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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
11:45 Uhr

Polens Aufrüstung an der Ostflanke: Landminen gegen die russische Bedrohung

Während in Genf die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ergebnislos versanden und europäische Geheimdienstchefs die diplomatischen Bemühungen als reines „Theater" bezeichnen, rüstet Polen an seiner Ostgrenze massiv auf. Ministerpräsident Donald Tusk verkündete, sein Land werde schon bald in der Lage sein, die gesamte Ostgrenze innerhalb von nur 48 Stunden mit Landminen zu bestücken. Eine Ansage, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt – und die zeigt, wie ernst die Bedrohungslage in Osteuropa mittlerweile eingeschätzt wird.

Austritt aus der Ottawa-Konvention: Sicherheit vor Symbolpolitik

Polen ist am vergangenen Freitag offiziell aus der Ottawa-Konvention ausgetreten – jenem internationalen Vertrag, der den Einsatz von Antipersonenminen verbietet. Ein Vertrag wohlgemerkt, den weder Russland noch die Vereinigten Staaten jemals unterzeichnet haben. Erst 2012 hatte Warschau die Konvention ratifiziert und seine Minenbestände pflichtbewusst vernichtet. Nun, angesichts der russischen Aggression gegen die Ukraine, vollzieht man eine pragmatische Kehrtwende.

Vizeverteidigungsminister Pawel Zalewski machte unmissverständlich klar, worum es geht: „Diese Minen sind eines der wichtigsten Elemente der Verteidigungsstruktur, die wir an der Ostflanke der Nato in Polen aufbauen." Sein Land müsse sich gegen Russland verteidigen, das „sehr aggressive Absichten gegenüber seinen Nachbarn" hege. Die Minen sollen bei einheimischen Firmen bestellt werden und sowohl die Grenze zum russischen Gebiet Kaliningrad als auch zu Belarus sichern. Verlegt würden sie allerdings nur bei einer realistischen Gefahr russischer Aggression.

Polen steht mit diesem Schritt keineswegs allein. Finnland, Estland, Lettland, Litauen und die Ukraine selbst haben ebenfalls ihren Austritt aus der Konvention angekündigt oder bereits vollzogen. Man könnte fast meinen, die Staaten an Europas Ostflanke hätten verstanden, was in Brüssel und Berlin noch immer nicht angekommen zu sein scheint: Dass Sicherheit nicht durch Verträge garantiert wird, die der potenzielle Aggressor nie unterschrieben hat.

Orbán spielt mit dem Feuer – und der Stromversorgung der Ukraine

Während Polen seine Verteidigungsfähigkeit stärkt, sorgt Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán einmal mehr für Irritationen. Bei einer Pressekonferenz in Washington deutete er an, sein Land könnte die Stromversorgung der benachbarten Ukraine behindern, sollte Kiew weiterhin Ungarns Belieferung mit russischem Erdöl beeinträchtigen. „Ich will ja nicht drohen und nichts vorwegnehmen", sagte Orbán – um dann genau das zu tun. Die Ukraine beziehe einen „bedeutenden Teil ihrer Stromversorgung über Ungarn", und man könne durchaus an „Antwortschritte" denken.

Der Hintergrund: Seit Ende Januar fließt kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine nach Ungarn. Budapest und Bratislava haben daraufhin bereits ihre Treibstoff-Lieferungen an die Ukraine gestoppt. Während Kiew russische Angriffe für die Schäden an der Pipeline verantwortlich macht, werfen Ungarn und die Slowakei der ukrainischen Regierung vor, das russische Öl absichtlich zurückzuhalten. Orbán bezeichnete die ukrainische Führung als „Chaosstifter" – eine Rhetorik, die in Zeiten eines brutalen Angriffskrieges gegen die Ukraine mindestens fragwürdig erscheint.

Europas Geheimdienste: Friedensverhandlungen sind „Theater"

Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges schwinden unterdessen rapide. Führende europäische Geheimdienstvertreter beurteilen die Chancen auf Frieden deutlich pessimistischer als US-Präsident Donald Trump, der eine Einigung als „greifbar" dargestellt hatte. Die Chefs von fünf europäischen Nachrichtendiensten bezweifelten einen Durchbruch im laufenden Jahr. Ein Geheimdienstchef bezeichnete die jüngste Verhandlungsrunde in Genf schlicht als „Theater".

