart überrascht – doch die Prognose enttäuscht

Einen Lichtblick gab es immerhin bei Walmart. Der Einzelhandelsriese übertraf mit seinen Ergebnissen für das vierte Fiskalquartal die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz. Wachstumstreiber waren vor allem das E-Commerce-Geschäft, die Werbesparte und der Drittanbieter-Marktplatz. Doch die Freude währte nur kurz: Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr blieb hinter den Erwartungen zurück. Ein Muster, das sich in der aktuellen Berichtssaison häufig zeigt – solide Vergangenheitszahlen, aber gedämpfter Ausblick.

Handelsdefizit der USA: 901 Milliarden Dollar trotz Trump

Bemerkenswert ist auch eine Zahl, die in der Flut der Nachrichten beinahe untergegangen wäre: Das US-Handelsdefizit belief sich 2025 auf 901 Milliarden Dollar. Trotz der massiven Zollerhöhungen, die die Trump-Administration eingeführt hat – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf China, 25 Prozent auf Mexiko und Kanada –, hat sich das Ungleichgewicht praktisch nicht verändert. Ein ernüchterndes Zeugnis für die Wirksamkeit protektionistischer Handelspolitik, das allerdings auch zeigt, wie tief die strukturellen Probleme der amerikanischen Wirtschaft sitzen.

Für Europa und insbesondere für Deutschland bedeuten die US-Zölle dennoch eine erhebliche Belastung. Die deutsche Exportwirtschaft, einst das Rückgrat unseres Wohlstands, leidet unter der Doppelbelastung aus amerikanischem Protektionismus und hausgemachter Bürokratie. Dass die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hier bislang keine spürbaren Entlastungen geschaffen hat, dürfte viele Unternehmer zunehmend frustrieren.

Japan: Inflation auf Tiefstand – ein Warnsignal?

Aus Asien kam derweil eine überraschende Nachricht: Japans Inflationsrate stürzte im Januar auf 1,5 Prozent ab – den niedrigsten Stand seit März 2022 und erstmals seit 46 Monaten unter dem Zwei-Prozent-Ziel der Bank of Japan. Was auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht klingt, könnte in Wahrheit ein Warnsignal für die globale Konjunktur sein. Sinkende Inflation deutet häufig auf eine nachlassende Nachfrage hin – und damit auf eine mögliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen – geopolitische Spannungen, wackelnde Kreditmärkte, unsichere Konjunkturaussichten und eine Politik, die mehr Probleme schafft als löst – zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktien, Anleihen und selbst vermeintlich sichere Kreditfonds unter Druck geraten, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher in unsicheren Zeiten. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich ein Fundament, das weder von den Launen der Notenbanken noch von den Eskapaden der Geopolitik erschüttert werden kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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