
Pizza-Connection 2.0: Wie sich CDU und Grüne heimlich für die nächste Koalition warmlaufen

Es riecht nach Mozzarella, Basilikum – und nach politischem Verrat. Während Friedrich Merz im Wahlkampf noch wortgewaltig versprach, keine Politik für „grüne und linke Spinner" machen zu wollen, treffen sich seine Bundestagsabgeordneten inzwischen in trauter Eintracht mit eben jenen Grünen, die der CDU-Chef einst als Hauptgegner ausgerufen hatte. Schauplatz: ein italienisches Restaurant in Berlin-Moabit. Kulisse: ein roter Vorhang, der die Runde diskret von den übrigen Gästen abschirmt. Symbolik: bestürzend eindeutig.
Wenn Wahlversprechen zu Asche werden
Wie der Spiegel berichtet, sollen sich in den Sitzungswochen rund zwei Dutzend Abgeordnete von Union und Grünen regelmäßig zu vertraulichen Gesprächen treffen. Vier Tische, eine konspirative Atmosphäre, ein roter Vorhang als Sichtschutz – das Setting könnte aus einem mittelmäßigen Mafiafilm stammen. Nur sind die Akteure keine Schauspieler, sondern jene Volksvertreter, denen der deutsche Wähler vermeintlich einen klaren konservativen Auftrag erteilt hatte.
Die historische Anleihe ist offensichtlich: Die ursprüngliche „Pizza-Connection" entstand in der ausgehenden Kanzlerschaft Helmut Kohls, als sich CDU-Politiker und Grüne in Bonn erstmals an einem Tisch fanden. 2013 versuchte Jens Spahn gemeinsam mit Omid Nouripour eine Wiederbelebung. Nun also Akt drei – und diesmal mit einer Brisanz, die nichts mehr mit kulinarischer Geselligkeit zu tun hat.
Dröge frohlockt, Bilger wiegelt ab
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge konnte ihre Genugtuung kaum verbergen. Man habe den Eindruck, so Dröge, die Union flüchte gedanklich aus der Koalition mit der SPD. Wenn die Union erkenne, dass ihr „Grünen-Bashing" ein Fehler gewesen sei, sei das ein Fortschritt. Eine Aussage, die für jeden konservativen Wähler einer Ohrfeige gleichkommt. Denn was Dröge hier feiert, ist nichts anderes als das öffentliche Eingeständnis, dass Friedrich Merz seine wahlkämpferischen Bekenntnisse zur konservativen Wende längst entsorgt hat.
Die Union versucht derweil zu beschwichtigen. Der Parlamentarische Geschäftsführer Steffen Bilger erklärte, das Verhältnis sei nicht mehr von „harter Gegnerschaft" geprägt. Im nächsten Bundestagswahlkampf werde nicht mehr die Grünen, sondern eindeutig die AfD im Mittelpunkt stehen. Eine Aussage, die entlarvender kaum sein könnte: Die einstige Volkspartei der Mitte definiert sich offenbar nur noch über die Frage, gegen wen sie sich verbünden möchte – und nicht mehr darüber, wofür sie eigentlich politisch einsteht.
Schleswig-Holstein als Blaupause?
Bezeichnenderweise wird in den Gesprächen diskutiert, ob schwarz-grüne Landesregierungen ein Vorbild sein könnten. Die stellvertretende Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Aminata Touré, äußerte, dass die Grünen mit der Union Reformen auf den Weg bringen könnten, die der gegenwärtigen Berliner Koalition nicht gelängen. Übersetzt heißt das: Die Grünen positionieren sich offensiv als Steigbügelhalter für die Zeit nach der GroKo – und Teile der Union sind offenbar nur zu bereit, diesen Steigbügel auch zu nutzen.
Ein Verrat mit Ansage
Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der die CDU ihre konservativen Wurzeln zu kappen scheint. Erst die Aufweichung der Schuldenbremse, dann das 500-Milliarden-Sondervermögen, das künftige Generationen in Zinsknechtschaft verurteilt, nun die heimliche Annäherung an die Partei, die wie keine andere für eine ideologisch verbohrte Energiepolitik, ausufernde Bürokratie und eine Migrationspolitik mit offenen Grenzen steht. Wer Friedrich Merz im Februar 2025 in der Hoffnung gewählt hat, einen politischen Kurswechsel zu erleben, wird sich verwundert die Augen reiben. Die Merkel-Jahre lassen grüßen – nur diesmal ohne Tarnung.
Die entscheidende Frage lautet: Wem dient diese Annäherung? Sicherlich nicht dem deutschen Mittelstand, der unter Energiepreisen und Bürokratiewahn ächzt. Auch nicht den Pendlern, Rentnern und Familien, die unter den Folgen einer ideologiegetriebenen Klimapolitik leiden. Profitieren werden andere: jene Netzwerke aus Lobbyisten, NGO-Kreisen und Subventionsempfängern, die schon in den Ampeljahren die Republik fest im Griff hatten.
Die Stimmen der Vernunft werden ignoriert
Während CDU und Grüne hinter rotem Vorhang Italienisch genießen, wachsen draußen die Probleme: eine Kriminalitätsrate auf Rekordniveau, eine kollabierende Industrie, eine Energieversorgung am Limit und eine Bürokratie, die jeden Unternehmer in den Wahnsinn treibt. Statt diese Probleme anzupacken, beschäftigt sich die politische Klasse mit der Frage, wie sie ihre Pfründe in der nächsten Legislaturperiode sichern kann. Es ist diese Abgehobenheit, dieser Realitätsverlust, der die Wähler scharenweise zu Alternativen treibt.
In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Verunsicherung – und davon haben wir reichlich – wenden sich kluge Anleger seit jeher dem zu, was über Jahrtausende seinen Wert bewahrt hat: physischen Edelmetallen wie Gold und Silber. Sie unterliegen weder dem Zugriff klüngelnder Politiker noch den Launen wechselnder Regierungskoalitionen. Während im Hinterzimmer einer Berliner Pizzeria die nächste Koalition geschmiedet wird, bleibt das Edelmetall im Tresor das, was es immer war: ein Bollwerk gegen politische Willkür und monetäre Entwertung.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich vor Investitionsentscheidungen umfassend informieren oder fachkundigen Rat einholen.

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