
Ölpreis schießt nach oben: Vance droht Iran mit Krieg – steht der Nahe Osten vor der Eskalation?
Die Nervosität an den Rohstoffmärkten ist mit Händen zu greifen. Am Mittwoch sprangen die Ölpreise um mehr als zwei Prozent in die Höhe, nachdem US-Vizepräsident JD Vance unmissverständlich klarstellte, dass der Iran die roten Linien Washingtons bei den Atomverhandlungen in Genf schlichtweg ignoriert habe. Die Botschaft aus dem Weißen Haus könnte kaum deutlicher sein: Präsident Donald Trump behalte sich das Recht vor, militärische Gewalt einzusetzen.
Genfer Gespräche: Konstruktiv oder gescheitert?
Was sich zunächst wie ein diplomatischer Hoffnungsschimmer anfühlte, entpuppte sich binnen Stunden als Fata Morgana. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Dienstag in Genf mit iranischen Vertretern über das Atomprogramm verhandelt. Irans Außenminister Abbas Araghchi bezeichnete die Gespräche gegenüber iranischen Medien als „konstruktiv" und sprach sogar von einer grundsätzlichen Einigung auf Leitprinzipien. Die Ölmärkte reagierten zunächst erleichtert – die Preise fielen am Dienstag.
Doch dann kam Vance. In einem Interview mit Fox News am Dienstagabend zerschlug der Vizepräsident jede Illusion eines baldigen Durchbruchs. „In gewisser Hinsicht lief es gut, sie haben sich auf ein weiteres Treffen geeinigt", räumte Vance ein. Doch im selben Atemzug fügte er hinzu, dass Teheran die Kernforderungen der USA nicht einmal ansatzweise anerkannt habe. Die Iraner seien „noch nicht bereit, die roten Linien des Präsidenten tatsächlich anzuerkennen und aufzuarbeiten".
Kein chirurgischer Schlag, sondern ein ausgewachsener Krieg?
Was die Märkte besonders aufschreckte, waren Berichte, wonach eine mögliche US-Militärkampagne gegen den Iran keineswegs als begrenzter Präzisionsschlag geplant wäre. Quellen zufolge würde eine solche Operation Wochen dauern und eher einem vollumfänglichen Krieg gleichen als etwa der Kommandoaktion, mit der im Januar der venezolanische Präsident Nicolás Maduro festgesetzt wurde. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Hier wird nicht mehr von Nadelstichen gesprochen, sondern von einem Feldzug.
Vance selbst unterstrich die militärische Entschlossenheit mit bemerkenswerter Nüchternheit: „Wir haben ein sehr mächtiges Militär – und der Präsident hat die Bereitschaft gezeigt, es einzusetzen." Das sind keine leeren Worte. Trump hat den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln bereits im Nahen Osten stationiert, die USS Gerald Ford ist auf dem Weg in die Region. Zwei Flugzeugträger gleichzeitig – ein Signal, das selbst hartgesottene Diplomaten nervös machen dürfte.
Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft
Dass der Ölpreis so empfindlich reagiert, hat einen simplen und zugleich beängstigenden Grund. Die Straße von Hormus, jene schmale Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel, ist die Lebensader des globalen Ölhandels. Rund ein Drittel aller auf dem Seeweg transportierten Rohölexporte passiert diesen Flaschenhals. Wer hier den Daumen draufhält, kontrolliert den Puls der Weltwirtschaft.
Und genau dort führte die iranische Revolutionsgarde in dieser Woche Militärmanöver durch. Iranische Staatsmedien berichteten, dass der Schiffsverkehr in Teilen der Meerenge am Dienstag aufgrund der Übungen zeitweise gesperrt worden sei. Eine Provokation? Eine Machtdemonstration? Oder schlicht die Vorbereitung auf das Schlimmste? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt.
Ölpreise im Spannungsfeld geopolitischer Risiken
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: US-Rohöl (WTI) stieg um 1,56 Dollar auf 63,89 Dollar pro Barrel, ein Plus von 2,5 Prozent. Die globale Referenzsorte Brent legte um 1,61 Dollar auf 69,04 Dollar zu – ein Anstieg von 2,4 Prozent. Für Verbraucher und Unternehmen weltweit bedeutet das nichts Gutes. Steigende Energiepreise wirken wie eine Steuer auf alles – von der Tankfüllung bis zum Supermarktregal.
Trump selbst kommentierte die Entsendung des zweiten Flugzeugträgers mit einer Formulierung, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt: „Wenn wir keinen Deal bekommen, werden wir ihn brauchen." Es ist diese Mischung aus Verhandlungsbereitschaft und unverhüllter Drohkulisse, die Trumps Außenpolitik seit jeher kennzeichnet. Ob man diesen Ansatz für genial oder gefährlich hält, ist letztlich Geschmackssache – die Märkte jedenfalls nehmen die Drohung ernst.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Für Deutschland, dessen Wirtschaft ohnehin unter den Folgen verfehlter Energiepolitik ächzt, käme eine Eskalation im Persischen Golf zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen bereits eine gigantische Schuldenlast auf die Schultern künftiger Generationen geladen. Explodierende Energiepreise würden die Inflation weiter anheizen und den ohnehin fragilen Aufschwung der deutschen Industrie im Keim ersticken. Europa ist, ob es das wahrhaben will oder nicht, von der geopolitischen Großwetterlage im Nahen Osten unmittelbar abhängig.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Krisenwährung unverzichtbar sind. Wenn geopolitische Spannungen die Märkte erschüttern und Energiepreise durch die Decke gehen, bieten Edelmetalle jenen Schutz, den weder Papiergeld noch volatile Aktienmärkte gewährleisten können. Wer sein Vermögen langfristig sichern will, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle im Portfolio kaum vorbei.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.
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