
Peking stößt US-Staatsanleihen ab: Chinas Flucht aus dem Dollar-System beschleunigt sich

Die Volksrepublik China setzt ihre strategische Abkehr von amerikanischen Staatsanleihen mit bemerkenswerter Konsequenz fort. Die jüngsten Zahlen des US-Finanzministeriums offenbaren einen Trend, der Washington zunehmend Kopfzerbrechen bereiten dürfte: Pekings Bestände an US-Treasuries sind im November auf den niedrigsten Stand seit September 2008 gefallen.
Ein historischer Tiefstand mit Signalwirkung
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Chinas Bestand an amerikanischen Staatsanleihen sank von 688,7 Milliarden US-Dollar im Oktober auf nunmehr 682,6 Milliarden US-Dollar. Seit Januar des vergangenen Jahres entspricht dies einem Rückgang von nahezu zehn Prozent. Besonders pikant erscheint dieser Schritt vor dem Hintergrund, dass ausländische Investoren insgesamt ihre Bestände an US-Staatsanleihen auf ein Rekordhoch ausgebaut haben.
China schwimmt also bewusst gegen den Strom – und das aus gutem Grund, wie Experten betonen.
Trumps Attacken auf die Fed schüren Misstrauen
Die Sorgen Pekings konzentrieren sich auf zwei zentrale Aspekte: die zunehmende Politisierung der amerikanischen Notenbank unter der Trump-Administration sowie die wachsenden Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der US-Staatsverschuldung. Präsident Trump hat wiederholt die Unabhängigkeit der Federal Reserve in Frage gestellt und deren Vorsitzenden öffentlich attackiert.
„Die massive Schuldenanhäufung gleicht einem Schneeballsystem, bei dem immer größere Mengen neuer Schulden aufgenommen werden, um die alten zu ersetzen. China will dieses Spiel nicht mehr mitspielen."
Mit diesen deutlichen Worten beschreibt Shao Yu, Chefökonom am Forschungszentrum für Wissenschafts- und Technologie-Innovationsmanagement der Fudan-Universität, die Motivation hinter Pekings Strategie.
Gold als sicherer Hafen gewinnt an Bedeutung
Während China seine Dollar-Bestände reduziert, fließen die freigewordenen Mittel verstärkt in alternative Anlagen. Insbesondere Gold erfreut sich bei der chinesischen Zentralbank wachsender Beliebtheit. Diese Entwicklung unterstreicht einen fundamentalen Wandel in der globalen Finanzarchitektur, bei dem physische Edelmetalle als Absicherung gegen währungspolitische Risiken zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Flucht aus dem Dollar-System ist dabei kein rein chinesisches Phänomen. Zahlreiche Zentralbanken weltweit haben in den vergangenen Jahren ihre Goldreserven massiv aufgestockt – ein Trend, der sich angesichts der geopolitischen Spannungen und der ausufernden Staatsverschuldung westlicher Industrienationen weiter verstärken dürfte.
Ein Weckruf für Anleger
Was bedeutet diese Entwicklung für den deutschen Sparer? Die Botschaft könnte kaum deutlicher sein: Wenn selbst die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt das Vertrauen in amerikanische Staatsanleihen verliert, sollten auch private Anleger ihre Portfoliostruktur kritisch hinterfragen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten in diesem Umfeld eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios dienen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine eigene gründliche Recherche durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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