
Özdemir auf Platz zwei der Beliebtheitsskala – ein grüner Triumph mit bitterem Beigeschmack
Man reibt sich die Augen und fragt sich unwillkürlich, ob die politische Landschaft in Deutschland noch irgendeiner nachvollziehbaren Logik folgt. Cem Özdemir, der Wahlsieger der Landtagswahl in Baden-Württemberg, ist laut dem aktuellen Politikerranking des Meinungsforschungsinstituts INSA aus dem Stand zum zweitbeliebtesten Politiker Deutschlands aufgestiegen. Mit 44,1 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100 landete der Grünen-Politiker direkt hinter Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) – und verdrängte damit ausgerechnet Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) auf den dritten Rang.
Ein Ranking, das Fragen aufwirft
Für die Erhebung befragte INSA zwischen dem 13. und 16. März insgesamt 2.002 Wahlberechtigte. Diese sollten Politiker auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) bewerten. Dass Özdemir nach seinem Wahlsieg im Südwesten einen Popularitätsschub erfährt, überrascht zunächst wenig. Wahlerfolge werden in der medialen Berichterstattung traditionell mit einer Aura des Siegers versehen, die kurzfristig auch die Beliebtheitswerte in die Höhe treibt. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wie nachhaltig ist dieser Höhenflug – und was sagt er tatsächlich über die politische Substanz aus?
Bemerkenswert ist, was die ehemalige Grünen-Chefin Ricarda Lang zum Erfolgsrezept Özdemirs anmerkte. Sie schrieb seinen Wahlerfolg in Baden-Württemberg ausdrücklich auch seiner Distanz zur eigenen Partei zu. Eine entlarvende Analyse, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte: Ein Grüner wird also offenbar genau dann erfolgreich, wenn er sich möglichst weit von den Grünen entfernt. Welch vernichtendes Urteil über die eigene Partei steckt in dieser Aussage!
Özdemirs Sonderweg – oder die Kunst der Selbstinszenierung
Tatsächlich hat Özdemir im Wahlkampf eine bemerkenswerte Strategie verfolgt. Er präsentierte sich weniger als klassischer Grüner denn als pragmatischer Landesvater in spe, der die Sorgen der Bürger ernst nimmt – zumindest rhetorisch. Während seine Partei auf Bundesebene mit ideologischer Verbohrtheit, Gendersprache und Klimaaktivismus große Teile der Bevölkerung verprellte, gab sich Özdemir betont bodenständig. Ob diese Inszenierung der Realität standhält, wird sich erst zeigen, wenn er tatsächlich regiert.
Denn vergessen wir nicht: Es waren die Grünen, die als Teil der gescheiterten Ampelkoalition maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Deutschland wirtschaftlich in eine prekäre Lage geraten ist. Das Heizungsgesetz, die Energiewende-Eskapaden, die explodierenden Energiekosten – all das trägt eine deutlich grüne Handschrift. Dass ausgerechnet ein Vertreter dieser Partei nun zum Liebling der Deutschen avancieren soll, mutet fast schon grotesk an.
Spahn bleibt Schlusslicht – Söder abgestraft
Wenig überraschend findet sich Jens Spahn (CDU) unverändert auf dem letzten Platz des Rankings wieder. Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag scheint bei den Bürgern nachhaltig in Ungnade gefallen zu sein. Dass Markus Söder von Özdemir überholt wurde, dürfte den bayerischen Ministerpräsidenten hingegen schmerzen – galt er doch lange als einer der populärsten konservativen Politiker des Landes.
Die SPD wiederum leckt nach ihrem desaströsen Abschneiden in Baden-Württemberg ihre Wunden. Der ehemalige SPD-Abgeordnete Robin Mesarosch rechnete hart mit seiner Partei ab, während Juso-Chef Philipp Türmer den Sozialdemokraten mangelnde Glaubwürdigkeit attestierte. Deutlicher kann eine Partei kaum in sich zusammenfallen.
Was bleibt vom grünen Höhenflug?
Die Geschichte lehrt uns, dass Beliebtheitswerte nach Wahlsiegen so flüchtig sein können wie Morgennebel im Schwarzwald. Entscheidend wird sein, ob Özdemir als Ministerpräsident tatsächlich liefert – oder ob er sich als weiterer grüner Ankündigungspolitiker entpuppt, der große Versprechen macht und kleine Ergebnisse liefert. Die Bürger Baden-Württembergs, die unter steigenden Lebenshaltungskosten, einer zunehmend unsicheren Sicherheitslage und einer schwächelnden Wirtschaft leiden, werden genau hinschauen.
Eines steht fest: In Zeiten politischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Turbulenzen sollten sich die Deutschen nicht von kurzfristigen Beliebtheitswerten blenden lassen. Was zählt, sind Taten, nicht Umfragen. Und die Bilanz grüner Regierungsbeteiligung auf Bundesebene spricht eine unmissverständliche Sprache.

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