Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
14.01.2026
19:39 Uhr

Opel kämpft um Relevanz: Rüsselsheimer Traditionsmarke will Marktanteil verdoppeln

Opel kämpft um Relevanz: Rüsselsheimer Traditionsmarke will Marktanteil verdoppeln

Die deutsche Automobilindustrie steht unter gewaltigem Druck, und mittendrin versucht eine Traditionsmarke, nicht vollends in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Opel, einst stolzes Symbol deutscher Ingenieurskunst, ringt um jeden Prozentpunkt Marktanteil in Europa. Konzernchef Florian Huettl hat nun ambitionierte Ziele verkündet, die man durchaus als Überlebenskampf interpretieren darf.

Vier Prozent als Existenzgrundlage

Der Opel-Chef macht keinen Hehl daraus, worum es eigentlich geht: ums nackte Überleben der deutschen Produktionsstandorte. In einem Interview erklärte Huettl, dass die Marke ihren europäischen Marktanteil auf vier Prozent steigern wolle – und das innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre. Was auf den ersten Blick nach bescheidenen Ambitionen klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als gewaltiger Kraftakt.

Derzeit liegt Opel bei einem Marktanteil von lediglich 3,4 Prozent im zweiten Halbjahr. Die Rechnung ist simpel: Ohne ausreichende Stückzahlen können die Werke nicht wirtschaftlich betrieben werden. Und ohne wirtschaftliche Werke droht der Kahlschlag – eine Entwicklung, die Deutschland in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Industriezweigen schmerzlich erleben musste.

Eisenach unter Beobachtung

Besonders brisant ist die Situation im thüringischen Eisenach. Dort hat der Mutterkonzern Stellantis stolze 130 Millionen Euro in die Produktion des Grandland investiert. Nun müssen die entsprechenden Verkaufszahlen her, um diese Investition zu rechtfertigen. Huettl formuliert es diplomatisch, doch die Botschaft ist unmissverständlich: Jedes Werk muss sich seinen Platz erkämpfen.

„Es muss ein Gleichgewicht aus Kosten, Qualität und Flexibilität finden, um sich seinen Platz zu sichern."

Diese Worte sollten bei den Beschäftigten in Eisenach und Rüsselsheim für schlaflose Nächte sorgen. Denn im Stellantis-Konzern, der neben Opel auch Marken wie Fiat, Peugeot, Citroën und Jeep unter seinem Dach vereint, herrscht ein gnadenloser interner Wettbewerb.

Ein Hoffnungsschimmer am Horizont?

Immerhin kann Huettl auf einige positive Entwicklungen verweisen. Im Jahr 2025 habe Opel weltweit etwa 600.000 Fahrzeuge verkauft, und im zweiten Halbjahr lägen die Verkaufszahlen bereits über dem Vorjahresniveau. Doch reicht das, um langfristig zu bestehen?

Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer fundamentalen Transformation. Während die Politik jahrelang ideologisch getriebene Entscheidungen traf und die Branche mit immer neuen Auflagen überzog, haben ausländische Wettbewerber – allen voran aus China – massiv aufgeholt. Die Konsequenzen dieser verfehlten Industriepolitik zeigen sich nun in Werkschließungen, Stellenabbau und dem verzweifelten Ringen um Marktanteile.

Made in Germany als Verkaufsargument

Huettl betont, dass die Produktion in Deutschland für viele Kunden nach wie vor wichtig sei. Das Qualitätssiegel „Made in Germany" hat trotz aller Widrigkeiten noch immer einen gewissen Wert. Doch wie lange noch? Die Frage, ob deutsche Standorte im internationalen Wettbewerb bestehen können, wird nicht von Marketingstrategien beantwortet, sondern von harten wirtschaftlichen Realitäten.

Für die Beschäftigten bei Opel und für den Industriestandort Deutschland insgesamt bleibt zu hoffen, dass die ambitionierten Ziele erreicht werden. Andernfalls könnte eine weitere traditionsreiche deutsche Marke zum Spielball internationaler Konzerninteressen werden – mit allen Konsequenzen für Arbeitsplätze und regionale Wirtschaftsstrukturen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen