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Kettner Edelmetalle
07.04.2026
21:05 Uhr

Pekings Griff nach den Weltmeeren: China nutzt Amerikas Rückzug eiskalt aus

Während die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump sich systematisch aus internationalen Institutionen zurückziehen und die UN-Beiträge drastisch zusammenstreichen, wittert die Volksrepublik China ihre große Chance. Peking drängt mit Nachdruck darauf, den Sitz eines neu zu schaffenden UN-Gremiums zum Schutz der Weltmeere in die chinesische Hafenstadt Xiamen zu holen. Ein geopolitisches Manöver, das in seiner Dreistigkeit kaum zu überbieten ist – und das die tektonischen Verschiebungen der globalen Machtarchitektur wie unter einem Brennglas offenbart.

Mehr als 70 Millionen Dollar als Lockmittel

Bei UN-vermittelten Gesprächen in New York habe China in der vergangenen Woche intensiv für seine Bewerbung geworben. Das Gremium soll die Umsetzung des UN-Hochseeabkommens steuern, das einen rechtlichen Rahmen schaffen will, um bis 2030 dreißig Prozent der Weltmeere unter Schutz zu stellen. Peking habe dabei nicht um den heißen Brei herumgeredet, was den Rückzug Washingtons aus dem Multilateralismus betreffe, so Beteiligte der Verhandlungen. Mehr als 70 Millionen Dollar für den Meeresschutz seien angeboten worden, dazu Flexibilität bei der Visavergabe und diplomatische Immunität für Teilnehmer der Konferenzen in Xiamen.

Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, was hier gespielt wird. China positioniert sich als vermeintlich verlässlicher Partner der internationalen Gemeinschaft – ausgerechnet jenes China, das im Südchinesischen Meer seit Jahren aggressive Territorialansprüche durchsetzt, künstliche Inseln aufschüttet und kleinere Nachbarstaaten einschüchtert. Die Ironie könnte kaum größer sein.

Chinas höchste Führung steht hinter der Bewerbung

Chinas UN-Botschafter Fu Cong habe erklärt, in einer Welt wachsender Unsicherheit werde China „eine verlässliche Stütze des Multilateralismus bleiben". Beobachter sehen in der Bewerbung eine strategische Entscheidung der höchsten politischen Führung in Peking. Die Abwesenheit der USA habe diese Offensive maßgeblich befeuert, so Shuo Li, Direktor des China Climate Hub am Asia Society Policy Institute. Peking sehe dies als Gelegenheit, „internationale Verantwortung zu übernehmen und einen Kontrast zu den USA zu setzen".

Länder wie Belarus, Pakistan sowie die Inselstaaten Vanuatu und Dominica hätten sich bereits für Chinas Bewerbung ausgesprochen. Eine Koalition, die Bände spricht – autoritäre Regime und kleine, von chinesischen Investitionen abhängige Staaten als willige Unterstützer.

Berechtigte Bedenken der Europäer

Doch nicht alle lassen sich blenden. Mehrere Staaten hätten erhebliche Bedenken geäußert, einem Land mit zahlreichen maritimen Grenzkonflikten und einer fragwürdigen Bilanz bei der Überwachung von Menschenrechts- und Umweltaktivisten derart weitreichenden Einfluss auf die globale Ozean-Governance zu übertragen. Auch die systematische Ausbeutung internationaler Gewässer durch chinesische Fischereiflotten stehe im Raum. EU-Verhandler hätten in New York zudem Vorbehalte hinsichtlich einer möglichen chinesischen Aufsichtsrolle über einen Datenaustausch-Mechanismus thematisiert, über den Staaten Informationen zu lukrativen Patenten und genetischen Meeresfunden teilen sollen.

Eine Person aus dem Umfeld der belgischen Gegenbewerbung habe die Lage treffend zusammengefasst: Das Rennen gegen Chile sei eine Frage der Geografie und Pragmatik gewesen. Mit China gehe es nun darum, welche Art der Umsetzung des Abkommens man wolle. Eine fundamentale Frage, die weit über Meeresschutz hinausreicht.

Amerikas Selbstverstümmelung öffnet Peking die Tür

Die USA hatten das Hochseeabkommen 2023 zwar unterzeichnet, es jedoch nie ratifiziert. Unter der aktuellen Trump-Regierung wurden die Beiträge zum UN-Haushalt drastisch gekürzt – ein Muster, das sich durch die gesamte Außenpolitik zieht. Was immer man von den Vereinten Nationen halten mag: Wer sich aus internationalen Strukturen zurückzieht, darf sich nicht wundern, wenn andere die entstehenden Lücken füllen. Und China tut genau das – mit beeindruckender Konsequenz und strategischer Weitsicht.

Mehr als 80 Staaten, die das Abkommen ratifiziert haben, sollen im Januar kommenden Jahres über die konkurrierenden Bewerbungen von Chile, Belgien und China abstimmen. Es wird eine Abstimmung von enormer geopolitischer Tragweite. Denn wer die Spielregeln für den Schutz der Weltmeere mitbestimmt, kontrolliert letztlich auch den Zugang zu gewaltigen Ressourcen – von Fischgründen über Tiefsee-Mineralien bis hin zu genetischem Material mit milliardenschwerem Patentpotenzial.

Europa muss endlich aufwachen

Für Europa – und ganz besonders für Deutschland – sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die Zeiten, in denen man sich bequem unter dem amerikanischen Schutzschirm einrichten und gleichzeitig mit China lukrative Geschäfte machen konnte, sind endgültig vorbei. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der Herausforderung, Deutschlands Interessen in einer multipolaren Welt zu verteidigen, in der sowohl Washington als auch Peking zunehmend nach eigenen Regeln spielen. Ob das mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur gelingt, das vor allem die Schuldenlast künftiger Generationen in die Höhe treibt, darf bezweifelt werden. Was es braucht, sind klare strategische Prioritäten – und den Mut, sie auch gegen Widerstände durchzusetzen.

In Zeiten solch fundamentaler geopolitischer Umwälzungen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es für den einzelnen Bürger ist, sein Vermögen breit aufzustellen und gegen systemische Risiken abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Großmacht gerade den Ton angibt. Als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio bieten sie einen Schutz, den weder politische Versprechen noch Papierwährungen dauerhaft garantieren können.

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