Russlands Präsident Putin habe keinerlei Interesse an einem schnellen Kriegsende, so die Einschätzung. Vielmehr nutze Moskau die von den USA vermittelten Gespräche, um eine Lockerung der Sanktionen und lukrative Wirtschaftsdeals zu erreichen. Putins strategische Ziele seien unverändert: die Absetzung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj und die Neutralität der Ukraine.

Merz spricht Klartext: Russland im „Zustand tiefster Barbarei"

Bundeskanzler Friedrich Merz fand ungewöhnlich deutliche Worte zur Lage. Er sehe kaum Chancen für ein rasches Ende des Krieges auf dem Verhandlungsweg. „Dieser Krieg wird nach meiner Einschätzung erst zu Ende gehen, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist, entweder militärisch oder ökonomisch", sagte der CDU-Chef. Vernunft und humanitäre Argumente würden Putin nicht überzeugen – das sei „die bittere Wahrheit".

Besonders bemerkenswert war seine Analyse der russischen Machtelite: Die „russische Machtclique" könne auf absehbare Zeit gar nicht ohne Krieg auskommen. Sie müsse die Kriegsmaschinerie am Laufen halten, weil sie schlicht keinen Plan habe, was sie mit den Hunderttausenden zum Teil schwer traumatisierten Soldaten anfangen solle, die von der Front zurückkehrten. Den Zustand Russlands beschrieb Merz mit düsteren Worten als einen „Zustand der tiefsten Barbarei".

Man mag von Merz' bisheriger politischer Bilanz halten, was man will – und es gibt berechtigte Kritik an seinem 500-Milliarden-Schuldenpaket, das kommende Generationen belasten wird. Doch in der Einschätzung der russischen Bedrohung trifft er den Nagel auf den Kopf. Die Frage ist nur: Werden den klaren Worten auch entschlossene Taten folgen?

Die humanitäre Katastrophe: Kinder unter Dauerbeschuss

Abseits der geopolitischen Schachzüge offenbart sich das ganze Ausmaß des menschlichen Leids. Seit Kriegsbeginn haben ukrainische Kinder durchschnittlich mehr als 4.000 Stunden Luftalarm erlebt – das entspricht fünfeinhalb Monaten ununterbrochenen Stresses. In der Hauptstadtregion Kiew und einigen Frontgebieten summierte sich der Alarm sogar auf 7.000 Stunden. Neuneinhalb Monate, in denen Familien in Kellern, Bunkern oder U-Bahn-Schächten ausharrten, oft ohne Strom, Wasser und Heizung.

Durch den extremen Winter benötigten laut Deutschem Roten Kreuz fast 13 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. In vielen Wohnungen herrschten aufgrund der zerstörten Energieinfrastruktur nur noch fünf bis sieben Grad. Es sei die „schlimmste Situation" seit Kriegsbeginn, so das DRK.

Russland rekrutiert weltweit – sogar in Kenia

Wie verzweifelt Moskau mittlerweile nach frischem Kanonenfutter sucht, zeigt ein erschreckender Geheimdienstbericht aus Kenia: Mehr als tausend Kenianer seien von der russischen Armee für einen Kampfeinsatz in der Ukraine rekrutiert worden. Die Ausreise der Männer erfolge oftmals mit Touristenvisa über Istanbul oder Abu Dhabi. Noch im Dezember hatten die Behörden die Zahl auf lediglich 200 geschätzt. Mindestens 39 Kenianer lägen nach Kampfeinsätzen im Krankenhaus, 28 weitere würden vermisst. Die kenianische Regierung verurteilte den Einsatz ihrer Staatsbürger als „Kanonenfutter" – ein Wort, das die Brutalität des russischen Vorgehens treffend beschreibt.

Europa muss endlich aufwachen

Die Entwicklungen der vergangenen Tage zeichnen ein beunruhigendes Bild. Während die EU nicht einmal ein 20. Sanktionspaket gegen Russland zustande bringt, während Orbán die Ukraine erpresst und Trump auf seinen Schwiegersohn als Verhandlungsführer setzt, handelt Polen. Warschau investiert in seine Verteidigung, bestellt Minen bei heimischen Unternehmen und macht sich keine Illusionen über die russische Bedrohung.

Deutschland täte gut daran, von diesem Pragmatismus zu lernen. Statt Milliarden in ideologische Projekte zu versenken, sollte die neue Bundesregierung die Verteidigungsfähigkeit des Landes endlich zur obersten Priorität machen. Denn eines hat dieser Krieg unmissverständlich gezeigt: Frieden in Europa ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Er muss verteidigt werden – notfalls auch mit Landminen an der Ostflanke.

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