
Pentagon sichert sich strategische Silber-Schmelzanlage: Amerika rüstet sich für den Rohstoffkrieg

In einer bemerkenswerten Wendung der amerikanischen Industriepolitik hat das US-Verteidigungsministerium einen milliardenschweren Deal zur Errichtung einer gigantischen Metallschmelzanlage in Tennessee besiegelt. Das Projekt, das von JPMorgan finanziert wird, markiert einen fundamentalen Kurswechsel in der strategischen Rohstoffpolitik der Vereinigten Staaten – und könnte weitreichende Konsequenzen für die globalen Edelmetallmärkte haben.
7,4 Milliarden Dollar für die Unabhängigkeit von China
Der südkoreanische Metallgigant Korea Zinc plant eine Investition von 7,4 Milliarden Dollar in den Bau einer großangelegten Schmelzanlage für Nichteisenmetalle in Clarksville, Tennessee. Das Verteidigungsministerium wird dabei einen Anteil von 40 Prozent an dem Joint Venture halten – ein beispielloser Schritt, der die strategische Bedeutung des Projekts unterstreicht.
Steve Feinberg, stellvertretender Verteidigungsminister, ließ keinen Zweifel an der Tragweite dieser Entscheidung aufkommen. Präsident Trump habe seine Administration angewiesen, kritische Mineralien als essentiell für Amerikas Verteidigungs- und Wirtschaftssicherheit zu priorisieren. Die bedingte Investition von 1,4 Milliarden Dollar des Verteidigungsministeriums zum Bau der ersten US-basierten Zinkschmelze und Verarbeitungsanlage für kritische Mineralien seit den 1970er Jahren kehre Jahrzehnte des industriellen Niedergangs um.
Die erste Zinkraffinerie seit über 50 Jahren
Die Anlage in Tennessee wird die erste Zinkraffinerie sein, die in den Vereinigten Staaten seit mehr als einem halben Jahrhundert errichtet wird. Sie soll als integrierte Schmelzanlage operieren, die 13 verschiedene Nichteisenmetalle produzieren kann – darunter auch Silber und Gold. Die meisten dieser Materialien sind von der US-Regierung als kritische Mineralien eingestuft, aufgrund ihrer Bedeutung für die Verteidigungsproduktion, fortschrittliche Elektronik und Energiesysteme.
„Wir befinden uns in einem Metallkrieg, und die Sicherung der Versorgung ist jetzt entscheidend."
Diese Worte von Josh Phair, Gründer und CEO von Scottsdale Mint, in einem kürzlichen Interview mit Yahoo Finance bringen die Situation auf den Punkt. Die geopolitischen Spannungen und die zunehmende Rivalität um strategische Ressourcen haben Washington offenbar zum Handeln gezwungen.
JPMorgan als Schlüsselspieler im globalen Silbermarkt
Besonders aufschlussreich ist die Rolle von JPMorgan Chase bei diesem Projekt. Die Großbank unterstützt nicht nur die Strukturierung der Finanzierung, sondern hat in den vergangenen Monaten auch die in COMEX registrierten Silberbestände reduziert und physisches Metall aus Lateinamerika bezogen. Diese Aktivitäten spiegeln die zunehmende Bedeutung von Logistik, Jurisdiktion und Verwahrung bei Beschaffungsentscheidungen wider.
JPMorgan sitzt im Zentrum des globalen Silber-Ökosystems. Seine Rolle als Verwahrer, Vermittler und Gegenpartei über physische Märkte, Derivate und staatliche Kanäle hinweg platziert die Bank an der Schnittstelle nahezu aller bedeutenden Silberflüsse. Jede Aktivität, die mit JPMorgan in Verbindung steht, trägt daher erheblichen Informationswert.
Strategische Implikationen für den Silbermarkt
Die Investition fügt sich in ein breiteres Muster ein, das Rohstoffe, Handelspolitik und Finanzmarktstrukturen umfasst. Jüngste Entwicklungen deuten auf eine verstärkte Betonung der Versorgungssicherheit und der inländischen Kontrolle über kritische industrielle Inputs hin.
Phair hat die Verfügbarkeit von Metallen bereits mit der industriellen Positionierung verknüpft und darauf hingewiesen, dass der rasante Ausbau von US-Rechenzentren und Infrastruktur einen zuverlässigen Zugang zu physischen Inputs erfordert. Die Vereinigten Staaten müssten Silber haben, um ihre Position in der Welt zu schützen.
Widerstand der Aktionäre
Trotz der staatlichen Unterstützung hat das Projekt Widerstand bei den Aktionären hervorgerufen. Eine Allianz unter Führung von MBK Partners und Young Poong hat sich gegen das von den USA unterstützte Joint Venture ausgesprochen und Bedenken hinsichtlich einer möglichen Aktienverwässerung und Governance-Kontrolle geäußert. Die Gruppe hat angedeutet, rechtliche Schritte zur Blockierung neuer Aktienemissionen einleiten zu wollen.
Die Aktien von Korea Zinc stiegen nach der Projektankündigung um mehr als 26 Prozent, bevor sie um über 13 Prozent fielen, als der Widerstand der Aktionäre öffentlich wurde.
Ein Modell für die Zukunft
Nach vollständiger Inbetriebnahme soll die US-Schmelzanlage jährlich etwa 1,1 Millionen Tonnen Rohmaterial verarbeiten und rund 540.000 Tonnen Fertigprodukte herstellen. Die geplante Produktion umfasst Basismetalle wie Zink, Blei und Kupfer, Edelmetalle einschließlich Gold und Silber sowie strategische Mineralien wie Antimon, Indium, Bismut, Tellur, Cadmium, Gallium, Germanium und Palladium.
Der Baubeginn ist für 2026 geplant, gefolgt von der vollständigen Konstruktion im Jahr 2027. Der schrittweise kommerzielle Betrieb soll 2029 beginnen, zunächst mit Fokus auf die Zink-, Blei- und Kupferproduktion.
Für Anleger, die sich vor geopolitischen Risiken und Währungsturbulenzen schützen möchten, unterstreicht diese Entwicklung einmal mehr die strategische Bedeutung physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässliche Wertspeicher bewährt – eine Eigenschaft, die in Zeiten zunehmender Rohstoffkriege und industrieller Neuausrichtungen besonders wertvoll erscheint.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
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