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Pleiten-Lawine rollt weiter: So viele Firmen-Aus wie seit 2013 nicht!

Pleiten-Lawine rollt weiter: So viele Firmen-Aus wie seit 2013 nicht!
Symbolbild: KI-generiert

Für Deutschlands Betriebe gibt es keine Entwarnung. Der Kreditversicherer Allianz Trade rechnet laut einer neuen Prognose sowohl 2026 als auch 2027 mit jeweils rund 25.900 Unternehmensinsolvenzen. So viele Pleiten gab es zuletzt 2013, als die europäische Schuldenkrise auslief. Mit einer echten Wende rechnen die Experten erst 2028.

Eine Kurve, die nur eine Richtung kennt

Die amtlichen Zahlen zeigen, wie stark der Druck seit Jahren wächst. Laut Statistischem Bundesamt lag die Zahl der Firmenpleiten 2023 noch bei 17.814. Ein Jahr später waren es 21.812, im Jahr 2025 dann 24.064.

Auch 2026 geht es weiter nach oben. Im ersten Halbjahr zählten die Statistiker 12.812 Insolvenzen, das sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das ganze Jahr erwartet Allianz Trade sogar ein Plus von acht Prozent. Innerhalb von nur drei Jahren hätte sich die Zahl der Pleiten damit um fast die Hälfte erhöht.

Laut Medienberichten über die Studie sind rund 239.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Hinter jeder Zahl stehen Familien, Handwerksmeister und Mittelständler, die ihr Lebenswerk verlieren.

Iran-Krieg, Kosten, fehlende Fachkräfte

Milo Bogaerts, Deutschland-Chef von Allianz Trade, sieht für das kommende Jahr keine Besserung. Er verweist auf mehrere Belastungen gleichzeitig: den andauernden Iran-Krieg, die schwache Konjunktur, den Mangel an Fachkräften und die hohen Betriebskosten. Am stärksten treffe es bestimmte Branchen:

„Besonders betroffen sind Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie die Automobil- und Maschinenbauindustrie."

Das ist eine bittere Liste. Gerade Autoindustrie und Maschinenbau haben den Wohlstand in Deutschland über Jahrzehnte getragen. Wenn ausgerechnet diese Branchen ins Wanken geraten, ist das mehr als eine Konjunkturdelle. Es ist ein Warnsignal für den ganzen Standort.

Bekannte Namen ziehen die Notbremse

Zuletzt sorgten mehrere prominente Fälle für Schlagzeilen. Die Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz beantragt, welche Filialen schließen müssen, ist noch offen. Hinzu kommen der Discounter Kodi und der Batteriehersteller Varta. Wer glaubt, nur kleine Betriebe seien betroffen, irrt sich.

Hoffnung auf 2028: Ein Wechsel auf die Zukunft

Erst für 2028 sagt Allianz Trade einen Rückgang voraus, und zwar um fünf Prozent auf 24.600 Fälle. Der Grund: Die Konjunkturmaßnahmen der Regierung könnten bis dahin stärker wirken. Auch dann läge die Zahl aber noch deutlich über dem Wert von 2025.

Für Kritiker ist das wenig tröstlich. Die Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz setzt vor allem auf ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für die Infrastruktur. Bezahlen müssen das am Ende künftige Generationen. Die Probleme, die Unternehmen heute in den Ruin treiben, löst das Geld nicht. Dazu gehören hohe Energie- und Lohnnebenkosten, viel Bürokratie und ein Fachkräftemangel, der sich seit Jahren abzeichnet. Wer Mitte der Wahlperiode auf Besserung im Jahr 2028 hofft, verlangt von den Betrieben vor allem Geduld. Und genau die geht vielen gerade aus.

Was Sparer daraus lernen sollten

Eine Pleitewelle trifft nicht nur Unternehmer. Sie gefährdet Arbeitsplätze, belastet die Sozialkassen und kann Aktien und Unternehmensanleihen schnell an Wert verlieren lassen. In solchen Zeiten setzen viele Bürger auf Werte, die nicht vom Erfolg einzelner Firmen abhängen. Physisches Gold und Silber können eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung sein, als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Edelmetalle können nicht pleitegehen, und sie hängen nicht von einem Geschäftsmodell ab.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Er gibt unsere redaktionelle Meinung und die uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte informieren Sie sich selbst gründlich, bevor Sie Geld anlegen. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.

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